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Defekte Treiber im Systemstart identifizieren

01.07.2010 | 11:01 Uhr |

Treiber sind die Software-Schnittstelle zwischen Betriebssystem und Hardware. Ein veralteter oder kaputter Treiber kann somit den Systemstart erheblich verlangsamen. Daher wäre es nützlich zu wissen ob dies wirklich der Fall ist und welcher Treiber genau für das Problem verantwortlich ist.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Lösung:

Process Montior aus der Sysinternals Suite
Vergrößern Process Montior aus der Sysinternals Suite
© 2014

Um herauszufinden ob ein langsamer Systemstart als Ursache fehlerhafte Treiber haben kann, muss zunächst der komplette Startvorgang von Windows protokolliert werden. Hierzu laden Sie sich das Tool Process Monitor (Procmon.exe) aus der englischsprachigen Sysinternals Suite herunter.

Schritt 1: Starten Sie das Tool und klicken Sie zunächst auf die Lupe, um die Überwachung zu stoppen. Dann wählen Sie „Options, Enable Boot Logging“und starten den PC neu. Anschließend rufen Sie das Tool wieder auf und folgen der Anweisung. Die nun erstellte Protokolldatei ist meist mehrere hundert Megabytes groß, da Process Monitor jeden einzelnen Prozess und Registry-Zugriff genauestens notiert hat, der beim Booten stattgefunden hat.

Schritt 2: Damit Sie keine Kopfschmerzen vom Suchen nach dem richtigen Eintrag bekommen, benutzt man hier am Besten die Filterfunktion. Drücken Sie dazu [Strg]-[L], markieren die Zeile „Process Name is System Exclude“ und klicken auf „Remove“. Dann wählen Sie in den Dropdown- Feldern ganz oben im Dialog „Process Name“, „is“, „System“ und „Include“ und klicken auf „Add“. Dadurch bekommen Sie ausschließlich die Aktivitäten des Systemprozesses angezeigt, die für das Laden der Treiber verantwortlich sind.

Nun schränken Sie die Liste weiter ein, indem Sie lediglich Zugriffe auf Treiber anzeigen lassen, also Dateien mit der Endung SYS. Dazu wählen Sie abermals in den Drop-down Feldern „Path“, „ends with“, „.sys“, „Include“ und klicken auf „Add“ und „OK“.

Schritt 3: Obwohl Sie die Liste deutlich eingegrenzt haben, sind immer noch ein paar tausend Zeilen übrig, die Sie jetzt überfliegen müssen. Am wichtigsten ist die zweite Spalte, „Time of Day“. Sollten zwischen zwei aufeinanderfolgenden Einträgen mehr als 10 Sekunden vergangen sein, haben Sie im ersten Eintrag vermutlich den Verursacher gefunden. Lesen Sie dann in der Spalte „Path“ den Dateinamen des Treibers ab und geben Sie ihn bei Google ein. So finden Sie heraus, um welches Gerät es sich handelt.

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