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Musik- & Videostreams aus dem Netz speichern

08.02.2017 | 08:45 Uhr |

Musik- und Videostreaming auf Youtube, Spotify und Co. ist beliebt, doch gespeicherte Inhalte bieten viele Vorteile. PC-WELT erklärt, wie Sie Musik und Filme auf dem PC, Tablet und Smartphone sichern.

Onlinemusik und -Videos per Flatrate sind in der Tat praktisch, weil die Inhalte von Spotify, Netflix und Co. jederzeit und überall zur Verfügung stehen. Ganz so einfach verhält es sich allerdings nur in der Theorie, denn in der Praxis stehen dem manche Hürden entgegen. Auf dem Smartphone ist es das begrenzte Datenvolumen für das mobile Internet, das insbesondere das Streamen von Filmen erheblich einschränkt. Außerdem steht längst nicht überall schnelles Internet mit der erforderlichen Bandbreite zur Verfügung, Reisen im Zug oder Flugzeug sind da nur ein Beispiel.

Doch auch auf dem Rechner daheim zieht das Streamen eine Reihe von Nachteilen nach sich: Da lässt sich ein Film aus einer TV-Mediathek oder von einer Video-on-Demand-Plattform (VoD) nicht ansehen, weil es entweder noch zu früh am Tag ist oder weil die Inhalte ganz von der Anbieterseite verschwunden sind. Wenn man die Filme oder die Sendungen zuvor lokal gespeichert hätte, wäre das nicht passiert. Ziel dieses Ratgebers ist es, Lösungen für die durch das Streaming von Musik und Videos verursachten Einschränkungen, Probleme und teils hohen Kosten aufzuzeigen. Denn warum sollten Sie plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm sitzen, wenn sich das einfach vermeiden lässt?

Speichern statt streamen: Musik immer und jederzeit hören

Mit Ausnahme des stark eingeschränkten Musikangebotes bei Amazon Prime, Aldi Life Musik und beim neuen Deezer-Lidl-Angebot kosten alle Musik-Flatrates knapp zehn Euro pro Monat – egal, ob von Apple, Google, Juke, Napster oder Spotify. Nur diese meistens mit „Premium“ bezeichneten Abos bieten die Möglichkeit, Musik aus dem gesamten Repertoire von meist 30 bis 40 Millionen Songs auszuwählen, diese auch offline zu speichern und damit ohne Internet hören zu können.

DSL- und Kabelfestnetzanschlüsse sind mittlerweile nahezu ausnahmslos echte Internet-Flatrates ohne Drosselung, weshalb Sie sich beim Musikhören daheim auch keinerlei Sorgen um das Datenvolumen zu machen brauchen. Selbst eine Musikdauerbeschallung bei höchster Qualitätsstufe von 320 KBit/s erzeugt über den Monat hinweg gerade einmal 100 GB. Von etwaigen Leitungsstörungen einmal abgesehen, müssen Sie also am Desktop-Rechner zu Hause keine Download-Vorsorge treffen.

Spotify bietet wie andere Streamingdienste auch in seiner App vielfältige Einstellungen zu Datenverbrauch und Speicherplatz beim Hören und Herunterladen der Songs.
Vergrößern Spotify bietet wie andere Streamingdienste auch in seiner App vielfältige Einstellungen zu Datenverbrauch und Speicherplatz beim Hören und Herunterladen der Songs.

