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Was Sie vor dem 64-Bit-Upgrade wissen müssen

04.08.2009 | 10:17 Uhr |

Mit Vista läuft Ihr PC nur mit der 64-Bit-Variante unter voller Kraft. Wir empfehlen Ihnen, sich gut zu informieren, bevor Sie auf die 64-Bit-Variante umstellen.

Turbo für den PC : Volle Leistung braucht 64 Bit
4 GB RAM und mehr, ein schneller Mehrkernprozessor und eine 1 Terabyte große Festplatte – das ist heutzutage eine gängige Ausstattung für einen Standard-PC vom Discounter oder aus dem Elektromarkt. Und die läuft mit Vista unter voller Kraft nur mit der 64-Bit-Variante. So werden beispielsweise unter einem 32-Bit-Betriebssystem nur rund 3,3 GB des Speichers genutzt, und auch Mehrkernprozessoren entfalten ihre volle Leistung erst unter einem 64-Bit-Betriebssystem.

Achtung: Software läuft oft nicht mit Vista 64
Die passende Vista-64-Bit-DVD bekommen Besitzer von 32-Bit-Vista für gerade einmal 12 Euro bei Microsoft (bei Vista Ultimate dabei). So werden die meisten Anwender schnell versucht sein, Vista in der 64-Bit-Variante zu installieren. Doch was viele nicht wissen: Nicht jede Software, die als für Vista geeignet deklariert ist, läuft auch problemlos mit der 64-Bit-Variante. Zwar gibt es hierfür einen 32-Bit-Kompatibilitätsmodus, doch läuft die Software dann nicht mit der größtmöglichen Geschwindigkeit – wenn überhaupt.

Schade: Für viele Komponenten fehlen 64-Bit-Treiber
Bei den Treibern kennt Vista kein Pardon. Wer Hardware einsetzen will, für die es keinen 64-Bit-Vista-Treiber gibt, wird sie in vielen Fällen nicht zum Laufen bringen. Das betrifft bei weitem nicht nur Uralt-Komponenten. Selbst weit verbreitete Geräte, die deutlich nach Erscheinen von Windows Vista veröffentlicht wurden, kommen nicht immer mit 64-Bit-Unterstützung. Betroffen sind hier insbesondere WLAN-Sticks und -Steckkarten und anderen Komponenten rund um den Web-Zugang. Selbst der weit verbreitete AVM Fritz USB-WLAN-Stick N kommt erst seit Ende 2008 mit einem finalen 64-Bit-Treiber. Kritisch wird’s auch bei TV-Karten: Wir haben so einige Tuner entdeckt, die ihren Dienst noch nicht unter Windows Vista 64 versehen. Last not least sind die Multimedia-Funktionen einiger Tastaturen noch nicht 64-Bit-fähig.

Fazit: Erst umfassend informieren, dann kaufen
Bevor Sie also auf 64-Bit-Vista umstellen: Prüfen Sie unbedingt, ob es für alle Ihre Komponenten schon einen fertigen und stabilen 64-Bit-Treiber gibt. Verlassen Sie sich dabei nicht auf irgendwelche Kompatibilitätslisten im Internet, die von Anwendern zusammengetragen wurden. Sie sind sehr häufig veraltet oder enthalten einfach falsche oder unvollständige Angaben. Gehen Sie stattdessen direkt auf die Website des jeweiligen Herstellers, und suchen Sie nach einem passenden Treiber für Ihre Komponente.
-tw

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