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Angepasste Setup-DVD erstellen

26.10.2007 | 13:20 Uhr |

Windows Vista zwingt dem Benutzer noch weit mehr als der Vorgänger XP Zusatzanwendungen und Komponenten auf. Wen das stört, der kann eine angepasste Setup-DVD erstellen. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

Anforderung:   Fortgeschrittener   
Zeitaufwand:   Hoch 

Problem:

Windows Vista zwingt dem Benutzer noch weit mehr als der Vorgänger XP Zusatzanwendungen und Komponenten auf. Wen das stört, der kann bereits vor der Installation mit der Freeware Vlite eingreifen und die Setup-Dateien der jeweiligen Vista-Version reduzieren. Außerdem können Sie schon vorab Einstellungen in puncto Optik oder Sicherheit treffen und Treiber einbinden, die für Ihre Hardware nötig sind. Das Tool ist noch im Betastadium, macht aber einen sehr ausgereiften Eindruck. Es stammt von dem Entwickler, der ein ähnliches Tool für Windows XP geschrieben hat. Dieses heißt Nlite .

Lösung:

Eine indivuelle Setup-CD/DVD zusammenzustellen ist nicht nur für Admins sinnvoll, die zahlreiche Installationen absolvieren müssen. Die Aktion eignet sich auch für vorausschauende Anwender, die bei künftigen Neu-Installationen Zeit sparen wollen.

Lesen Sie hier Schritt für Schritt, wie Sie Vlite einsetzen:

1. Setup-Ordner anlegen: Nachdem Sie die Vista-Setup-DVD eingelegt und Vlite gestartet haben, klicken Sie auf „Browse“ und wählen das DVD-Laufwerk aus. Das Tool fordert Sie jetzt auf, ein Verzeichnis anzugeben, in das es die gesamte Setup- DVD kopieren kann. Das ist nötig, weil Sie die Dateien nur auf der Festplatte ändern können. Auf der DVD liegen etwa 2,5 GB Daten vor. Da Sie aus den angepassten Dateien ein ebenso großes ISO-Image anlegen, sollten auf der Zielpartition mindestens 5 GB Speicherplatz frei sein.

2. Version wählen: Nach Abschluss des Kopiervorgangs wählen Sie die Vista-Version aus, die Sie anpassen wollen. Im Normalfall ist das diejenige, für die Sie einen Produkt-Schlüssel haben.

3. Komponenten abwählen: Nach einem Klick auf „Next“ gelangen Sie in den Dialog zum Entfernen von Komponenten. Über die „+“-Zeichen können Sie die verschiedenen Kategorien ausklappen. Wenn Sie darin Klickboxen aktivieren, werden die zugehörigen Komponenten aus den Setup- Dateien ausgeklammert. Falls Sie zum Beispiel auf die Sprachsteuerung verzichten können, dann aktivieren Sie in der Rubrik „Accessories“ die Option „Speech Support“. Wenn Sie außerdem „Media Center“, „Movie Maker“ und „Windows Media Player“ aussparen wollen, dann setzen Sie Haken in die jeweiligen Klickboxen der Rubrik „Multimedia“. Sobald Sie mit der Maus auf den Namen einer Komponente gehen, liefert das Tool eine kurz englischsprachige Beschreibung dazu.

4. System anpassen: Nach einem weiteren Klick auf „Next“ können Sie Ihr zukünftiges System schon vorab anpassen. In der Rubrik „Display“ lässt sich etwa einstellen, dass der Transparenz-Effekt („Glass Effect“) erzwungen wird oder dass alle Schriftarten im System durch den neuen Vista-Font „Segoe UI“ ersetzt werden sollen. In der Rubrik „Security“ können Sie die Antispyware-Überwachung in Echtzeit und den neuen Benutzerkontenschutz deaktivieren. In der Rubrik „System“ sollten Sie den Ruhezustand „Hibernation“ abschalten, wenn Sie nicht vorhaben, ihn zu benutzen. Damit spart Sie auf Ihrer Festplatte so viel Platz ein, wie Arbeitsspeicher eingebaut ist.

5. Treiber einbinden: Ein weiterer Klick auf „Next“ führt Sie in den Dialog zum Einbinden externer Treiber. Das ist nötig, wenn im PC Hardware steckt, die spezielle oder aktualisierte Treiber benötigt. Gehen Sie auf „Insert“, wählen Sie in der Liste, ob Sie einen einzelnen Treiber oder einen Treiber-Ordner einbinden möchten, und suchen Sie das Gewünschte heraus.

6. Anpassungen sichern: Mit einem Klick auf „Apply“ speichern Sie alle Eingriffe. Das Tool fordert Sie nun auf festzulegen, ob es die Änderungen in den aktuellen Setup- Dateien setzen oder ob es die gewählte Vista-Version extrahieren und nur dort die Änderungen eintragen soll. Der Setup-Ordner wird nur bei der zweiten Methode deutlich kleiner. Wenn Sie sowieso nur die ausgewählte Vista-Version installieren möchten, sollten Sie dieses Verfahren wählen. Nun werden die Setup-Dateien neu geschrieben. Die Aktion kann je nach Auswahl und Rechnerleistung wenige Minuten oder eine ganze Stunde dauern.

7. Image anlegen und brennen: Nun klicken Sie auf „ISO“, um aus den Setup-Dateien wieder eine bootfähige CD oder DVD zu machen. Dazu wählen Sie aus der Dropdown- Liste unter „Mode“ den Eintrag „Create Image“ und klicken auf „Make ISO“. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, dann gehen Sie in der Drop-down-Liste auf den Eintrag „Burn Image“ und klicken auf „Burn“. Ist der Brennvorgang abgeschlossen, können Sie den Rechner von der CD/ DVD starten und Vista installieren.

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