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Defekte Gerätetreiber entfernen

10.03.2011 | 11:01 Uhr

Defekte Gerätetreiber können Windows merklich ausbremsen. Doch wie behebt man das Problem? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Treiber wieder in Schuss bringen.

Schritt 1: Start protokollieren. Um herauszufinden, ob ein Gerätetreiber Windows behindert und – wenn ja – welcher es ist, müssen Sie den Startvorgang analysieren. Dabei hilft Ihnen das englischsprachige Programm Process Monitor .  Nachdem Sie Process Monitor gestartet haben, zeigt das Programm die aktuellen Aktivitäten aller laufenden Programme (Prozesse) an. Klicken Sie auf die Lupe, um die Überwachung zu stoppen. Wählen Sie dann „Options -> Enable Boot Logging“, um ein Protokoll des Windows-Starts anzulegen, und starten den PC neu. Nachdem Windows wieder läuft, rufen Sie Process Monitor sofort wieder auf und speichern nach Aufforderung das Startprotokoll in einem beliebigen Ordner.
 
Schritt 2: Protokoll eingrenzen. Das Protokoll ist meist mehrere 100 MB groß und enthält jeden Zugriff auf Dateien und die Windows-Registrierungsdatenbank sowie jede Prozess-Aktivität. Um aus dieser Datenmasse Verzögerungen durch einzelne Treiberonen von Process Monitor . Dazu drücken Sie bei gehaltener Strg-Taste die Taste L. Markieren Sie dann die Zeile „Process Name is System Exclude“ und klicken auf „Remove“. Dann wählen Sie in den Ausklappfeldern ganz oben im Fenster die Einträge „Process Name“, „is“, „System“ und „Include“ und klicken auf „Add“. Dadurch werden ausschließlich die Aktivitäten des Systemprozesses angezeigt, der die Treiber lädt. Schränken Sie die Liste danach weiter ein, indem Sie nur Zugriffe auf Dateien mit der Endung SYS anzeigen lassen, typischerweise Treiber. Dazu wählen Sie in den Aufklappfeldern „Path“, „ends with“, „.sys“, „Include“ und klicken auf „Add“. Ein Klick auf „OK“ aktualisiert die Anzeige.
 
Schritt 3: Problem-Treiber finden. Das gefilterte Protokoll enthält jetzt noch immer ein paar tausend Zeilen, die Sie überfliegen müssen. Die wichtigste Spalte ist dabei „Time of Day“. Sie informiert darüber, zu welcher Uhrzeit welcher Treiber geladen wurde. Sollten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einträgen mehr als 10 Sekunden vergangen sein, handelt es sich beim ersten Eintrag vermutlich um den Verursacher des Problems. Lesen Sie dann aus der Spalte „Path“ den Dateinamen des Treibers ab, und ermitteln Sie mit einer Internet-Suchmaschine, etwa www.google.de , um welches Gerät es sich handelt.
 
Schritt 4: Problem-Treiber erneuern:
Wenn das Gerät zu dem ermittelten Treiber noch in Ihrem Computer eingebaut ist, gehen Sie zunächst auf die Internetseite des Herstellers. Laden Sie von dort den neuesten Treiber für das Gerät und Ihre Windows-Version herunter. Alternativ können Sie das auch über die Internetseite www.treiber.de erledigen. Danach halten Sie die Windows-Taste und drücken die Taste Pause. Im daraufhin erscheinenden „System“-Fenster wählen Sie „(Hardware) -> Geräte-Manager“. Dort klappen Sie die Rubrik für die Gerätegattung des Treibers auf. Klicken Sie den Eintrag des Geräts mit der rechten Maustaste an, und Sie wählen im dann erscheinenden Menü „Treiber (Software) aktualisieren“. Beachten Sie anschließend die Hinweise des Installationsprogramms.

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