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Fernwartung leicht gemacht - mit Ultra VNC

Freitag den 25.11.2011 um 10:26 Uhr

von Stephan Mayer

Bildergalerie öffnen Fernwartung mit Ultra VNC.
© iStockphoto.com/Alexsl
Remote-Control-Zugriffe auf den PC eines Freundes oder Kunden benötigen oft mühsame Vorbereitung. Nicht so mit Ultra VNC. Wir zeigen, wie Sie das Tool optimal nutzen.
Die Standardantwort „Ich schaue vorbei, wenn ich Zeit habe“ können Sie sich sparen, wenn Sie mit Ultra VNC arbeiten und sich eine eigene Konfiguration der Software aus dem Internet laden, welche die Verbindung zu Ihnen anfordert. Dieses Verfahren hat zwei Vorteile: Der Anfragende hat es in der Hand, ob und wann er um Hilfe anfragt. Sie können sich nicht ohne Genehmigung mit seinem Rechner verbinden. Überdies müssen Sie nicht an einem fremden Router die Port-Weiterleitung für den Fernzugriff konfigurieren.

Vielmehr müssen Sie sie nur auf Ihrem Router einrichten, was für Sie als Technikkenner kein Problem darstellen sollte (TCP 5500 extern und TCP 5500 intern: Ihre IP-Adresse). Ultra VNC gibt es als 32- und als 64-Bit-Programm. Die erste Variante läuft bei allen NT-basierenden Windows-Versionen, also bis hin zu Windows NT.

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Nach dem Doppelklick auf „Internet support“ fordert der
Hilfesuchende eine Verbindung mit dem PC des Helfers an. Der Helfer
kann dann den Fern-PC steuern, als säße er davor.
Vergrößern Nach dem Doppelklick auf „Internet support“ fordert der Hilfesuchende eine Verbindung mit dem PC des Helfers an. Der Helfer kann dann den Fern-PC steuern, als säße er davor.

So geht’s:
Zunächst müssen Sie sich ein Benutzerkonto und eine dynamische Internetadresse bei einem der üblichen Dynamic-DNS-Anbieter einrichten, beispielsweise bei dyndns.com . Anschließend installieren Sie die aktuelle Version von Ultra VNC für Ihre Windows-Variante. Folgen Sie dabei dem englischspachigen Installationsassistenten. Wenn Sie Ihren Rechner nicht fernsteuern wollen, beantworten Sie die Frage, ob Sie den Ultra-VNC-Server als Windows-Systemdienst registrieren wollen, mit „nein“.

Danach kopieren Sie das neue Symbol „UltraVNC Viewer“ auf der Windows-Oberfläche und benennen die Kopie in „UltraVNC Viewer – Listen-Mode“ um. Diese klicken sie dann mit der rechten Maustaste an und wählen im neuen Menü „Eigenschaften“. Im folgenden Fenster tragen Sie bei „Ziel“ C:\Program Files\UltraVNC\vncviewer.exe“ --listen ein. Danach öffnen Sie im Internet-Browser die Ultra-VNC-Seite , laden von dort die Datei „custom.zip“, entpacken sie und löschen dann die Dateien „rc4.key“ und „custom.zip“.


Anschließend öffnen Sie die Datei „helpdesk.txt“ per Doppelklick und ersetzen im Textfenster die Beispiel-IP-Adresse in den beiden ersten Abschnitten durch Ihre Dyn-DNS-Adresse. Dann speichern Sie die Datei und packen alle Dateien wieder zu „custom.zip“. Anschließend öffnen Sie wieder die Ultra-VNC-Internetseite, führen die Maus auf „Downloads“, klicken im darunter erscheinenden Menü auf „Single Click“ und auf der nächsten Seite auf „Single Click downloads“. Im dann erscheinenden Formular füllen Sie den dritten Abschnitt „UltraVncSC Update 2009“ aus: „Benutzer:“ foo, „Passwort:“ foobar.

Dann klicken Sie auf „Datei hinzufügen“, wählen die von Ihnen erzeugte Datei „custom.zip“ auf der Festplatte Ihres Computers aus und übertragen sie per Klick auf „Upload“ zur Ultra-VNC-Internetseite. Kurz danach können Sie über „File custom.exe can be downloaded“ den individuellen Ultra-VNC-Server laden. Diese Datei lassen Sie dem Hilfesuchenden zukommen, der sie nur zu starten braucht. Läuft Ihr Ultra-VNC-Client im „Lauschmodus“, starten Sie die Verbindung, indem Sie die Anfrage mit „OK“ beantworten.

Freitag den 25.11.2011 um 10:26 Uhr

von Stephan Mayer

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