Anders verhält es sich jedoch bei einem Windows-Notebook, auf dem Sie auch unterwegs Musik hören wollen. Hier installieren Sie dann die Desktop-Software Ihres Streamingdienstes (etwa Spotify Player), melden sich mit Ihren Kontodaten an und speichern die gewünschten Alben. Bei Spotify funktioniert der Download für Playlists, indem Sie auf der Benutzeroberfläche links eine oder mehrere Ihrer Playlists per rechter Maustaste anklicken und im Kontextmenü „Herunterladen“ wählen. Je nach Umfang und Internetgeschwindigkeit nimmt der Prozess etwas Zeit in Anspruch, die Songs stehen damit auch offline zur Verfügung. Da das Hören und Streamen von Musik unterwegs am Handy ganz erheblich Datenvolumen im Mobilfunknetz verbraucht, speichern Sie Ihre Lieblingssongs am besten lokal auf dem Mobilgerät. Hierzu bieten die Musikdienste in ihren Apps praktischerweise die Möglichkeit, die Qualität beziehungsweise die Datenrate beim Onlinehören anzupassen. Einige Anbie- ter ermöglichen dies auch für die Downloads, schließlich ist der Speicherplatz auf vielen Mobilgeräten ebenfalls begrenzt. Bei Spotify etwa können Sie zwischen „Normale Qualität“ (96 KBit/s), „Hohe Qualität“ (160 KBit/s) und „Extreme Qualität“ (320 KBit/s) wählen. Das entspricht zwischen 0,7 und 2,4 MB Transfervolumen beziehungsweise Speicherplatz pro Minute: Nur zehn gespeicherte Alben > 60 Minuten belegen also bereits bis zu 1,5 GB. Passen Sie aus diesem Grund Ihre individuellen Einstellungen an Ihre Hörvorlieben sowie Ihre Hardware an, das Gleiche gilt natürlich fürs Tablet. Voreingestellt ist in der Spotify-App darüber hinaus, dass man bei bestehender Mobilfunkverbindung keine Songs herunterladen kann. Wer ganz sichergehen möchte, gar kein Datenvolumen über die SIM-Karte zu verbrauchen, der aktiviert in den Einstellungen die Option „Offline – Sobald Du offline bist, kannst Du nur heruntergeladene Musik und Podcasts hören“. Wichtig beim Offline-Modus aller Musik-Flatrates ist es, dass dieser maximal 30 Tage ohne Internetverbindung funktioniert. Als Nächstes müssen Sie zur Verifizierung Ihres Accounts zumindest kurz wieder einmal online sein.

Tipp: Die Software Recordify konvertiert Ihre Songs von Spotify und Co. in MP3-Dateien ohne DRM-Management, sodass Sie sie danach jederzeit und auf jedem Player abspielen können .

Tipp: Die 20 besten Tipps für Spotify

Internetradio, Podcasts und Digitalradio DAB+

Bei Digitalradio wird anders als beim Internetstreaming kein mobiles Datenvolumen verbraucht. Smartphones mit DAB+ wie das LG Stylus 2 sind äußerst selten.
Vergrößern Bei Digitalradio wird anders als beim Internetstreaming kein mobiles Datenvolumen verbraucht. Smartphones mit DAB+ wie das LG Stylus 2 sind äußerst selten.

Die Probleme von Onlineverbindung und Datenverbrauch am Smartphone gelten natürlich nicht nur für gestreamte Musik, sondern auch für Internetradio. Viele Sender offerieren daher die Möglichkeit, ihre Sendungen (nachträglich) als MP3-Datei herunterzuladen, sodass sie sich später offline anhören lassen. Das kann man im Einzelfall machen, bequemer ist jedoch das Konzept der Podcasts, bei dem man einen Programminhalt abonniert, der sich täglich oder wöchentlich wiederholt. Ein Beispiel: Wenn Sie sich für die samstägliche Sendung „Computer und Kommunikation“ des Deutschlandfunks interessieren, gehen Sie einfach auf die Webseite des Senders, suchen dort die Sendung und wählen die Option „Podcast“. Je nach Sender und Aufbau der Webseite unterscheiden sich dabei die genauen Schritte, das Schema vom Downloaden einzelner Beiträge einerseits und dem Abonnement der betreffenden Sendung andererseits ist jedoch stets das gleiche. Über das Abo werden neue Sendungen automatisch – und kostenfrei – heruntergeladen, sobald diese verfügbar sind. Sie können Podcasts auf dem PC und dem iPhone / iPad unter anderem mit der Apple-Musikverwaltung iTunes abonnieren und hören, auf Android-Geräten verwenden Sie dazu beispielsweise Pocket Casts oder Antenna Pod aus dem Play Store.

Wo laufen welche Serien und Filme – und wie lange?

