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Dateien und Ordner verlinken

20.11.2009 | 09:55 Uhr |

Wenn Sie unter Windows die üblichen Verknüpfungen (Softlinks) auf Dateien und Ordner anlegen, verhält sich das verknüpfte Objekt nicht genau so wie das Originalobjekt. So kann etwa ein Ordner-Link in der Schnellstartleiste nicht zum Pop-up-Menü werden. Wir sagen, wie Sie dieses Problem lösen.

Wenn Sie unter Windows die üblichen Verknüpfungen (Softlinks) auf Dateien und Ordner anlegen, verhält sich das verknüpfte Objekt nicht genau so wie das Originalobjekt. So kann etwa ein Ordner-Link in der Schnellstartleiste nicht zum Pop-up-Menü werden.

Tipp: Das NTFS-Dateisystem von XP und Vista bietet noch einige andere Möglichkeiten, die für Verknüpfungen besser geeignet sind – etwa Junction Points und Hardlinks. Um solche Verknüpfungen anzulegen, können Sie das Kommandozeilen-Tool Fsutil.exe verwenden, das in Windows integriert ist. Deutlich komfortabler ist aber die Shell-Erweiterung NTFS-Link . Installieren Sie die Erweiterung zunächst.

Junction Points: Bei diesen Spezial-Links handelt es sich nicht um einen eigenen Dateityp wie zum Beispiel bei Verknüpfungen (.lnk). Vielmehr wird dieser Link direkt in den Dateisystem-Eintrag eines Ordners eingefügt. Das hat den Vorteil, dass sich sowohl der echte Ordner als auch die Verknüpfung unter Windows gleich verhalten. Um einen Junction Point anzulegen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf ein Ordnersymbol, ziehen es an die Stelle, wo der Link angelegt werden soll (etwa im Schnellstartordner), lassen die Maustaste los und wählen „Junction hier erstellen“.

Hardlinks: Analog zum Junction Point sind auch Hardlinks spezielle Dateisystem-Verweise. Allerdings können sie nur für Dateien eingesetzt werden. Es gibt eine weitere Einschränkung: Hardlinks können ausschließlich auf derselben Partition angelegt werden wie die Originaldatei. Um einen Hardlink anzulegen, gehen Sie genauso vor wie bei Junction Points, wählen abschließend aber „Hardlink hier erstellen“.

Symbolic Links: Seit Vista (NTFS Version 5) kann das Dateisystem Symbolic Links anlegen. Grob gesagt handelt es sich dabei um Dateisystem-Verweise, die sowohl für Dateien als auch für Ordner angelegt werden können und nicht auf eine Partition beschränkt sind. Vista liefert dafür das Kommandozeilen-Tool Mklink.exe mit. Um einen Symbolic Link anzulegen, öffnen Sie ein Kommandozeilenfenster (Cmd.exe) und geben am Prompt diesen Befehl ein:
Mklink <Pfad der Verknüpfung><Verknüpfungsziel>
Das erzeugt einen Dateilink. Mit dem Parameter /D (also Mklink /D <Pfad zur Verknüpfung><Verknüpfungsziel>) können Sie eine symbolische Ordnerverknüpfung anlegen.
Übrigens: Wenn Sie das Tool NTFS-Link installiert haben, können Sie damit angelegte Junction Points und Hardlinks auch wieder ganz normal im Explorer löschen – das Originalobjekt bleibt dabei erhalten.

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