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Rechner mit Atomuhr synchronisieren

13.03.2008 | 10:48 Uhr |

Der im PC eingebaute Zeitgeber auf der Hauptplatine ist meist nicht besonders genau. Bei manchen Geräten kann die Zeit um mehrere Minuten im Monat abweichen. Windows XP und Vista besitzen eine Funktion zur Zeitkorrektur über das Internet, die standardmäßig aktiv ist. Die vorgegebenen Zeit-Server sind jedoch nicht immer zuverlässig zu erreichen, und bei PCs mit ungenauen Uhren empfiehlt es sich, das Abfrage-Intervall zu verkürzen.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Windows XP bietet nach einem Doppelklick auf die Windows-Uhr im Infobereich (Systray) die Registerkarte „Internetzeit“ an. Darüber können Sie die Systemzeit mit einem NTP-Server (Network Time Protocol) synchronisieren. Unter Windows Vista erhalten Sie die entsprechenden Einstellungen nach einem Klick auf die Uhr im Systray und „Datum und Uhrzeiteinstellungen ändern“. Bei beiden Systemen sind mehrere Zeit-Server vorgegeben, und das Aktualisierungs-Intervall beträgt sieben Tage.

„Internetzeit“ konfigurieren: Weitere Zeit-Server können Sie der Liste über einen Registry-Eintrag anfügen. Starten Sie dazu (über <Win>-<R>) Regedit, und gehen Sie zum Schlüssel

„Hkey_Local_Machine\ Software\Microsoft\Windows\ CurrentVersion\ DateTime\Servers“.

Erstellen Sie über das Kontextmenü „Neu, Zeichenfolge“ (Rechtsklick auf eine freie Stelle) eine Zeichenfolge, der Sie als Namen die nächste verfügbare Nummer geben. Wenn etwa die Zeichenfolgen „1“ bis „3“ schon vorhanden sind, tragen Sie „4“ ein.

Als Wert erhält die Zeichenfolge die Internet- Adresse eines Zeit-Servers, den Sie einfügen möchten, beispielsweise „ntps1-0. cs.tu-berlin.de“ oder „ntps1-1.cs.tu-berlin. de“.

Eine Liste mit einigen weiteren, frei zugänglichen Servern finden Sie über http://support.ntp.org . Auch das Abfrage-Intervall können Sie über die Registry anpassen. Öffnen Sie dazu den Schlüssel

„Hkey_Local_Machine\ System\CurrentControlSet\ Services\ W32Time\NtpClient“

und ändern Sie den DWORD-Wert „SpecialPollInterval“. Standardmäßig sind hier „604800“ Sekunden als Dezimalwert eingetragen, was sieben Tagen entspricht. Der Wert „172800“ bewirkt beispielsweise, dass die automatische Abfrage alle zwei Tage erfolgt.

Korrekte Funktion prüfen: Über die Systemsteuerung und „Verwaltung, Ereignisanzeige“ sollten Sie unter der Rubrik „System“ ab und an kontrollieren, ob der Zeitabgleich korrekt funktioniert. Die zugehörigen Infos in der Spalte „Quelle“ tragen die Bezeichnung „W32Time“. Tauchen hier Fehlermeldungen auf, ist der Zeit-Server wahrscheinlich vorübergehend oder dauerhaft nicht erreichbar. In diesem Fall sollten Sie einen anderen Zeit- Server wählen.

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