25.10.2012, 12:09

Heinrich Puju

Windows Eingabeaufforderung

So beheben Sie Probleme bei der Befehlsausführung

So beheben Sie Probleme in der Eingabeaufforderung. ©istockphoto.com/AnaBGD

Die wirksamsten Funktionen werden oft im schwarzen Fenster der Eingabeaufforderung eingegeben.
Das Wichtigste im Befehlszeilen-Modus ist die korrekte Eingabe. Wenn alles stimmt und nach dem Druck der Enter-Taste die Meldung dennoch lautet: „Der Befehl ist entweder falsch geschrieben oder konnte nicht gefunden werden“, stellt sich die Frage, woran das liegt.
Path-Variable kontrollieren:
Starten Sie wie gewohnt die Eingabeaufforderung, beispielsweise durch gleichzeitiges Drücken der Windows-Taste und der Taste R, der Eingabe cmd und einem Klick auf „OK“. Dann geben Sie einen Befehl ein, beispielsweise ipconfig, um die Konfiguration der Netzwerkadapter zu überprüfen. Wenn solch ein Befehl nicht richtig ausgeführt werden kann und eine Fehlermeldung erscheint, liegt dies oft daran, dass die Programmdatei einfach nicht gefunden wird. Damit Windows die wichtigsten Befehle findet, die für Funktionen im Betriebssystem zuständig sind, gibt es sogenannte Suchpfade, deren Variablen beim Start von Windows gesetzt werden.
An diesen Suchpfaden orientiert sich Windows, wenn ein Programm gesucht werden muss, da es sich nicht im momentan geöffneten Ordner befindet. Die Konsequenz ist, dass Windows nach gesuchten Programmen nur in den Ordnern automatisch Ausschau hält, die in den Suchpfaden vorkommen. Wohin aber weisen die Suchpfade? Welche Ordner in dieser Suchvorgabe enthalten sind, können Sie in der Eingabeaufforderung direkt überprüfen, indem Sie den Befehl path eingeben und die Enter-Taste drücken. In der Bildschirmanzeige sehen Sie die aktiven Pfade. Achten Sie hierbei insbesondere auf den Ordner „System32“, in dem die meisten Dateien für Windows-Befehle gespeichert sind, die Sie im Eingabefenster brauchen. Ein typischer Pfadeintrag zu diesem Ordner hat die Form: C:\Windows\System32 (wobei Groß-/Kleinschreibung bei Windows unerheblich ist).
Sollte der Pfad zum Ordner „System32“ fehlen, ergänzen Sie ihn, indem Sie an der Eingabeaufforderung eingeben path=%path%;c:\windows \system32 und anschließend mit der Enter-Taste bestätigen. Hierbei sorgt die Eingabe %path% dafür, dass die bereits angelegten Pfade übernommen werden. Nach dem Semikolon hängt die Eingabe c:\windows\system32 den zusätzlichen Suchpfad an die bestehenden Pfade an. Daraufhin kontrollieren Sie noch einmal mit path und einem Druck auf die Enter-Taste, ob die Pfadergänzung auch wie gewünscht erfolgt ist. Nun sollte es gleichfalls mit den Systembefehlen klappen, die im Fenster der Eingabeaufforderung eingegeben werden.
Systemvariablen setzen:
Sollte der Fehler häufiger vorkommen, dass Systembefehle nicht gefunden werden, empfiehlt es sich zu überprüfen, ob die entsprechende Umgebungsvariable richtig gesetzt ist. Bei Windows Vista oder Windows 7 klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf „Computer“ und dann auf „Eigenschaften ➞ Erweiterte Systemeinstellungen ➞ Erweitert“. Bei Windows XP klicken Sie im Startmenü mit der rechten Maustaste auf „Arbeitsplatz“, dann auf „Eigenschaften ➞ Erweitert“.
Nun folgt ein Klick auf „Umgebungsvariablen“ und hier in der Liste der „Systemvariablen“ ein Doppelklick auf den Eintrag „Path“. Drücken Sie die Taste Ende, sodass die Einfügemarke am Ende des Eingabefelds „Wert der Variablen“ steht, und geben Sie ein Semikolon und dann den Pfad zum Ordner „System32“ ein, beispielsweise ;C:\Windows\System32 Bestätigen Sie die Eingabe mit einem Klick auf „OK“ und schließen Sie die geöffneten Dialogfenster ebenfalls mit „OK“. Dann starten Sie den PC neu. Nun sollte bei der Überprüfung der Path-Variablen wie oben beschrieben auch der von Ihnen manuell ergänzte Systempfad dabei sein, und somit dürfte der Ausführung von Systembefehlen nichts mehr im Wege stehen.
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