Welcher Film beziehungsweise welche Serie läuft wo? Statt sämtliche Videoplattformen von Amazon bis Xbox Video einzeln zu prüfen, geben Sie den Titel bei „ Wer streamt es? “ ein. Daraufhin zeigt die Webseite nicht nur das „wo“, sondern auch die Preise zum Mieten und Kaufen. Ist das Gesuchte irgendwo Bestandteil einer Flatrate, sehen Sie dies ebenfalls.

Wo läuft gerade welche Serie und welcher Film? Die Webseite „Wer streamt es?“ gibt Auskunft, auch zu Preisen und Auflösung.
Vergrößern Wo läuft gerade welche Serie und welcher Film? Die Webseite „Wer streamt es?“ gibt Auskunft, auch zu Preisen und Auflösung.

Schwieriger ist dagegen die Frage zu beantworten, wie lange welches Video wo läuft. Wegen der weltweit gehandelten Filmrechte ändern sich die ausgestrahlten Inhalte nämlich permanent. Wie Sie die Streamingfristen bei Amazon herausfinden, haben wir online zusammengefasst . In diesem Ratgeber erfahren Sie darüber hinaus die jeweiligen Monats-Highlights von Amazon und Netflix.

Alternativ hören Sie das gute alte UKW-Radio, sofern Ihr Smartphone einen FM-Empfänger bietet. Damit sind Sie jedoch auf die räumlich vorhandenen Stationen beschränkt, das weltweite Angebot von Internetradios steht so nicht zur Verfügung. Leider gibt es hierzulande nach wie vor praktisch keine Mobiltelefone mit integriertem Digitalradio, das LG Stylus 2 für etwa 250 Euro ist da eine absolute Ausnahme. Nachrüsten lässt sich DAB+ am Android-Smartphone mithilfe des von Fulljoin angekündigten Digital Radio Receivers, der bei Redaktionsschluss in Deutschland allerdings noch nicht erhältlich war. Eine Nachrüstalternative beschreiben wir hier .

TV: Video benötigt noch mehr Datenvolumen und Speicher

Bei Filmen und Videos sind Datenverbrauch und Speicherplatz gegenüber Audio nochmals um ein Vielfaches größer, deshalb kommt es besonders auf dem Smartphone auf die richtigen Einstellungen an.

Beginnen wir mit IP-TV, also mit Fernsehen über das Internet. Die bisherigen providerunabhängigen Anbieter Magine und Zattoo – die Schweiz sei hier ausgenommen – bieten keine Möglichkeit, Fernsehsendungen aufzunehmen und dadurch unterwegs am Telefon oder Tablet mobiles Datenvolumen zu sparen. Darüber kann die Recall und Catch up genannte Möglichkeit, auf verpasste Sendungen zuzugreifen, nicht hinwegtäuschen. Letztere werden nämlich auch gestreamt und lassen sich nicht lokal speichern. Am PC können Sie alle Inhalte mit dem Screencast-Tool Active Presenter immerhin „abfilmen“ und mit einem anderen Programm wie Any Video Converter , Format Factory oder Super 2016 passend fürs Mobilgerät konvertieren. Sonderlich komfortabel ist das aber nicht.

Die Mobil-App Dailyme funktioniert wie ein Videorecorder fürs spätere Offlinefernsehen, allerdings lassen sich nicht alle Sendungen auswählen und speichern.
Vergrößern Die Mobil-App Dailyme funktioniert wie ein Videorecorder fürs spätere Offlinefernsehen, allerdings lassen sich nicht alle Sendungen auswählen und speichern.

Lokale Aufnahmen bietet übrigens auch Waipu.tv nicht, denn der neue Anbieter von IP-TV speichert aufgenommene Sendungen ebenfalls nur in der Cloud. Mobiles Datenvolumen sparen Sie auf diese Weise also nicht. Auf mobilen Geräten (Android, iOS und Windows 10) ist deshalb die App Dailyme.tv eine gute Möglichkeit, Fernsehen offline zu genießen. Das Prinzip von Dailyme lässt sich dabei schnell erklären: Man abonniert in der App einfach die gewünschten Sendungen, die im WLAN automatisch gespeichert werden und Ihnen dann dadurch offline zur Verfügung stehen. Dazu unser Tipp: Reduzieren Sie zudem hier in den Einstellungen die Qualität von „Beste …“ auf „Geringe …“, um so Speicherplatz im Telefon zu sparen. Die Mediatheken-App des Schweizer Fernsehens bietet gleichfalls eine Download-Option, allerdings lässt sich Play SRF nur in der Schweiz oder mit entsprechenden VPN-Einstellungen nutzen.

