15.10.2012, 13:32

Heinrich Puju

Windows Tipps & Tricks

Tastenkombinationen per Einrastfunktion mit einer Hand eintippen

Per Einrastfunktion tippen Sie Tastenkombinationen mit einer Hand ein. ©istockphoto.com/Dishka

Ob in Systemprogrammen oder in Anwendungen, kaum eine Situation am PC, in der sich eine Eingabe nicht mit einem Tastenschlüssel beschleunigen ließe.
Wer weiß, wie er die Tasten Alt, Strg, Umschalten mit Buchstaben, Ziffern oder Funktionstasten kombiniert, der kann auf die Maus verzichten. Das ist besonders hilfreich, wenn Sie die Hand für die Maus momentan nicht frei haben, beispielsweise, weil Sie ein Buch halten, etwas notieren oder gerade telefonieren. Gut, dass Sie bei Windows auch mit einer freien Hand Tastenschlüssel eingeben können, indem Sie die Tasten einfach eine nach der anderen anschlagen.
Einrastfunktion: Um die Tasten einer Tastenkombination nacheinander eintippen zu können, statt wie gewohnt gleichzeitig, drücken Sie die Umschalttaste, mit der Sie normalerweise zwischen Groß- und Kleinschreibung wechseln, fünfmal hintereinander. Ein Signalton und ein Meldungsfenster informieren Sie über die Möglichkeit, nun Gebrauch von der Einrastfunktion zu machen. Mit einem Druck auf die Enter-Taste bestätigen Sie dann noch, dass die Einrastfunktion eingeschaltet werden soll.
Nun tippen Sie einfach auf die erste Taste der Tastenkombination, beispielsweise auf die Windows-Taste. Wieder bestätigt ein Signalton, dass Windows die Eingabe erkannt hat. Dann geben Sie die zweite Taste des Tastenschlüssels ein, zum Beispiel die Taste E, um den Explorer zu öffnen. Mit der Einrastfunktion lassen sich übrigens auch Tastenschlüssel, die aus mehr als zwei Kombinationstasten bestehen, eingeben: Mit dem Druck der ersten Sondertaste wird der Tastenschlüssel eingeleitet, dann folgt die zweite Taste, gegebenenfalls eine dritte und schließlich mit Buchstaben-, Zahl- oder Funktionstaste der Abschluss des Tastenschlüssels. Um die Einrastfunktion wieder auszuschalten, brauchen Sie lediglich zwei Tasten gleichzeitig zu drücken, beispielsweise die Tasten Strg und Umschalten, die Sie mit einer Hand erreichen.
Um die Einrastfunktion wieder zu aktivieren, drücken Sie erneut fünfmal die Umschalttaste, wobei es übrigens gleichgültig ist, ob Sie auf der Tastatur die linke oder rechte Taste wählen. Die Einrastfunktion ist praktisch für die Eingabe von Tastenschlüsseln. Die Meldung zum Start ist allerdings störend. Doch sie lässt sich abschalten.
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Fenster deaktivieren: Wer nach fünfmaligem Druck auf die Umschalttaste im Meldungsfenster landet, muss mit „Ja“ bestätigen, dass der fünfmalige Tastendruck kein Zufall, sondern Absicht war. Nutzen Sie die Chance und schalten Sie die Abfrage aus: Klicken Sie im Dialogfenster auf „Wechseln Sie zum Center für erleichterte Bedienung“. Entfernen Sie nun mit einem Mausklick das Häkchen im Kontrollkästchen „Warnung beim Aktivieren einer Einstellung anzeigen“ und bestätigen Sie mit „OK“. Auf diese Weise unterbleibt in Zukunft die überflüssige Abfrage.
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Arretierung:
Diese Einrastfunktion genügt zwar für die Eingabe normaler Tastenschlüssel, nicht aber für das Durchführen von Aktionen, wie beispielsweise den Wechsel durch Programmfenster, wie sie die Kombination der Tasten Alt und Tab erlaubt. Die Lösung hierfür bietet die Feststellfunktion, die Sie bei aktiver Einrastfunktion durch einen doppelten Tastendruck auf eine Sondertaste einschalten. Sobald Sie zum Beispiel die Alt-Taste doppelt drücken, ist sie fest eingerastet, und Sie können nun durch mehrmaligen Druck der Tab-Taste sukzessive durch die Reihe der Anwendungsfenster wechseln. Sobald das gewünschte Fenster erreicht ist, beendet ein erneuter Druck auf die Alt-Taste die Aktion und schließt den Fensterwechsel ab. Im Grunde funktionieren dann also die Tasten Umschalten, Alt, Strg und Alt Gr durch die arretierte Einrastfunktion wie die Feststelltaste für die Groß- und Kleinschreibung.
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