17.01.2013, 14:23

Heinrich Puju

Windows XP, Vista, 7

Feste Buchstaben an USB-Sticks vergeben

USB-Sticks kann man feste Laufwerksbuchstaben zuordnen. Wir zeigen, wie's geht. ©istockphoto.com/yykkaa

Windows vergibt Laufwerksbuchstaben oft nach Belieben, wenn ein USB-Speicher angeschlossen wird. Das lässt sich aber ändern. So weisen Sie Sticks feste Zeichen zu.
Glückssache, ob das angesteckte USB-Laufwerk wieder unter dem gleichen Buchstaben wie zuvor verfügbar ist. Das macht den Zugriff schwerer und ist ärgerlich, wenn Programme stets auf das gleiche Laufwerk zugreifen sollen. Feste Laufwerkskennungen wären hier die Lösung. Doch ihre Konfiguration ist in Windows nicht vorgesehen. In diesem Fall hilft der USB Drive Letter Manager (USBDLM) weiter, dessen private Nutzung kostenlos ist. So lassen sich USB-Medien dann über ihre Datenträgernamen erkennen und automatisch mit den immer gleichen Laufwerksbuchstaben fest verbinden.
Installation: Starten Sie den Windows Explorer, legen Sie auf Laufwerk C: mit „Neuer Ordner“ (bei Windows XP „Neuen Ordner erstellen“) einen Ordner an und benennen Sie ihn beispielsweise Tools. Kopieren Sie den USB Drive Letter Manager aus dem Internet in diesen Ordner. Achten Sie hierbei darauf, dass Sie je nach der eingesetzten Windows-Version usbdlm (32 Bit) oder usbdlm_x64 (64 Bit) als entsprechende Zip-Datei laden. Entpacken Sie das Dateiarchiv im neuen Ordner Tools. Dies geht zum Beispiel, indem Sie das Dateiarchiv mit einem Doppelklick öffnen, dann „USBDLM“ mit einem Mausklick markieren und mit gleichzeitigem Druck der Taste Strg und der Taste C kopieren.
Wechseln Sie nun in den Ordner Tools und fügen Sie den kopierten Ordner „USBDLM“ mit gleichzeitigem Druck der Tasten Strg und V ein. Die Dateien werden dabei automatisch am neuen Speicherziel extrahiert. Öffnen Sie nun den extrahierten Ordner „USBDLM“ mit einem Doppelklick auf seinen Namen. Um das Programm USB Drive Letter Manager zu installieren, klicken Sie doppelt auf
„_install“ und bejahen gegebenenfalls die Abfrage der Benutzerkontensteuerung. Nun können Sie für das Programm – das künftig automatisch mit Windows gestartet wird – Vorgaben für USB-Speicher machen, die mit dem PC verbunden werden.
Konfiguration: Um den USB Drive Letter Manager zu konfigurieren, müssen Sie eine Initialisierungsdatei anlegen. Das geht am einfachsten, indem Sie die mitgelieferte Beispieldatei „USBDLM_sample“ kopieren, umbenennen und bearbeiten. Klicken Sie per rechter Maustaste in dem Ordner „USBDLM“ auf den Dateinamen „USBDLM_sample“ und ziehen Sie die Datei mit gedrückter rechter Maustaste auf einen freien Platz im gleichen Ordner. Hier geben Sie die Maustaste frei und klicken im Menü auf „Hierher kopieren“. Klicken Sie die so duplizierte Datei „USBDLM_sample – Kopie“ per rechter Maustaste an und wählen Sie im Menü „Umbenennen“. Nun löschen Sie – beginnend am Ende des Dateinamens durch Drücken der Rücktaste – die ergänzende Benennung „_sample – Kopie“, bis nur „USBDLM“ als Dateiname übrig bleibt, und drücken die Enter-Taste.
Um die Initialisierungsdatei zu bearbeiten, klicken Sie die so angelegte Datei „USBDLM“ mit rechts an und wählen im Menü „Öffnen mit ➞ Editor“. Die Datei ist in Bereiche gegliedert. Unter „[DriveLetters]“ geben Sie an, welche Buchstaben für USB-Laufwerke automatisch zur Verfügung stehen. Darunter im Bereich „[NetworkLetters]“ tragen Sie Laufwerksbuchstaben ein, die für andere Laufwerke reserviert bleiben – etwa für Netzwerkordner – und nie an USB-Speicher vergeben werden sollen. Um einem USB-Speichermedium stets den gleichen Laufwerksbuchstaben zuzuordnen, müssen Sie es eindeutig erkennbar machen. Das geht, indem Sie das USB-Speichermedium benennen. Auf diesen Namen kann dann der USB Drive Letter Manager zugreifen und ihm immer denselben Laufwerksbuchstaben geben.
Speichermedien identifizieren: Damit der USB Drive Letter Manager das Speichermedium erkennt, müssen Sie in der geöffneten Initialisierungsdatei einen neuen Abschnitt einrichten. Setzen Sie die Einfügemarke an das Ende des vorhandenen Inhalts, indem Sie die Taste Strg und die Taste Ende drücken. Dann setzen Sie mit der Enter-Taste eine Absatzschaltung und geben als Bezeichnung für den neuen Abschnitt [DriveLetters10] ein.
Im Anschluss daran tippen Sie in einem neuen Absatz VolumeLabel1= und den Namen ein, mit dem das Speichermedium benannt ist, beispielsweise die Farbe des USB-Sticks Rot. Im dritten und letzten Absatz des Abschnitts benennen Sie mit Letter= den Laufwerksbuchstaben, beispielsweise R. Genauso können Sie nun für weitere USB-Sticks Laufwerksbuchstaben festlegen, wobei Sie den Abschnittsnamen neue Nummern geben. Zwei Zuordnungen sehen dann beispielsweise so aus:
[DriveLetters10]
VolumeLabel1=Rot
Letter=R
[DriveLetters20]
VolumeLabel1=Silber
Letter=S

Nachdem Sie alle USB-Sticks, die einen eigenen Laufwerksbuchstaben erhalten sollen, namentlich eingetragen haben, speichern Sie die Initialisierungsdatei mit „Datei ➞ Speichern“ und schließen sie mit einem Klick auf das Schließkreuz. Wenn Sie nun einen der bezeichneten USB-Speicher mit dem PC verbinden, wird ihm stets der vorgegebene Laufwerksbuchstabe zugeordnet.
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