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Phishing-Versuche via E-Mail erfolgreich erkennen

03.08.2010 | 11:01 Uhr |

Kennen Sie das? Plötzlich findet sich in Ihrem E-Mail-Postfach völlig unerwartet eine Mail Ihrer Bank, die dringend dazu auffordert Ihre Kontodaten auf einer Website einzugeben. Doch erweisen sich diese Mails leider fast ausschließlich als Versuche Ihr Geld zu stehlen. Wir zeigen Ihnen wie Sie diese „Phishing-Attacken“ kinderleicht abwehren.

Anforderung:

Anfänger

Zeitaufwand:

Gering

Lösung:

Zwar richten sich die sogenannten Phishing-Attacken (vom engl. „fishing“, womit das Aufwerfen eines E-Mail-Köders nach potentiellen Opfern suggeriert wird) gegen Nutzer von allen möglichen Internet-Accounts, jedoch richtet sich ein Großteil davon nach wie vor an Online-Banking-Kunden. Doch keine Sorge: Mit ein paar einfachen Tipps entlarven sie jeden einzelnen Phishing-Angriff.

Tipp 1: Adresszeile kontrollieren
Nach dem Angeben eines (nicht-existenten) Problems mit Ihrem Account, verspricht der Absender von Phishing-E-Mails die Lösung all Ihrer Probleme häufig hinter einem einfachen Link. Tatsächlich entstehen die Probleme aber erst durch das Folgen eines solchen Links, da die verlinkte Webseite oft seriös gestaltet ist und viele ahnungslose Kunden so dazu bringt Ihre Kontodaten preiszugeben.

Analysieren Sie daher stets diesen Link ganz genau und vergleichen Sie, ob die URL mit der tatsächlichen Internetadresse Ihrer Bank übereinstimmt. Am sichersten ist es, die Bankwebsite nur durch manuelles Eintippen der Internet-URL zu besuchen.

Tipp 2: Telefonnummern ignorieren
Falls der Absender Sie dazu auffordert eine spezielle Telefonnummer anzurufen, ist es am sichersten die Telefonnummer Ihrer Bank aus den eigenen, persönlichen Unterlagen herauszusuchen und die Telefonnummer der E-Mail komplett zu ignorieren. So ist sichergestellt, dass Sie am anderen Ende auch wirklich mit der Bank Ihres Vertrauens sprechen und nicht mit einem Betrüger.

Tipp 3: TANs und PINs sicher verwahren
Die Angabe von TAN- oder PIN-Nummern nach dem Folgen eines Phishing-Links führt mit großer Wahrscheinlichkeit zu ernsten Sicherheits-Problemen. Verwenden Sie diese Nummern daher nur mit Bedacht und speichern Sie diese niemals auf dem Rechner ab, da Sie so verwundbar für Hacking-Angriffe werden. Die datenlose Verwahrung auf einem Blatt Papier eignet sich für TANs nach wie vor am Besten. PIN-Nummern sollten Sie idealerweise nur im Kopf festhalten.

Tipp 4: Moderne Verfahren nutzen
Einsteiger, die für mehr Sicherheit Geld ausgeben wollen, können und sollten eine entsprechende Banking-Software einsetzen. Zudem erhöht der Einsatz eines Chipkartenlesers die Sicherheit enorm. Erkundigen Sie sich am Besten direkt bei Ihrer Bank welche Geräte unterstützt werden, da sich nicht jeder Leser eignet – Einstiegsgeräte sind bereits ab 40€ zu haben.

Eine sichere Sache ist auch das mTAN-Verfahren, bei dem Sie nach Bedarf jeweils eine TAN per SMS bekommen. Infos über diese Systeme und über passende Banking-Software bekommen Sie ebenfalls von Ihrer Bank.

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