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Einfrieren des Explorers verhindern

19.07.2010 | 11:01 Uhr |

Netzwerklaufwerke sind im Arbeitsalltag durchaus nützlich, jedoch kommt es nicht selten vor, dass ein Links- oder Rechtsklick auf das entsprechende Symbol im Explorer mehrere Sekunden Ladezeit nach sich zieht.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Diese Verzögerung ist immer dann der Fall, wenn das Netzlaufwerk aktuell nicht erreichbar ist. Windows versucht dann hartnäckig hinter dem fehlerhaften Link doch noch ein Stück Software zu finden – ein fast immer zum Scheitern verurteiltes Vorhaben. Ähnliches passiert auch, wenn Sie Netzfreigaben in Windows dauerhaft als Laufwerk verbinden. Unangenehme Nebenwirkung bei beidem ist die Prozessblockierung während dieser Suchzeit, die den Benutzer sekundenlang zum Abwarten zwingt.

Verbindung von Netzlaufwerken lösen: Das feste Verbinden von Netzlaufwerken bringt heutzutage kaum noch Vorteile – abgesehen vom Symbol im Arbeitsplatz und eventuell kürzeren Pfadnamen. In der Regel ist es daher besser eine feste Laufwerkverbindung mit UNC-Namen (\\...) zu umgehen und Verknüpfungen mit häufig benutzten Ordnern zu erstellen (z.B. „\\Nas\Bilder“). Wer die Symbole dazu im Arbeitsplatz sehen möchte, kann diese mit einer Batch-Datei im Autostart-Ordner nach folgendem Muster hinzufügen:

net use n: \\nas\musik
/persistent:no /user:Benut
zer kennwort

Defekte Verbindungen finden: Haben Sie über das Kontextmenü einer Datei oder eines Ordners (oder per Doppelklick darauf) eine Funktion ausgelöst, die den Explorer blockiert, kann auch dieses Problem behoben werden.

Finden Sie zunächst die entsprechende Datei-Endung heraus. Diese Endung ist in der Registry (Regedit) unter „Hkey_Classes_Root“ (HKCR) über den Eintrag „(Standard)“ mit einem Dateityp verknüpft, den Sie ebenfalls unter HKCR finden. Dort klappen Sie den Schlüssel „Shell“ auf, und Sie sehen die einzelnen Kontextmenü-Funktionen als Unterschlüssel. In jedem dieser Unterschlüsselgibt es einen Command-Schlüssel, in dessen Standard-Zeichenfolge der eigentliche Befehl steht. Suchen Sie hier den fehlerhaften UNC-Pfad (beginnend mit „\\“), und korrigieren Sie ihn. Alternativ können Sie den Schlüssel auch löschen.

Übrigens: Handelt es sich bei dem auslösenden Objekt um einen Ordner, dann öffnen Sie stattdessen die HKCR-Schlüssel „Directory“ und „Folder“.

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