Word Tipps und Tricks

Geschützte Binde- und Gedankenstriche eingeben

Freitag den 12.10.2012 um 09:38 Uhr

von Heinrich Puju

Bildergalerie öffnen Word, Bindestrich, Gedankenstrich, Halbgeviertstrich
© istockphoto.com/mediaphotos
Für perfekte Texte können Sie in Word genau vorgeben, was der kleine Strich an der Eingabestelle bedeuten soll.
Das Minuszeichen hat es in sich: Mal ist es im Text ein Gedankenstrich, der einen Einschub im Satz kennzeichnet, mal ein Bindestrich, der zwei Wortbestandteile zusammenhalten soll, und dann trennt es einfach Wörter am Zeilenende.

Koppeln und abgrenzen: Oft gibt es Wortbestandteile, zwischen denen zwar ein Minuszeichen steht, die aber tatsächlich verbunden bleiben sollen. So lange beide Wortbestandteile in einer Zeile stehen, bleiben sie automatisch zusammen, nicht aber am Zeilenende. Da reißt Word die beiden Teile auseinander. Und das ist oft unerwünscht, beispielsweise bei Firmennamen. Doch auch bei anderen gekoppelten Wörtern trägt der Zusammenhalt per Bindestrich zum Verständnis und Lesefluss bei.
Mit Binde- und Gedankenstrichen läßt sich der Textfluss
gut lesbar strukturieren. Dass diese während der Anzeige nicht
druckbarer Zeichen zu lang erscheinen hat keine Auswirkung auf den
Ausdruck
Vergrößern Mit Binde- und Gedankenstrichen läßt sich der Textfluss gut lesbar strukturieren. Dass diese während der Anzeige nicht druckbarer Zeichen zu lang erscheinen hat keine Auswirkung auf den Ausdruck

Mit Word lässt sich diese unbeabsichtigte Trennung vermeiden: Drücken Sie die Strg-Taste zusammen mit der Umschalttaste und der Minustaste auf der alphanumerischen Tastatur, also dem Minuszeichen neben der Punkttaste. Der sichtbare Effekt: Am Zeilenende wird aus PC-Welt die verbundene Version PC-Welt, wobei gekoppelte Bestandteile gemeinsam in die neue Zeile wandern.

Etwas irritierend ist, dass der geschützte Bindestrich in Word bei der Anzeige der nicht druckbaren Zeichen länger als das Minuszeichen erscheint. Tatsächlich entspricht seine Länge aber im Ausdruck dem ganz normalen Minuszeichen, wovon Sie sich überzeugen können, indem Sie die Darstellung der nicht druckbaren Zeichen ausschalten.

Länger ist hingegen der Gedankenstrich, den Word beim Schreiben automatisch einsetzt, wenn Sie ein Minuszeichen zwischen zwei Leerzeichen setzen, um einen Satzbestandteil wie eine Erklärung oder einen Gedanken abzugrenzen, und dann weitertippen. Durch seine verlängerte Linienführung strukturiert der Gedankenstrich den Text.

Diese verlängerte waagerechte Linie heißt in der Typografie Halbgeviertstrich und Sie können ihn in Word manuell eingeben, indem Sie die Taste Strg und die Taste – (auf dem numerischen Tastaturblock) drücken. Beachten Sie, dass bei Tastaturen ohne numerischen Block, die beispielsweise bei Notebooks verbreitet sind, zusätzlich eine Funktionstaste – oft Fn beschriftet – gedrückt werden muss. Die Kombination besteht dann also aus den Tasten Fn, Strg und - , wobei das Minuszeichen dann meist auf der Taste Ö oder P liegt.



Geschützte Leerzeichen: Nicht nur Bindestriche können Sie in Word so setzen, dass hinter ihnen kein Zeilenumbruch stattfindet, sondern auch Leerzeichen. Dies ist sehr nützlich bei Zahlen, die von ihrem Einheitensymbol – beispielsweise der Angabe der Währung oder einer Maßeinheit – nicht getrennt werden sollen, oder bei Warenzeichen. Auch bei Abkürzungen, die aus mehreren Teilen bestehen, und Eigennamen samt Titeln gewährleisten geschützte Trennzeichen den Zusammenhalt.

Um ein geschütztes Leerzeichen einzugeben, halten Sie vor der Eingabe zusätzlich Umschalttaste und Strg-Taste gedrückt.

Freitag den 12.10.2012 um 09:38 Uhr

von Heinrich Puju

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