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Portable Anwendungen individuell anpassen

17.06.2009 | 09:05 Uhr |

Sie arbeiten an verschiedenen PCs und möchten diese jeweils im gleichen Zustand vorfinden – in der Optik wie auch beim Angebot der Programme. Als Lösung bieten sich portable Anwendungen wie die Portable Apps an, aber auch die lassen auf den ersten Blick viele Möglichkeiten vermissen.

Tipp: Mit der Freeware Portable Apps übertragen Sie ganz einfach Ihre Desktop-Umgebung auf mehrere PCs und können zusätzlich die einzelnen Rechner entlasten. Die Standard-Suite auf der Website von Portableapps bietet erst einmal nur eingeschränkte Möglichkeiten und ein eng limitiertes Software-Angebot. Mit ein paar Kenntnissen über die Menüstruktur von Portable Apps (PA) richten Sie sich aber auf jedem Rechner Ihre ganz individuelle Arbeitsumgebung ein.

Erweitern:

Das Portable-Apps-Menü kann nicht nur speziell angepasste Anwendungen aufnehmen, sondern jede beliebige Software, die ohne Registry-Integration und ohne kontenspezifische Anwendungsdaten auskommt. Einfache Nagelprobe: Wenn der auf einen anderen PC kopierte Programmordner zu einer lauffähigen Anwendung führt, können Sie diese durch simples Kopieren auch unter \PortableApps einhängen.

Beispiele in der Abbildung sind Irfan View, die Net-Bookmarks der PC-WELT, 4NT und ältere Versionen von Paintshop und Ultra Edit. Das Anlegen von Unterordnern wie „App“, „Data“ und weitere gemäß den eigentlichen Portable Apps ist nicht notwendig: Jede EXE-Datei, die genau eine Ordnerebene unterhalb von \PortableApps liegt – also etwa unter \PortableApps\Tools – erscheint als Icon im Menü.

Erweitern durch Scripts:

Scripts oder Batchdateien ignoriert das Portable-Apps-Menü. Um diese einzubauen, hilft nur eine zusätzliche EXE-Datei, die dann das Script aufruft. Mit dem kostenlosen Autohotkey ist das mit einem Einzeiler schnell erledigt. Hier ein Beispiel:

run, wscript.exe %a_scriptdir%\meintool.vbs

A-Scriptdir ist eine interne Autohotkey-Variable und verweist immer auf den eigenen Pfad des Autohotkey-Programms. Die kompilierte EXE-Datei legen Sie folglich im selben Ordner ab wie das VB-Script – eine Ebene unterhalb von \PortableApps\<....>.
Die Notwendigkeit, einen zusätzlichen EXE-Starter anzulegen, kann sich auch für Programme ergeben, die mehrere EXE-Dateien enthalten, wovon aber nur eine im PA-Menü auftauchen soll.

Reduzieren: Eine komplette Anwendung entfernen Sie ganz einfach, indem Sie den zugehörigen Ordner unter \PortableApps löschen. Wenn Sie ein Programm durch Kopie manuell eingebunden haben, kann es sein, dass Sie dadurch überflüssige Icons im Menü erhalten – etwa eine Uninstall.exe. Das beheben Sie. indem Sie die überflüssige EXE-Datei löschen oder umbenennen.

Weitere Anpassungen: Die Menü-Einträge von Portable Apps in der rechten Spalte („Dokumente“, „Musik“, „Bilder“, „Videos“ ...) sind unveränderlich angelegt. Der Hauptordner „Dokumente“ enthält die Ordner „Music“, „Pictures“ und „Videos“ . Sie können diese Untermenüs durchaus für andere Dateien nutzen und im PA-Menü über die Datei „German.locale“ (unter „PortableApps\PortableApps.com\App\Locale“) auch anders benennen. Die zugrunde liegende Ordnerbezeichnung sollten Sie jedoch nicht ändern, denn sonst lässt sich der Ordner nicht mehr im Explorer öffnen.
Die neueren PA-Versionen 1.5 und 1.5.2 legen Skins, Farben und Icons unter „PortableApps\PortableApps.com\App\DefaultData“ offen. Das etwas aufdringliche Rot der Background.png und anderer Skin-Elemente ersetzt Ihnen auf Wunsch jede Bildbearbeitung mit wenigen Klicks. In der Regel führt der Weg über das Menü „Farben".

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