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Die wichtigsten Varianten für Drag & Drop

Das Verschieben von Objekten per Maus kennt so viele Varianten, dass Anwender oft nicht das erwartete Ergebnis erzielen. Wir fassen hier in aller Kürze die wichtigsten Möglichkeiten zusammen.

Im Explorer-Fenster verschiebt Drag & Drop innerhalb derselben Partition die Dateien, bei unterschiedlichen Datenträgern entsteht eine Kopie. Gleichzeitig gedrücktes <shift> erzwingt ein Verschieben, <strg> hingegen eine Kopie. Wer sichergehen will, nimmt bei Mausaktionen die rechte Maustaste und kann im Kontextmenü die gewünschte Aktion auswählen. Ist das Drop-Ziel die Schnellstart-Leiste oder das Start-Menü, erstellt der Explorer Verknüpfungen.

Die Taskleiste beherrscht außerdem einen praktischen Drag&Drop-Trick. Wenn Sie ein Element (Datei oder Textabschnitt) auf ein gerade verdecktes Fenster oder Icon befördern wollen, ziehen Sie die Maus erst zur Taskleiste. Das minimiert automatisch alle Fenster. Nicht loslassen! Danach ziehen Sie die Maus weiter an die gewünschte Stelle oder auf ein Desktop-Icon. An sich ist der Desktop ein Explorer-Fenster wie jedes andere.

Es gibt aber eine Ausnahme: Um mal eben einen wichtigen Ordner oder auch den „Arbeitsplatz“ dauerhaft präsent zu haben, ziehen Sie diesen einfach an den Monitorrand und lassen die Maustaste los. Es entsteht automatisch eine neue Symbolleiste, die Sie über einen Rechtsklick darauf und über „Symbolleiste schließen“ später wieder entfernen können. Erst wenn Sie die Maustaste loslassen, ist die Aktion abgeschlossen. Jedes Drag & Drop, sei es im Explorer oder in einer Anwendung, lässt sich solange mit abbrechen.

Anwendungen
Word, Outlook oder auch Wordpad legen markierte Textauszüge, wenn sie per Drag & Drop auf den Explorer oder Desktop gezogen werden, als Scrap-Datei ab. Auch der direkte Textaustausch per Drag & Drop funktioniert zwischen diesen und vielen weiteren Anwendungen.

Eine Systematik gibt es dabei nicht, wie einige Beispiele zeigen: So kann Excel als OLE-Client (OLE = Object Linking and Embedding) etwa aus Word übergebene Textteile einfügen, aber keine an andere Anwendungen weitergeben. Powerpoint beherrscht den direkten Textaustausch per Maus, aber keine Scrap-Dateien.

Beim Drag & Drop auf OLE-fähige Anwendungen macht es einen wesentlichen Unterschied, ob als Ziel die Titelleiste oder das Bearbeitungsfenster gewählt wurde: Das Ziel Titelleiste entspricht einem „Datei öffnen“, beim Drop ins Fenster wird das Datei-Objekt hingegen als OLE-Verknüpfung eingefügt – etwa als Bild, Mailanhang oder Hyperlink. Web-Browser unterstützen vorrangig das Ablegen von URLs per Mausaktion. Ist das Drop-Ziel der Explorer, entsteht eine URL-Datei, in einer Anwendung wie Word hingegen ein Hyperlink. In Firefox lassen sich Textpassagen durch Markieren, weiter über das Kontextmenü „Auswahl-Quelltext anzeigen“ und von dort schließlich per Drag & Drop in andere Anwendungen übergeben.

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