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Daten verstecken per Drag & Drop

03.02.2009 | 10:28 Uhr |

Mit NTFS-Rechten, der Windows-eigenen Verschlüsselung oder Tools wie Truecrypt halten Sie Datendiebe von Ihren Dateien fern. Einziges Manko: Jeder ausgesperrte Anwender weiß, dass ihm etwas vorenthalten wird. Im privaten Umfeld kann das Misstrauen erregen.

Tipp: Mit zwei alternativen Tools auf erstellen Sie versteckte Dateien, die kein Misstrauen erregen: Bei richtiger Anwendung erzeugen Sie eine für jeden Anwender normal benutzbare Container-Datei, die einige unsichtbare Dateien enthält.

1. : Dieses Tool funktioniert unter jedem Windows und mit jedem Dateisystem. Vor dem ersten Einsatz verlangt es eine Personalisierung über die beigefügte HS-Brand.exe (per Doppelklick auf HS-Brand.exe). Danach ziehen Sie mit der Maus die gewünschten Dateien auf das Hide&See-Symbol und wählen in der Drop-down-Liste die Container-Datei aus, die die übrigen Dateien in sich aufnehmen soll. Sind die gewünschten Dateien dann binär in die Hauptdatei eingepackt, fragt Hide&See abschließend, ob Sie die Originaldateien löschen wollen.
Ein späteres Auspacken der versteckten Dateien geschieht genauso einfach per Drag & Drop, indem Sie mit der Maus die Container-Datei auf das Hide&See-Icon ziehen. Das Tool zeigt die Liste der enthaltenen Dateien und bietet an, die Daten wieder in den Ordner der Container-Datei zu extrahieren.

2. : Die Bedienung dieses zweiten Tools entspricht genau der von Hide&See (ohne die Personalisierung). HideInStreams versteckt die Dateien jedoch in NTFS-Streams und setzt damit ein Windows XP/Vista und das Dateisystem NTFS voraus.
Vor- und Nachteile: Hide&See ist universeller, weil die Container-Dateien auch den Transport auf FAT32 (USB-Stick) oder ins Web schadlos überstehen. Außerdem gibt es kein Mittel, solche Container systematisch zu suchen oder zu erkennen. Allerdings gehen bei einem Hide&See-Container die versteckten Daten verloren, sobald die Container-Datei gespeichert wird. Die sichereren Container-Dateien sind daher solche in Formaten wie EXE, AVI oder PDF, die kaum oder nie bearbeitet und gespeichert werden.
HideInStreams hat klare Vorteile in puncto Datensicherheit, so lange die Container auf NTFS verbleiben, aber Nachteile beim Datenschutz: Erfahrene Anwender, die einen Anfangsverdacht hegen, können mit dem Sysinternals-Tool Streams oder dem PC-WELT-Tool pcwListStreams (siehe nachfolgenden Tipp) die NTFS-Streams systematisch auflisten und damit Container-Dateien entlarven.

Hinweis: Besonders praktisch kann es sein, eine der beiden Alternativen mit einem Truecrypt-Container oder einem Passwort-geschützten Packer-Archiv zu kombinieren.

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