Windows abschotten

Sicher surfen mit Add-ons und Tools

Dienstag, 24.03.2009 | 10:51 von Christian Löbering, Hermann Apfelböck
Die meisten Schädlinge fangen Sie sich beim Surfen im Internet ein. Mit unseren Tipps und Tools sichern Sie Ihren Browser ab und schützen Ihre Privatsphäre.
Mit Plug-ins wie WOT surfen Sie sicherer
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Tipp 1: Sicher surfen mit Plug-ins
Gefährliche Websites sind meistens kaum von harmlosen zu unterscheiden. Selbst erfahrene Anwender können oft nicht erkennen, ob Sites schädlichen Code enthalten. Plug-ins für den Browser warnen Sie davor, wenn Sie auf eine bösartige Website geraten sind. Zu diesem Zweck analysieren sie den Code einer Website und prüfen zudem, ob die Site bereits in ihrer Datenbank als gefährlich hinterlegt ist. Diese Datenbank wird von Experten des Plug-in-Herstellers und auch von engagierten Anwendern des Tools gepflegt. Ein empfehlenswertes Plug-in ist McAfee Site Advisor . Ein Balken gibt über den Farbcode grün (harmlos), rot (gefährlich) und grau (unbekannt) Auskunft zur aktuellen Website. Ebenfalls gut ist WOT (Web of Trust) . Das Browser-Plug-in unterscheidet bei Websites nicht nur nach gut und böse, sondern bewertet sie detailliert nach "Vertrauenswürdigkeit", "Händlerzuverlässigkeit", "Datenschutz" und "Jugendschutz".

Exploit Shield soll Schadcode stoppen
Vergrößern Exploit Shield soll Schadcode stoppen
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Spezieller arbeitet Firekeeper , ein Plug-in für Firefox. Zwar greift es auch auf eine Datenbank zu, in der Sites mit bösartigem Code verzeichnet sind. Doch es analysiert auch Schwachstellen in Dateiformaten, die oft im Internet angeboten werden. Es sucht etwa in Musikdateien für den Real Player. Vom Antiviren-Hersteller F-Secure gibt es das Tool Exploit Shield . Es schützt den Browser und Windows vor Angriffen auf neu entdeckte Sicherheitslücken, für die es typischerweise noch keine Patches gibt. Das Tool ist momentan noch in der Betaphase und kostenlos verfügbar. Übrigens: Sehr zuverlässig schützen Sie Ihr System vor Internet-Gefahren, wenn Sie mit einem virtuellen PC surfen.

Tipp 2: Surfen ohne Spuren
Beim Surfen will man in der Regel anonym bleiben – sowohl für den Anbieter der besuchten Website als auch für weitere Benutzer desselben PCs. Damit nicht jeder nachvollziehen kann, welche Sites Sie aufrufen, benötigen Sie einen privaten Modus. Via Google Chrome besuchen Sie beliebige Web-Seiten, ohne dass diese Spuren im Browser hinterlassen können. Zu diesem Zweck starten Sie in Google Chrome mit der Tastenkombination <Strg>-<Shift>-<N> ein neues "Inkognito-Fenster". Sie erkennen es daran, dass oben links ein Schlapphut zu sehen ist, wie er in Comics vorzugsweise von Detektiven getragen wird. Die Inkognito-Funktion von Google Chrome – auch privater Modus genannt – wird es für Firefox erst in der Version 3.1 geben. Bis die Funktion verfügbar ist, können Sie sich mit dem englischsprachigen Plug-in Stealther behelfen. Mit der neuen Tastenkombination <Strg>-<Shift>-<S> wechseln Sie in den privaten Modus und wieder zurück.

Wollen Sie alle Spuren im Browser beseitigen, hilft das englischsprachige Tool Ccleaner weiter. Nachteil: Es verschwinden auch Cookies zu Seiten, die Sie vielleicht nützlich finden. So klappt nach einer Komplettsäuberung etwa die automatische Benutzererkennung bei Shopping-Sites wie Amazon nicht mehr. Wer sein Surfverhalten nicht nur vor den Augen von PC-Mitbenutzern verbergen möchte, sondern auch vor denen der Website-Betreiber, surft anonym mit Privacy Dongle (vormals bekannt unter dem Namen Torpark). Die Anonymisier-Software kommt mit Firefox Portable und muss entsprechend nicht installiert werden. Nach dem Entpacken und Starten von Torpark.exe surfen Sie anonym. Allerdings ist die Verbindung meist recht lahm oder kommt gar nicht zustande.

Dienstag, 24.03.2009 | 10:51 von Christian Löbering, Hermann Apfelböck
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