575322

Den Befehlszeilenmodus von WinRAR nutzen

17.09.2010 | 11:01 Uhr |

Das Komprimierungstool WinRAR kennen viele PC-Nutzer als praktischen Platzsparer im Alltag. Wer es jedoch als Backuptool verwenden will, kommt an speziellen Kommandozeilenbefehlen kaum herum. Wir zeigen Ihnen wie man die komplexen Eingaben problemlos anwendet.

Anforderung:

Profi

Zeitaufwand:

Gering

Lösung:

Hartnäckig hält sich die Legende, Winrar.exe sei das Programm mit der grafischen Benutzerführung und die ebenfalls beiliegende Rar.exe das ergänzende Kommandozeilen-Tool für Batchdateien. Das ist aber nicht richtig: Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, akzeptiert auch WinRAR die Parameter zur Dateiselektion und Archivwahl. Ein Beispiel:

[win]rar a -r -n*.doc -n*.jpg D:\Docs+Pics.rar D:\Artikel

Dieser Befehl archiviert („a“) alle DOC- (-n*.doc) und JPG-Dateien (-n*.jpg) aus dem Ordner D:\Artikel einschließlich aller Unterordner (-r) in das RAR-Archiv D:\ Docs+Pics. Ob Sie diese Aufgabe WinRAR oder Rar übergeben, macht keinen Unterschied – nur die Fortschrittsanzeige ist im ersten Fall grafisch, im zweiten Fall eine Dateiliste auf Kommandozeile. Rar und WinRAR lassen bei der Dateiauswahl keine Wünsche offen. Noch ein kleines Beispiel:

[win]rar m -r –to180d –os -n*.doc D:\Old_Docs.rar D: \Artikel

Der Befehl verschiebt („m“) alle DOC-Dateien (-n*.doc) aus dem Ordner D:\Artikel einschließlich aller Unterordner (-r) in das RAR-Archiv D:\Old_Docs, sofern diese älter als 180 Tage sind („-to90d“ – time older than 180 days). Eventuelle NTFSStreams werden mitgesichert („-os“). Sich die passende Befehlszeile zu erarbeiten, erscheint zunächst mühsam. Mittelfristig ist dieser Weg aber komfortabler, als sich die Optionen immer wieder neu auf der Oberfläche zusammenzuklicken.

0 Kommentare zu diesem Artikel
575322