749482

Autostart: So ist Windows schneller einsatzbereit

17.11.2010 | 11:01 Uhr |

Windows ist gestartet, doch die Oberfläche reagiert nicht? Ursache sind meist zu viele Prozesse im Autostart. Sie haben zwei Möglichkeiten, diese Bremse zu lösen.

Autostarts ausmisten: Der weltweit beste Autostart-Manager ist das englischsprachige Autoruns aus der Sysinternals Suite. Nachdem Sie es gestartet haben, wählen Sie „Options“ und aktivieren die Punkte „Verify Code Signatures“ und „Hide Windows Entries“. Autoruns blendet jetzt die Einträge aus, die Windows selbst benötigt. Auf der Registerkarte „Everything“ sehen Sie alle restlichen Autostart- Einträge. Um einzelne abzuschalten, deaktivieren Sie die Klickbox davor.
 
Autostarts zeitlich verteilen: Die verbleibenden Starts bremsen das System nach der Anmeldung meist trotzdem noch viel zu lange. Hier hilft nun der Trick, die Ladevorgänge mit Startup Delayer zeitlich zu verteilen. Diese Freeware zeigt eine Liste aller ermittelten Autostart-Anwendungen. Klicken Sie zunächst auf „Language, German“, um die Sprache der Benutzerführung auf Deutsch umzustellen. Nun ziehen Sie mit der Maus einen der Programm-Einträge auf die weiße Zeitleiste am unteren Rand. Das Programm erhält einen Balken auf dieser Leiste. Im Hauptfenster und in der Zeitleiste zeigt Startup Delayer die genaue Startverzögerung. Verschieben Sie den Balken nach rechts oder links, um die Anwendung etwas später oder früher zu laden. Welcher Balken für welche Anwendung steht, erkennen Sie sofort beim Anklicken: Die zugehörige Anwendung wird dabei im Hauptfenster markiert. Anwendungen, die Sie nicht auf der Zeitleiste verteilen, starten unmittelbar und parallel (Standardverhalten).
 
Nachdem Sie Ihre Autostart-Programme zeitlich versetzt haben, öffnen Sie „Aktionen, Startup Delayer aktivieren“. Hier stehen zwei Optionen zur Wahl: „Graphische Version nutzen“ und „Versteckte Version nutzen“. Im ersten Fall zeigt ein kleines Fenster am oberen Bildschirmrand an, welche Anwendung gerade gestartet wird. Falls Sie auf diese Information verzichten möchten, wählen Sie „versteckte Version nutzen“.
 
So funktioniert Startup Delayer: Wenn Sie den Start einer Anwendung verzögern, dann entfernt das Tool den entsprechenden Eintrag aus der Startrampe und trägt ihn in seine eigene Prozessliste ein. Startup Delayer trägt sich selbst als Autostart- Anwendung in den Run-Schlüssel der Registry ein, sobald es aktiv gesetzt wird. Es ruft die Programme seiner Liste dann der Zeitleiste entsprechend auf.

0 Kommentare zu diesem Artikel
749482