1885555

Worauf es ankommt: Optimale Porträtfotos

20.02.2014 | 11:34 Uhr |

Kein anderes Foto kann so viel über ihr Motiv verraten wie ein Porträt. Daher sollten Sie einige Dinge beachten, um sich selbst perfekt einzufangen. Wir verraten die wichtigsten Tricks.

Ein Porträt kann viel über eine Person aussagen. Daher sollten Sie sich vor der Aufnahme überlegen, zu welchem Zweck das Porträt angefertigt wird: Ein Party-Schnappschuss von der besten Freundin bedarf sicherlich keiner großen Vorbereitung. Gute Bewerbungsfotos und andere geschäftlich genutzte Porträts sollten dagegen möglichst professionell und neutral, die darauf abgebildete Person sympathisch und kompetent wirken.

Um dies zu erreichen, setzen Sie Ihr Modell am besten mit leicht gedrehtem, aufrechtem Oberkörper auf einen Hocker, den Kopf zur Kamera gewandt. Diese Pose hat mehrere Vorteile: Durch die Drehung des Halses ist dieser etwas gestreckt, wodurch sich ein leichtes Doppelkinn kaschieren lässt. Der direkte Blick in die Kamera spricht den Betrachter (und künftigen Arbeitgeber) an, die Person macht einen offenen und interessierten Eindruck. Ein Lächeln – mit oder ohne Zähne – wirkt zudem sympathisch.

Clever: 20 Profi-Tipps für das perfekte Foto

Soll ein Porträt mehr über den Charakter einer Person aussagen, sollte die Pose anders gewählt werden. Hier gilt: Ausprobieren! Testen Sie verschiedene Szenarien, und machen Sie Probeaufnahmen. Ein Beispiel: Handelt es sich bei Ihrem Modell um einen sehr geradlinigen Menschen mit starker Persönlichkeit, kommt dieser Charakterzug vielleicht am besten zur Geltung, wenn die Person mit ernster Miene direkt in die Kamera blickt. Ein grüblerischer, introvertierter Mensch sollte dagegen nicht direkt in die Kamera blicken. Er könnte beispielsweise den Kopf mit den Händen abstützen und gedankenverloren in die Ferne blicken.

Eine große Rolle bei guten Porträt-Fotos spielt auch der Hintergrund: Setzen Sie Ihr Modell immer in den richtigen Kontext, jedoch ohne auf abgedroschene Klischees zurückzugreifen. Statt vor der allgegenwärtigen Bücherwand könnte der Universitätsprofessor beispielsweise in einem leeren Vorlesungsraum sitzen. Und nicht jeder Koch muss in seiner Küche abgelichtet werden. Ein Marktstand kann ein interessanter Hintergrund sein, vor allem, wenn sich der Koch der Bio-Küche verschrieben hat.

Geniale Tipps und Kamera-Kniffe

Ist Ihr Modell optimal in Szene gesetzt, geht es an die Kameraeinstellungen für gute Porträt-Fotos. Die meisten Digitalkameras bieten einen speziellen Porträtmodus, der mit Gesichtserkennung arbeitet und Hauttöne hervorhebt. Ein Stativ ist dabei unverzichtbar: Es ermöglicht längere Belichtungszeiten, ohne dass Sie das Bild verwackeln. Achten Sie bei der Aufnahme auch darauf, dass der Hintergrund nicht zu dominant wird. Eine offene Blende sorgt hier für gewollte Unschärfen, die den Fokus auf die scharf gestellte Person im Vordergrund richtet.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1885555