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Backup: Linux-Fileserver gegen Abstürze sichern

25.07.2011 | 11:45 Uhr |

Auch wenn Linux unter Fans als sicherer gilt als Windows, sollten Sie bei einem Linux-Fileserver als Netzwerk-Zentrale nicht auf regelmäßige Datensicherung verzichten.

Auch Linux ist weder vor Hardware-Defekten noch vor versehentlichen Lösch-Mausklicks der (Netzwerk-)Nutzer gefeit. Zur Einrichtung eines Backups brauchen Sie nicht einmal Spezial-Software. Eine einfache Script-Datei reicht. Alles, was Sie für deren Erstellung und die anschließenden Datensicherung brauchen, haben alle Linux-Distributionen bereits an Bord. Damit können Sie beispielsweise alle E-Mail- und Arbeitsdateien automatisch sichern.

Ein Linux-Server bietet hier den Vorteil gegenüber Windows-Systemen, dass er das Backup auch dann anfertigt, wenn Dateien noch offen sind. Also beispielsweise auch dann, wenn Sie während der Datensicherung an Ihrem PC noch mit Dokumenten aus dem Arbeitsverzeichnis auf dem Server arbeiten. Das kleine Bash-Script vergibt zudem mittels Datum- und Zeit-Variable Dateinamen mit Zeit und Datum als Bestandteile. Dadurch lassen sich im Fehlerfall leicht die richtigen Dateiversionen wiederfinden.

Gefährliche Windows-Dienste abschalten

Konfiguration: Öffnen Sie in Gnome oder KDE ein Terminal. Sollte der Server ohne grafische Oberfläche laufen, genügt die Anmeldung. Tippen Sie das untenstehende Script in ein Linux-Textprogramm wie vi oder pico ein. Oder laden Sie das kommentierte Script aus dem Internet . Die nach Ihren Anforderungen bearbeitet Datei speichern Sie dann unter dem Namen backup.sh im „bin“-Unterverzeichnis Ihres Home-Verzeichnisses. Anschließend öffnen Sie mit dem Befehl crontab –e die Tabelle der so genannten Cronjobs und fügen diese Zeile hinzu, wobei Sie <user> durch Ihren Benutzernamen ersetzen müssen:
0 0 * * * /home/<user>/bin/backup.sh

Bitte beachten: Das Script müssen Sie im Variablen-Teil an die Verzeichnisstruktur Ihres Servers anpassen. Wenn Sie es nicht bearbeiten, beendet es sich mit einer Fehlermeldung. Falls in den Verzeichnis-Variablen ein Leerzeichen enthalten ist, müssen Sie vor jedes Leerzeichen einen umgekehrten Schrägstrich \ („Backslash“) setzen.

Nachdem Sie die Variablen im Script angepasst haben und es ausführen, wechselt es zunächst in den Ordner mit den Originaldateien. Dann kopiert es alle Dateien und Ordner daraus in das Temp-Verzeichnis. Im nächsten Schritt wechselt es in dieses Verzeichnis und packt alles in ein tar.bz2-Archiv mit dem Namen „bak-aktuellesDatum_Uhrzeit.tar.bz2“ in Ihrem Sicherungs-Ordner. Im letzten Schritt wird dann noch die Zwischenkopie Ihres Originalordners gelöscht.

Tipps zur Datenrettung: So machen Sie es richtig

Hier nun das Script:

TIMESTAMP=`date +%Y%m%d_%H%M` ### Anfang Variablenteil ### tempdir=/Pfad/zu/einem/Temp/Verzeichnis/ bakdir=/Pfad/zu/den/Backup/Dateien/ orgdir=/Pfad/zu/den/Original/Dateien/ ### Ende Variablenteil ### cd „$orgdir“ cp -RPp * „$tempdir“ cd „$tempdir“ tar -cjf „$bakdirbak-${TIMESTAMP}.tar.bz2“ * rm -rf $tempdir/*

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