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XP Home ausgetrickst: Abgesicherter Modus de luxe

Sie möchten öfter Zugriffsrechte auf NTFS-Partitionen in XP Home setzen. Das ist hier nur im abgesicherten Modus möglich. Dieser bietet unergonomische Standardwerte für Bildschirmauflösung und nur eine geringe Bildwiederholfrequenz. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie den Rechner in einem komfortableren "Abgesicherten Modus" starten können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Sie möchten öfter Zugriffsrechte auf NTFS-Partitionen in XP Home setzen. Das ist hier nur im abgesicherten Modus möglich. Dieser bietet unergonomische Standardwerte für Bildschirmauflösung und nur eine geringe Bildwiederholfrequenz.

Lösung:

Damit Sie ein unpassender oder fehlerhafter Grafikkartentreiber nicht vor unlösbare Probleme stellt, lädt Windows im abgesicherten Modus nur einen Standard-VGA-Treiber, der mit jeder Grafikkarte funktionieren sollte.

Unter Windows XP Home erfüllt der abgesicherte Modus neben der Fehlerbehebung bei Treiberproblemen einen weiteren Zweck: Nur hier gaben die Entwickler den Zugriff auf den Menüpunkt "Sicherheit" in den Eigenschaften von Dateien und Laufwerken frei. Ein Grund dafür dürfte sein, wenig erfahrene Benutzer vor dem mächtigen Menüpunkt zu schützen, über den sie sich etwa vorübergehend von bestimmten Ordnern aussperren könnten. Darüber hinaus soll wohl mehr Funktionalität den höheren Preis der Professional Edition rechtfertigen - hier ist "Sicherheit" immer erreichbar.

Die Vergabe von Benutzerrechten führt fortgeschrittene XP-Nutzer wesentlich häufiger in den abgesicherten Modus als die seltener auftretenden Treiberprobleme. Windows XP Home lässt sich aber austricksen und in einem simulierten abgesicherten Modus hochfahren, der etwas mehr zu bieten hat.

Um diesen simulierten Modus zur Verfügung zu haben, legen Sie zunächst im Registry-Schlüssel

"Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\SafeBoot\Option"

den neuen Unterschlüssel "Option" an, falls dieser noch nicht existiert.

Hier erstellen Sie den DWORD-Wert "OptionValue". Setzen Sie diesen Wert auf "1", so dass Windows beim nächsten Start im minimalen abgesicherten Modus startet. Einen abgesicherten Modus, aber mit Netzwerkunterstützung erreichen Sie übrigens mit dem Wert "2". Um Windows wieder ganz normal zu starten, setzen Sie "OptionValue" auf "0".

Der Trick funktioniert nur, da Windows XP diesen Registry-Eintrag erst zu einem späten Zeitpunkt des Systemstarts auswertet. Wenn Sie Windows auf herkömmliche Weise im abgesicherten Modus starten, indem Sie beim Start auf <F8> drücken, übergibt schon der Starter "NTLDR" dem Kernel NTOSKRNL.EXE von Windows XP den Parameter /SAFEBOOT, der für den abgesicherten Modus sorgt. Erst der Kernel schreibt dann je nach gewähltem Modus den Wert des Eintrags "OptionValue" in die Windows-Registry.

Diesen Schritt überspringen wir mit unserem Trick, der Kernel lädt ganz normal. Erst wenn ein Systemdienst startet, holt er sich aus "OptionValue" die Information, in welchem Modus Windows gerade läuft. Folglich können in diesem Modus nur die nötigsten Dienste starten. Völlig normal starten aber alle Treiber, die der Kernel schon zuvor lädt - unter anderem der für die Grafikkarte, so dass Sie hier Ihre gewünschte Auflösung und Wiederholrate auswählen können.

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