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Bootmenü per Maus bearbeiten

14.09.2007 | 11:26 Uhr |

Windows Vista installiert eine vollkommen neue Bootumgebung, die mit der textbasierten Boot.INI älterer Windows- Versionen nichts mehr zu tun hat. Als Bearbeitungswerkzeug für die neue „Boot Configuration Data“ dient das relativ kryptische Kommandozeilenprogramm Bcdedit.EXE. Wenn Sie Vista parallel zu anderen Windows-Versionen installieren und etwa die Bootreihenfolge zugunsten eines älteren Windows ändern möchten, stehen Sie vermutlich recht hilflos vor dem Hilfetext dieses Dienstprogramms. Inzwischen haben sich aber bereits einige Freeware-Autoren dieses Problems angenommen und übersichtliche grafische Tools zum Download bereitgestellt.

Anforderung:

Fortgeschrittener

Zeitaufwand:

Mittel

Problem:

Windows Vista installiert eine vollkommen neue Bootumgebung, die mit der textbasierten Boot.INI älterer Windows- Versionen nichts mehr zu tun hat. Als Bearbeitungswerkzeug für die neue „Boot Configuration Data“ dient das relativ kryptische Kommandozeilenprogramm Bcdedit.EXE. Wenn Sie Vista parallel zu anderen Windows-Versionen installieren und etwa die Bootreihenfolge zugunsten eines älteren Windows ändern möchten, stehen Sie vermutlich recht hilflos vor dem Hilfetext dieses Dienstprogramms. Inzwischen haben sich aber bereits einige Freeware-Autoren dieses Problems angenommen und übersichtliche grafische Tools zum Download bereitgestellt.

Lösung:

Wir empfehlen das englischsprachige Tool :Easybcd . Sie installieren es per Doppelklick. Wenn Sie es aufrufen, zeigt es zunächst den aktuellen Inhalt Ihres Bootmenüs an. Zu jedem System, das gebootet werden kann, sehen Sie den Namen, die „Bootconfiguration Data ID“ (eine eindeutige Nummer, die den Eintrag definiert), den Pfad zum Bootloader und bei Vista auch das Windows-Verzeichnis.

Einträge ändern: Wenn Sie neu festlegen wollen, welches System standardmäßig booten soll, falls Sie nichts anderes auswählen, klicken Sie auf „Configure Boot“. Neben „Default OS“ steht eine Drop-down- Liste, aus der Sie das neue Standardsystem wählen. Klicken Sie dann auf „Save Settings“. Sie können in diesem Dialog auch die Namen einzelner Einträge bearbeiten. Das ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn Sie Vista mehrmals installiert haben – diese Versionen erscheinen nämlich jeweils gleichlautend als „Windows Vista“ im Bootmenü. Wählen Sie dazu aus der Dropdown- Liste unterhalb von „Choose an OS to change the associated setting“ das System aus, das Sie umbenennen möchten, und geben Sie im Feld „Name“ die neue Bezeichnung ein (etwa „Vista Ultimate“). Ein Klick auf „Save Settings“ darunter speichert die Änderungen.

Einträge löschen oder ergänzen: Über die Schaltfläche „Add/Remove Entries“ gelangen Sie zu einem Dialog, in dem Sie vorhandene Einträge löschen oder neue hinzufügen können. Letzteres ist besonders dann praktisch, wenn ein bereits vorhandenes System bei der Installation von Vista nicht erkannt wurde (etwa Linux). Um einen Booteintrag zu ergänzen, wählen Sie zunächst die Systemgattung aus, die hinzugefügt werden soll (Windows, Linux/ BSD oder Mac-OS X). Dann wählen Sie den bereits installierten Bootloader für das Linux- System beziehungsweise die Windows- Version oder die Mac-OS-X-Plattform. Im letzten Schritt geben Sie einen Namen für den Eintrag sowie das Laufwerk an, auf dem es installiert ist, und klicken auf „Add Entry“.

Bootloader loswerden: Eine weitere Funktion finden Sie nach einem Klick auf die Schaltfläche „Manage Bootloader“. Wenn Sie Vista nämlich wieder von Ihrem PC verbannt haben, den Bootloader aber nicht loswerden, dann installieren Sie Easybcd einfach unter XP und klicken auf „Manage Bootloader“. Hier aktivieren Sie die Option „Uninstall the Vista Bootloader“ und klicken auf „Write“.

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