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XP Antispy: Verzögerung beim Herunterfahren

01.10.2003 | 11:08 Uhr |

Wer unter Windows XP die Freeware XP Antispy einsetzt, um dem System seine Neugier auszutreiben, stellt oft fest, dass das Herunterfahren des Rechners deutlich länger dauert als zuvor. PC-WELT zeigt Ihnen, wie Sie Windows XP wieder Beine machen.

Anforderung

Einsteiger, Fortgeschrittener, Profi

Zeitaufwand

Gering, Mittel, Hoch

Wer unter Windows XP die Freeware XP Antispy einsetzt, um dem System seine Neugier auszutreiben, stellt oft fest, dass das Herunterfahren des Rechners deutlich länger dauert als zuvor.

Diese Verzögerung tritt auf, wenn Sie in XP Antispy die Einstellung "Auslagerungsdatei beim Herunterfahren löschen" aktiviert haben. Dann setzt das Tool im Registry-Schlüssel

"Hkey_ Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\Session Manager\MemoryManagement"

den Eintrag "ClearPage-FileAtShutdown" auf "1". Er bewirkt, dass Windows bei einem sauberen Herunterfahren des Systems die Auslagerungsdatei weitgehend mit Nullen überschreibt. Die Aktion soll verhindern, dass andere Benutzer mit einem parallel installierten - oder von CD gestarteten - System die Auslagerungsdatei nach Passwörtern und anderen vertraulichen Daten durchsuchen können. Sie sorgt aber im Schnitt für eine Verzögerung von 10 Sekunden beim Abschalten.

Für Heimanwender lohnt sich diese zusätzliche Sicherheitsmaßnahme meist nicht, die Nachteile überwiegen. Um die Einstellung rückgängig zu machen, entfernen Sie entweder mit REGEDIT.EXE den Registry-Eintrag "ClearPageFileAtShutdown" im genannten Schlüssel. Oder Sie starten XP Antispy erneut, klicken die Option mit der rechten Maustaste an und setzen diese Einstellung wieder zurück.

Aktuelle Versionen von XP Antispy zeigen übrigens zu der angebotenen Option knappe Erläuterungen - und hier rät inzwischen auch der Autor dieses Tools nicht dazu, die Auslagerungsdatei löschen zu lassen.

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