Windows Tipps & Tricks

Festplatten-Cache für USB-Speichermedien einschalten

Mittwoch den 27.02.2013 um 11:25 Uhr

von Heinrich Puju

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© istockphoto.com/greg801
Mit dem Schreibcache beschleunigt Windows eingebaute Festplatten. Das funktioniert auch bei USB-Speichermedien.
Allerdings kann es bei einem aktiven Schreibcache – etwa bei einem Stromausfall – zu Datenverlusten kommen (siehe Kasten „So funktioniert Cache“). Nicht zuletzt wegen der geringeren Gefahr eines plötzlichen Stromverlusts bei Notebooks aufgrund des eingebauten Akkubetriebs bieten sich USB-Speichermedien – beispielsweise USB-Sticks und Speicherkarten – für diese Schreibcache-Funktion an. Sie sollten diese Medien dann jedoch nicht mehr einfach vom Rechner trennen, sondern dafür immer die Funktion „Hardware sicher entfernen“ verwenden. Damit vermeiden Sie Datenverlust.

Schreibcache einschalten: Um den Schreibcache für USB-Medien zu aktivieren, öffnen Sie die Systemsteuerung, indem Sie die Windows-Taste und die Taste Pause betätigen. Bei Windows XP klicken Sie im Dialogfenster „Systemeigenschaften“ auf die Registerkarte „Hardware“ und hier auf „Geräte-Manager“, bei Windows Vista und Windows 7 im geöffneten Fenster in der Navigationsspalte auf „Geräte-Manager“; die nachfolgende Sicherheitsabfrage bestätigen Sie.

Im Geräte-Manager können Sie nicht nur für Festplatten,
sondern auch für USB-Speichermedien den beschleunigenden
Schreibcache einschalten.
Vergrößern Im Geräte-Manager können Sie nicht nur für Festplatten, sondern auch für USB-Speichermedien den beschleunigenden Schreibcache einschalten.

Im Fenster des Geräte-Managers klicken Sie doppelt auf den Eintrag „Laufwerke“, um die identifizierten Medienanschlüsse aufzulisten. Hierbei sind Festplatten mit dem Namenszusatz „ATA Device“ gekennzeichnet, USB-Speichermedien und Steckplätze von Kartenlesegeräten durch die Ergänzung „USB-Device“. Um den Schreibcache für ein USB-Gerät einzuschalten, klicken Sie dessen Namen mit der rechten Maustaste an und wählen im Menü „Eigenschaften“. Im Dialogfenster klicken Sie dann auf die Registerkarte „Richtlinien“ und hier auf „Bessere Leistung“. Schließen Sie das Fenster jetzt mit einem Klick auf „OK“.

Medienwechsel: Nun wird für das Speichermedium der Schreibcache verwendet. Das heißt, Speichervorgänge landen zunächst im RAM und dann erst auf dem Speichermedium. Diesen Aspekt müssen Sie bei Wechselmedien besonders in Betracht ziehen. Denn bevor Sie ein durch Schreibcache beschleunigtes USB-Medium vom Rechner entfernen, müssen Sie sicherstellen, dass der letzte Speichervorgang auch abgeschlossen ist. Dazu klicken Sie im Infobereich der Taskleiste auf das Symbol „Hardware sicher entfernen“ und anschließend auf den Namen des USB-Mediums, das Sie auswerfen wollen. Erst wenn die Sprechblase „Hardware kann jetzt entfernt werden“ über der Taskleiste erscheint, sollten Sie den beschleunigten USB-Speicher entnehmen.

So funktioniert Cache
Der Schreibcache sorgt dafür, dass Daten erst im schnellen RAM-Speicher gepuffert und dann auf den langsameren Speicher des Speichermediums übertragen werden. Auf diese Weise wird der Zugriff nicht durch Schreibvorgänge ausgebremst. Allerdings gehen bei einem Absturz des Rechners oder bei Stromausfall alle noch nicht gespeicherten Daten verloren. Schließlich befinden sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf dem sicheren Speichermedium, sondern lediglich im flüchtigen Arbeitsspeicher, der seinen Inhalt beim Ausschalten des Rechners verliert. So kann es bei unvollständigen Speichervorgängen zu beschädigten Dateien kommen, wovon ebenfalls Dateiversionen betroffen sein können, die bereits einmal vollständig und korrekt gespeichert wurden.

Mittwoch den 27.02.2013 um 11:25 Uhr

von Heinrich Puju

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