Streamtransport (unter www.streamtransport.com) erkennt URLs von Videos im Browser-Fenster automatisch und lädt diese auf die PC-Festplatte. Das funktioniert auch in den TV-Mediatheken.
Vergrößern Streamtransport (unter www.streamtransport.com) erkennt URLs von Videos im Browser-Fenster automatisch und lädt diese auf die PC-Festplatte. Das funktioniert auch in den TV-Mediatheken.

IP-TV über Telefon- und Internetprovider (Tri- ple Play) beinhaltet zwar alternativ zur Cloud in der Regel auch einen Videorecorder auf einer lokalen Festplatte, die Inhalte sind aber ebenso fest an die Hardware gedongelt wie beim USB-Recording direkt am Fernseher. Das Abspielen auf anderen Geräten ist deshalb nicht möglich. Immerhin belastet man damit nicht die Internetleitung und muss eine verpasste Sendung auch nicht bald nach der Ausstrahlung ansehen, da diese sonst wieder aus der Mediathek verschwindet. Apropos Mediatheken: Die Software Streamtransport zum Speichern der Inhalte aus den Fernsehmediatheken finden Sie unter www.streamtransport.com. Und die Alternative Mediathek View, die Ende 2016 eingestellt werden sollte, wird nun doch weitergeführt. Da die mit Streamtransport gespeicherten Videos keinerlei Kopierschutz aufweisen, lassen sie sich auch auf das Smartphone und das Tablet übertragen. Anders verhält es sich bei Aufnahmen mit der genannten TV-gerätespezifischen Verschlüsselung, wenngleich auch hier im Internet Tools wie beispielsweise Destroi (Decrypt Samsung TV Recordings) für Fernsehgeräte von Samsung kursieren, um das DRM zu entfernen.

SIehe auch: TV-Sendungen per Internet aufnehmen

Beim echten Streaming gilt des Weiteren wie bei Audio der Rat, die Qualität und damit die übertragene Datenmenge in den IP-TV-Apps zu reduzieren. Je nach Anbieter und Geräteplattform unterscheiden sich die Auswahl und die Möglichkeiten. Mit mehreren hundert MB pro Stunde müssen Sie allerdings auch bei der geringsten Videoauflösung rechnen. Ein oder zwei GB an mobilem Datenvolumen pro Monat sind also ganz schnell verbraucht.

Video-on-Demand: Amazon, Maxdome, Netflix, Youtube und Co.

Der deutsche Video-on- Demand-Dienst Maxdome bietet die Download- Option (links) nur bei Monatsabos, nicht dagegen bei einzeln gekauften Titeln (rechts).
Vergrößern Der deutsche Video-on- Demand-Dienst Maxdome bietet die Download- Option (links) nur bei Monatsabos, nicht dagegen bei einzeln gekauften Titeln (rechts).

Onlinevideos, beispielsweise von Youtube, die ohne DRM-Schutz direkt im Browser laufen, lassen sich unter anderem mit Freemake Video Downloader oder einem Onlinedienst wie etwa Clipconverter auf der Festplatte eines Windows-Rechners speichern. Die Echtzeitaufnahme mit Active Presenter wäre da unnötig aufwendig und ist lediglich bei kommerziellen Plattformen wie Amazon Prime Video, Maxdome und Netflix notwendig. Während Netflix am PC weiterhin keinen Offline-Modus bietet, kann die für Android, iOS und Windows 10 erhältliche Maxdome-App Videos auch herunterladen. Das gilt allerdings nicht für Einzelvideos (Kauf oder 48-Stunden-Ausleihe), sondern nur im Filmabo für monatlich acht Euro. Das Herunterladen der Videos funktioniert nur im WLAN, einzig die Qualität und damit wieder der Speicherplatzbedarf lassen sich einstellen. Seit Kurzem bietet Netflix die Offline-Funktion immerhin unter Android und iOS.

