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Word 97/2000: Pfad zu verknüpften Grafiken ändern

22.06.2001 | 10:52 Uhr |

Wenn Sie ein Dokument mit Verknüpfungen zu Grafiken auf einem anderen Laufwerk ablegen, zeigt Word die Grafiken manchmal nicht mehr an. Das gleiche Problem entsteht, wenn Sie ein Dokument erhalten und der Autor den Text und die Bilder auf seinem PC in anders benannten Ordnern abgelegt hatte, als Sie auf Ihrem Rechner jetzt verwenden. Die PC-WELT zeigt Ihnen, worauf Sie achten müssen.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Beim Verknüpfen einer Grafik mit einem Dokument speichert Word den Ablageort der Grafik in einer Feldfunktion, die Sie über die Tastenkombination ALT-F9 ein- und ausblenden können. Ob das Programm das Bild auch nach dem Verschieben der Word-Datei noch findet, hängt vom ursprünglichen Speicherort ab.

Wenn sich die Bilddatei auf einem anderen Laufwerk oder in einem anderen Ordner als das Word-Dokument befindet, verwendet das Programm einen absoluten Pfad. Liegt das Dokument beispielsweise in C:\Eigene Dateien\Texte und das verknüpfte Bild (hier: BILD1.JPG) in C:\Bilder, sieht die Feldfunktion so aus:

EINFÜGENGRAFIK "C:\\Bilder\\Bild1.jpg" \* FORMATVERBINDEN \d

Aufgrund der absoluten Pfadangabe kann Word das Bild nicht mehr anzeigen, sobald die Bilddatei in einem anderen Ordner als "C:\Bilder" liegt. Bei Pfadangaben in Feldfunktionen verwendet Word immer zwei Backslash-Zeichen ("\\"). \* legt das Sprachformat für die Feldfunktion fest - in diesem Fall Deutsch. Der Schalter \d definiert, dass das Bild nicht im selben Dokument enthalten ist, sondern an einer anderen Stelle liegt.

Befindet sich das Bild dagegen im selben Ordner wie das Word-Dokument oder auch in einem seiner Unterordner, so speichert Word in der Feldfunktion den relativen Pfad. Ein Beispiel: Liegt das Dokument unter "C:\Eigene Dateien\Texte" und das Bild (hier: BILD1.JPG) unter "C:\Eigene Dateien\Texte\Bilder", so lautet die Feldfunktion:

EINFÜGENGRAFIK "Bilder\\Bild1.jpg" \* FORMATVERBINDEN \d

Die relative Pfadangabe ermöglicht es, Word-Dokument und Bilddatei auf einem beliebigen Laufwerk abzulegen. Sie dürfen hier allerdings die Hierarchie und die Bezeichnungen der Ordner nicht verändern, sonst findet Word das Bild nicht mehr.Unabhängig davon, ob Word den Pfad absolut oder relativ gespeichert hat, haben Sie in jedem Fall die Möglichkeit, über "Bearbeiten, Verknüpfungen" manuell einzugreifen. Sie müssen im Dialog "Verknüpfungen" nur auf die Schaltfläche "Quelle wechseln" klicken und danach die Quelldatei - in unserem Beispiel BILD1.JPG - auswählen.

Bei zahlreichen Verknüpfungen ist dieses Verfahren allerdings zu umständlich. Schneller geht es, wenn Sie zuerst über die Tastenkombination ALT-F9 die Feldfunktionen einblenden und dann über "Bearbeiten, Ersetzen" die Pfadangabe austauschen (in Pfadangaben auf zwei Backslashes achten!).

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