Windows XP, Vista
Portable Anwendungen individuell anpassen
Das Portable-Apps-Menü kann nicht nur speziell angepasste Anwendungen aufnehmen, sondern jede beliebige Software, die ohne Registry-Integration und ohne kontenspezifische Anwendungsdaten auskommt. Einfache Nagelprobe: Wenn der auf einen anderen PC kopierte Programmordner zu einer lauffähigen Anwendung führt, können Sie diese durch simples Kopieren auch unter \PortableApps einhängen.
Beispiele in der Abbildung sind Irfan View, die Net-Bookmarks der PC-WELT, 4NT und ältere Versionen von Paintshop und Ultra Edit. Das Anlegen von Unterordnern wie „App“, „Data“ und weitere gemäß den eigentlichen Portable Apps ist nicht notwendig: Jede EXE-Datei, die genau eine Ordnerebene unterhalb von \PortableApps liegt – also etwa unter \PortableApps\Tools – erscheint als Icon im Menü.
Scripts oder Batchdateien ignoriert das Portable-Apps-Menü. Um diese einzubauen, hilft nur eine zusätzliche EXE-Datei, die dann das Script aufruft. Mit dem kostenlosen Autohotkey ist das mit einem Einzeiler schnell erledigt. Hier ein Beispiel:
run, wscript.exe %a_scriptdir%\meintool.vbs
A-Scriptdir ist eine interne Autohotkey-Variable und verweist immer auf den eigenen Pfad des Autohotkey-Programms. Die kompilierte EXE-Datei legen Sie folglich im selben Ordner ab wie das VB-Script – eine Ebene unterhalb von \PortableApps\<....>.
Die Notwendigkeit, einen zusätzlichen EXE-Starter anzulegen, kann sich auch für Programme ergeben, die mehrere EXE-Dateien enthalten, wovon aber nur eine im PA-Menü auftauchen soll.
Die neueren PA-Versionen 1.5 und 1.5.2 legen Skins, Farben und Icons unter „PortableApps\PortableApps.com\App\DefaultData“ offen. Das etwas aufdringliche Rot der Background.png und anderer Skin-Elemente ersetzt Ihnen auf Wunsch jede Bildbearbeitung mit wenigen Klicks. In der Regel führt der Weg über das Menü „Farben".


