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Keine Tippfehler in der Kommandozeile

15.03.2011 | 11:01 Uhr

Kommandozeilen-Befehle funktionieren nicht immer so, wie man es erwartet. Oftmals werden lange Eingaben nur mit einem Fehler belohnt. So lösen Sie das Problem.

Die meisten Fehler beim Eingeben von Kommandozeilen-Befehlen entstehen in der Regel beim Wechseln des Benutzerverzeichnisses durch die Systemvariable %userprofile% , dort Datei-Operationen auszuführen. Beispiel: Mit rd %userprofile%\ Desktop\Ordnername soll ein Ordner auf der Windows-Oberfläche gelöscht werden ( rd steht für "remove directory", deutsch: "entferneVerzeichnis"). Manchmal erscheinen dann nur die Meldungen: „Das System kann die angegebene Datei nicht finden“.
 
Das Missverständnis lässt sich in der Regel schnell aufklären: Fehlerursache ist ein mehrteiliger Windows-Anmeldename mit Leerzeichen, beispielsweise Vor- und Nachname. Also enthält auch der Name des Benutzerkonto- Verzeichnisses Leerzeichen zwischen den Namensteilen. Die Systemvariable %userprofile% löst den Pfad dann zwar beispielsweise in C:\Users\Hugo Habicht richtig auf. Das Leerzeichen im Pfadnamen bringt aber Kommandozeilen-Befehle wie rd aus dem Tritt. Denn die erwarten hinter einem Leerzeichen zusätzliche Anweisungen und Schalter, die die Aufgabe konkretisieren. Fürs Löschen sind das etwa Pfad und Namen des Ordners, der gelöscht werden soll, und der Schalter /S zum Entfernen von Unterverzeichnissen.
 
Folge: rd versucht, den Pfad „C:\Users\ Hugo“ zu finden, der aber nicht existiert. Das durch ein Leerzeichen abgetrennte „Habicht“ wird als ein weiterer Pfad zum Löschen interpretiert, der ebenfalls nicht vorhanden ist. Sie erhalten daher bei Windows 7 zwei Fehlermeldungen. Windows XP liefert beim gleichen Befehl sogar drei, weil hier C:\Dokumente und Einstellungen\ Hugo Habicht mit drei Leerzeichen übergeben wird.
 
Lösung des Problems: Setzen Sie die Pfadangabe mit Systemvariable in Anführungszeichen. Das sieht im Beispielbefehl also so aus:
 
rd „%userprofile%\Desktop\[Ordnername]“
 
Dadurch behandelt der Befehl den Pfad als zusammenhängende Zeichenkette, und das Leerzeichen führt zu keinem Fehler.
 
Tipp: Sie  sollten beim Windows-Anmeldenamen nicht nur auf Leerzeichen, sondern auch auf deutsche Sonderzeichen wie „ä“, „ü“, „ö“ und „ß“ verzichten. Besonders englischsprachige Programme rechnen oft nicht mit derartigen Zeichen und arbeiten dann möglicherweise fehlerhaft.

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