Youtube-Videos mit dem VLC Player herunterladen

Mit dem VLC Media Player können Sie nicht nur lokal gespeicherte Filme abspielen, sondern auch Videos aus Youtube herunterladen. So gehen Sie vor: Öffnen Sie Youtube in Ihrem Browser und rufen sie dann den gewünschten Film auf. Markieren Sie die Adresse, klicken Sie sie per rechter Maustaste an und gehen Sie auf „Kopieren“. Öffnen Sie den VLC-Player und dort den Menüeintrag „Medien -> Netzwerkstream öffnen“. Es erscheint das Fenster „Medien öffnen“, aktiv ist das Register „Netzwerk“. Fügen Sie die Youtube-Adresse in das Eingabefeld ein und tippen Sie auf „Wiedergabe“, um den Film zu starten.

Wechseln Sie daraufhin zum Menü „Werkzeuge“ und zum Eintrag „Codec-Informationen“. Im nächsten Fenster fnden Sie im Register „Codec“ ganz unten das Feld „Ort“ mit einer langen Adresse. Markieren Sie sie und kopieren Sie diese nach einem Rechtsklick mit der Maus in die Zwischenablage. Öffnen Sie Ihren Browser und fügen Sie die Adresse ein. Das Video wird nun abgespielt. Sie können es auf Ihrer Festplatte speichern, indem Sie etwa in Google Chrome das Konfgurationsmenü öffnen und den Befehl „Weitere Tools -> Seite speichern unter“ aufrufen.

Amazon gestaltet das Ansehen und Speichern seiner Instant und Prime Videos auf Android-Geräten unnötig kompliziert. So ist der Umweg über die App Amazon Underground bereits umständlich genug: Diese steht nicht im Play Store von Google zur Verfügung und muss deshalb zunächst einmal mühsam als APK-Datei installiert und anschließend über eine zweite App aktualisiert werden. Das Speichern für die Offlinewiedergabe fehlte bei Redaktionsschluss komplett. Dabei war es ein paar Wochen zuvor bei vielen Prime-Videos auch unter Android noch möglich und soll nach Amazon-Angaben auch weiter möglich sein . Einfacher hat man es auf den firmeneigenen Fire Tablets und auf dem iPhone und iPad. Dort steht die Download-Option bei vielen Serien und Filmen ohne Einschränkung zur Verfügung.

Die Rechtslage beim Speichern von Streaminginhalten

Der auf IT- und Urheberrecht spezialisierte Anwalt Christian Solmecke beleuchtet im Interview die rechtlichen Aspekte in Bezug auf das Speichern von Streaminginhalten.

PC-WELT: Dürfen urheberrechtlich geschützte Videos und Musikstücke von bereits bezahlten Streamingdiensten auch lokal gespeichert werden, wenn der Anbieter dies wie beispielsweise Netflix am PC eigentlich nicht vorsieht?
Christian Solmecke: Ja, denn durch das Speichern entsteht lediglich eine erlaubte Privatkopie. Problematisch wird es nur, wenn die Vorlage für das Erstellen der Kopie offensichtlich rechtswidrig ist. Das ist bei den Bezahldiensten jedoch nicht der Fall.

PC-WELT: Ist das „Abfilmen“ gestreamter Videos beziehungsweise das Mitschneiden von Musik – jeweils wiederum bereits bezahlter Inhalte – erlaubt?

Christian Solmecke: Die Erstellung einer Privatkopie ist nur dann rechtmäßig, wenn die Vorlage nicht offensichtlich rechtswidrig ist und keine Kopierschutzmaßnahmen umgangen werden.

PC-WELT: Was darf man mit diesen lokal gespeicherten Inhalten machen?

Christian Solmecke: Eine legal erstellte Privatkopie darf nur zum Eigengebrauch genutzt werden. Eine Veröffentlichung oder das Teilen mit ei-ner größeren Anzahl von Menschen ist rechtswidrig.

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