Windows Tipps & Tricks

Gesperrte Dateien löschen oder verschieben

Freitag den 08.03.2013 um 11:26 Uhr

von Thorsten Eggeling

Sie wollen eine Datei oder einen Ordner im Windows-Explorer löschen oder verschieben. Während des Vorgangs erhalten Sie aber eine Meldung darüber, dass die Datei gesperrt ist und zurzeit nicht entfernt werden kann. Was tun?

Immerhin liefert inzwischen Windows 7 bei einigen Fällen in der Meldung Infos darüber, mit welchem Programm die Datei gerade geöffnet ist. Dann brauchen Sie das jeweilige Programm nur zu beenden und den Vorgang zu wiederholen.

Schwieriger wird es, wenn Sie den Programmnamen nicht erfahren. Dann ist es in der Regel der Windows-Explorer oder eine seiner Erweiterungen, die die Datei gerade blockieren. In manchen Fällen genügt es, den Explorer über den Task-Manager zu beenden und die Datei über die Kommandozeile zu löschen. Dazu gehen Sie so vor:

Dateien, die sich nicht löschen oder verschieben lassen,
sind oft vom Explorer oder einer Explorer-Erweiterung gesperrt.
Beenden Sie den Explorer, und löschen Sie die Datei über die
Kommandozeile.
Vergrößern Dateien, die sich nicht löschen oder verschieben lassen, sind oft vom Explorer oder einer Explorer-Erweiterung gesperrt. Beenden Sie den Explorer, und löschen Sie die Datei über die Kommandozeile.

Schritt 1: Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie cmd ein und bestätigen Sie mit „OK“. Tippen Sie in das Kommandozeilenfenster del ein und danach ein Leerzeichen. Ziehen Sie die Datei, die Sie nicht löschen können, vom Windows-Explorer auf das geöffnete Kommandozeilenfenster. Schließen Sie dann alle Explorer-Fenster.



Schritt 2: Drücken Sie die Tastenkombination Strg-Shift-Esc, um den Windows Task-Manager zu öffnen. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Prozesse“. Suchen Sie in der Spalte „Abbildname“ den Eintrag „Explorer.exe“. Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, und wählen Sie im Menü „Prozess beenden“. Wiederholen Sie den Vorgang für alle „Explorer.exe“, die in der Liste auftauchen. Danach sind alle Desktop-Icons und die Taskleiste verschwunden.

Schritt 3: Wechseln Sie zum Kommandozeilenfenster, und drücken Sie die Enter-Taste. Damit sollte sich die Datei ohne Fehlermeldung löschen lassen. Im Windows Task-Manager gehen Sie dann auf „Datei, Neuer Task (Ausführen ...)“, geben explorer ein und klicken auf „OK“. Damit starten Sie den Explorer neu – und Desktop-Icons und Taskleiste sind wieder sichtbar.

Das kostenlose Tool Unlocker entsperrt blockierte
Dateien.
Vergrößern Das kostenlose Tool Unlocker entsperrt blockierte Dateien.

Entsperren mit Unlocker-Tool: Sollte Ihnen der Weg über die Kommandozeile zu kompliziert sein, gibt es eine weitere Methode. Eine umfassende Lösung bietet das kleine Freeware-Tool Unlocker : Nachdem Sie es installiert haben, finden Sie im Kontextmenü von Dateien und Ordnern den Eintrag „Unlocker“. Ein Klick darauf – und Sie erhalten die Liste der Programme angezeigt, die auf das Dateiobjekt zugreifen. Wählen Sie einfach aus der Drop-down-Liste „Löschen“, und klicken Sie auf „Alle freigeben“. Das Tool schließt alle so genannten Handles, die den Zugriff sperren, und löscht das Objekt.

Freitag den 08.03.2013 um 11:26 Uhr

von Thorsten Eggeling

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (14)
  • Dogeater 14:19 | 22.02.2015

    Sowohl die Hiren als auch das WinXPE von dem Russen funktionieren bei mir ganz normal mit AHCI. Die sind da wohl mit drin eingebunden die Treiber. Hm ich habe auch eben ein paar Win7PE Isos gefunden.

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  • deoroller 13:39 | 22.02.2015

    Dann boote mal damit, ohne vorher den SATA-Controller auf IDE-Modus umzustellen.
    Sonst erntet man einen Bluescreen. Also, ab Vista gibt es standardmäßig AHCI-Treiber. Bei XP muss man die einbinden.
    XP ist veraltet, kommt nur standardmäßig mit IDE-Modus zurecht und das ist seit fast 10 Jahren nicht mehr PC-Standard.

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  • Dogeater 13:29 | 22.02.2015

    Die Hirens Boot CD ist doch ein gutes Beispiel für eine funktionierende BartPE. Wenn man sich ein bissel umguckt, findet man noch andere fertige BartPEs im Netz zu laden.

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  • kalweit 12:53 | 22.02.2015

    Zitat: Dogeater
    Das sind ja die besagten WinPEs und BartPEs. Die kosten nichts extra, man muss sie nur auf einem legal lizensierten Windows erstellt haben.


    Das ist ja das Problem. Der Anwender muss solche CDs selbst von einem funktionierenden System basteln. Das dürfte bereits die Mehrheit der Anwender vor unlösbare Aufgaben stellen. Für meine eigenen Rechner habe ich das Thema Rettungs-CD gänzlich zu den Akten gelegt und hänge die Platten im Bedarfsfall an einen "Servicerechner".

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  • Dogeater 12:35 | 22.02.2015

    Zitat: kalweit
    Wenn Windows für lau zu haben wäre, gäbe es auch entsprechende Rettungs-CDs auf Windowsbasis.


    Das sind ja die besagten WinPEs und BartPEs. Die kosten nichts extra, man muss sie nur auf einem legal lizensierten Windows erstellt haben. Wenn es zu den Live-CDs kommt, dann würde ich Linux als auch Windows auf die gleiche Stufe stellen. Beide Systeme haben ihre ganz eigenen Vorteile. Und beide scheren sich übrigens auch nicht die Bohne für die NTFS-Rechtebeschränkungen! Für diese gesperrten Dateien, dafür kann man deshalb benutzen, was einem lieb ist oder was halt gerade zur Hand ist.

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