Windows Tipps & Tricks

Defekte Windows-Systemdateien suchen und reparieren

Dienstag den 26.02.2013 um 11:25 Uhr

von Heinrich Puju

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Mitunter führen fehlerhafte Systemdateien zu ärgerlichen Abstürzen. Besser ist es, von Zeit zu Zeit zu kontrollieren, ob die Systemdateien intakt sind und sie – falls nötig – wieder in Ordnung zu bringen.
Wenn Sie über Administratorrechte verfügen, können Sie mithilfe einer speziellen Überprüfungs-Software die geschützten Systemdateien von Windows durchsuchen, auf Änderungen der Versionen kontrollieren und gegebenenfalls wiederherstellen.

Testlauf: Wenn bei der Kontrolle Abweichungen zur Originalversion entdeckt werden sollten, installiert das Programm automatisch wieder die Originalversion, die normalerweise im Cache-Ordner von Windows zwischengespeichert ist. Allerdings kann es erforderlich sein, dass Sie die Originaldatenträger von Windows zur Verfügung haben, für den Fall, dass Windows die benötigten Dateien nicht im Cache-Ordner findet. Da Sie das Systemdatei-Überprüfungsprogramm in der Eingabeaufforderung starten müssen, öffnen Sie dazu zunächst einmal das Startmenü.

In der Eingabeaufforderung können Sie mit dem Befehl sfc
/scannow Windows auf fehlerhafte Systemdateien überprüfen und
reparieren.
Vergrößern In der Eingabeaufforderung können Sie mit dem Befehl sfc /scannow Windows auf fehlerhafte Systemdateien überprüfen und reparieren.

Bei Windows XP klicken Sie im Startmenü auf „Ausführen“, geben nun ins Eingabefeld cmd ein und klicken auf „OK“. Bei Windows Vista und 7 geben Sie in das Suchfeld cmd ein und klicken dann oben im Startmenü den Eintrag „cmd“ mit der rechten Maustaste an, um die Eingabeaufforderung daraufhin mit einem Klick auf „Als Administrator ausführen“ aufzurufen. Bei Windows 8 öffnen Sie Windows Charm Bar, beispielsweise indem Sie die Windows-Taste sowie die Taste C gleichzeitig drücken, und klicken hier auf das Suchen-Symbol. In das Suchfeld geben Sie jetzt cmd ein, klicken darunter auf „Apps“ und markieren danach in der linken Bildschirmhälfte das Symbol „Eingabeaufforderung“ per Klick der rechten Maustaste. In der Menüleiste am unteren Bildschirmrand starten Sie die Eingabeaufforderung nun mit einem Klick auf das Symbol „Als Admin ausführen“.

Bestätigen Sie gegebenenfalls die Sicherheitsabfrage. Tippen Sie nun bei allen vier Windows-Versionen im Fenster der Eingabeaufforderung den Befehl sfc /scannow ein und drücken Sie danach die Enter-Taste. Windows überprüft nun alle Systemdateien, was länger als eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Währenddessen können Sie jedoch weiterarbeiten. Den Fortschritt zeigt Windows XP in einem Dialogfenster an, während Windows Vista, 7 und 8 den Fortgang und Abschluss in der Eingabeaufforderung dokumentieren. Wenn Windows am Ende meldet, dass keine Integritätsverletzungen gefunden wurden, ist alles in Ordnung. Mit der Eingabe von exit und dem Drücken der Enter-Taste beenden Sie nun den Kontrolllauf und schließen die Eingabeaufforderung.

Dienstag den 26.02.2013 um 11:25 Uhr

von Heinrich Puju

Kommentieren Kommentare zu diesem Artikel (2)
  • deoroller 13:05 | 22.08.2014

    Wenn man eine Datensicherung hat, bietet die sich an, um wieder einen sicheren Systemzustand zu erlangen und den sfc-Befehl muss man dann auch nicht mehr anwenden. Ich erlebe das immer wieder: Mit einer brauchbaren Datensicherung in der Hinterhand, pfeife ich auf die Tricks und Kniffe, die das System wieder geradebiegen sollen.

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  • Schraubendreher 12:56 | 22.08.2014

    Vorsicht mit "sfc /scannow"

    Wie bei allen Arbeiten am Betriebssystem sollte unbedingt vor dem Einsatz von "sfc" eine Datensicherung - zumindest des Windows-Verzeichnisses - durchgeführt werden. Am besten macht man dies über ein externes Betriebssystem wie Bart PE oder Linux.

    Falls bei "sfc /scannow" das Einlegen der Installations-CD/-DVD gefordert wird und diese aber nicht auf dem neuesten Stand der Updates / svp's ist, kann es passieren, das Windows nach dem Scan nicht mehr startet.

    Bei Windows XP bevorzuge ich daher die Reparatur-Installation mit einer XP-svp3-Installations-CD.
    Fortgeschrittene PC-Nutzer können diese noch mit den aktuellsten Sicherheitsupdates patchen.

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