Windows XP/Virtual Box

Netzwerk konfigurieren

Donnerstag den 11.09.2008 um 10:55 Uhr

von Thorsten Eggeling

Virtual-Box-Netzwerk
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Sie haben Virtual Box installiert und wollen vom Gast-Rechner aus nicht nur auf das Internet, sondern auch auf das lokale Netzwerk zugreifen. Wir sagen Ihnen, wie das funktioniert.
Hierfür ist ein zusätzlicher Konfigurationsschritt nötig. Standardmäßig konfiguriert Virtual Box das Netzwerk im NAT-Modus (Network Adress Translation). Das Gast-System hat dann – beispielsweise über einen DSL-Router – Verbindung zum Internet. Es arbeitet jedoch in einem eigenen Adressbereich und ist daher vom Rest des Netzwerks abgeschottet. Das ist relativ sicher, denn Schad-Software kann sich so nicht über Netzwerkfreigaben verbreiten. Für den Datenaustausch mit dem Host-PC oder anderen Rechnern im Netz gibt es zwei Möglichkeiten.

Möglichkeit 1
Gemeinsame Ordner. Damit Sie diese Funktion nutzen können, müssen im Gast-System die Gast-Erweiterungen installiert sein („Geräte, Gasterweiterungen installieren“ in der laufenden virtuellen Maschine). Gehen Sie dann auf „Geräte, Gemeinsame Ordner“, und bestimmen Sie über die Schaltfläche mit dem Pluszeichen einen Ordner, den Sie für den Datenaustausch verwenden möchten. Das kann ein Ordner auf der Festplatte des Host-Rechners oder eine Freigabe auf einem anderen Rechner sein. Für mehr Sicherheit aktivieren Sie die Klickbox vor „Nur lesbar“. In einem Windows-Gast-System erreichen Sie die gemeinsamen Ordner danach im Explorer unter „Netzwerkumgebung, Gesamtes Netzwerk, Virtual Box Shared Folders“. Unter Linux hängen Sie das Verzeichnis mit „mount -t vboxsf “ ein.

Möglichkeit 2
Netzwerkbrücke. Wenn Sie den virtuellen PC in das Netzwerk integrieren möchten, müssen Sie das Netzwerk neu konfigurieren.

Schritt 1: Gehen Sie in Virtual Box auf die Registerkarte „Details“, und klicken Sie auf „Netzwerk“.

Schritt 2: Auf der Registerkarte „Adapter 0“ klicken Sie unter „Hostinterfaces“ auf die Schaltfläche mit dem Pluszeichen und bestätigen die folgenden Dialoge. Hinter „Angeschlossen an“ wählen Sie danach „Hostinterface“ und klicken auf „OK“.

Schritt 3: Gehen Sie jetzt im Host-System in der Systemsteuerung auf „Netzwerkverbindungen“. Markieren Sie hier (bei gedrückter ) die LAN-Verbindung und „VirtualBox Hostinterface 1“. Wählen Sie aus dem Kontextmenü „Verbindungen überbrücken“, und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Nach einem Neustart verhält sich das virtuelle System genau so wie ein zusätzlicher PC im Netzwerk, und Sie können wie gewohnt die Internet-Verbindung eines DSL-Routers nutzen und auf Netzwerkfreigaben zugreifen.

Donnerstag den 11.09.2008 um 10:55 Uhr

von Thorsten Eggeling

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