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Windows ME, 2000: Systemwiederherstellung umgehen

Die Systemüberwachungsfunktion von Windows ME und 2000 sorgt durch die konsequente Wiederherstellung gelöschter oder geänderter Systemdateien im Allgemeinen für ein stabiler laufendes System. Sie unterbindet damit jedoch alle Zugriffe auf die Systemdateien. So verhindert sie zum Beispiel auch vom Benutzer gewünschte Eingriffe oder die Installation von Software, die Systemdateien ersetzen muss.

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Die Systemüberwachungsfunktion von Windows ME und 2000 sorgt durch die konsequente Wiederherstellung gelöschter oder geänderter Systemdateien im Allgemeinen für ein stabiler laufendes System. Sie unterbindet damit jedoch alle Zugriffe auf die Systemdateien. So verhindert sie zum Beispiel auch vom Benutzer gewünschte Eingriffe oder die Installation von Software, die Systemdateien ersetzen muss.

Da die Systemüberwachung wirklich für ein stabileres Windows sorgt, sollten Sie sie immer nur vorübergehend ausschalten. Unter Windows ME müssen Sie zusätzlich einzelne Dateien explizit von der Prüfung ausschließen, da sie sonst nach dem Aktivieren der Systemüberwachung korrigiert werden. Gehen Sie in vier Schritten vor:

Schritt 1:Die Wiederherstellung gelöschter oder geänderter Systemdateien erfolgt standardmäßig ohne eine Benachrichtigung des Anwenders. Sie können das aber ändern, indem Sie den Registry-Editor starten und den Schlüssel "Hkey_Local_Machine\Software \Microsoft\Windows\CurrentVersion\SystemFileProtection" öffnen.Geben Sie dem DWORD-Eintrag "ShowPopups" im rechten Fenster den Wert "1".Nach einem Neustart informiert Sie das System nun jedes Mal, ob und welche Systemdatei es wiederhergestellt hat. Notieren Sie diese Dateien, wenn Sie feststellen, dass die Systemüberwachungsfunktion Änderungen gegen Ihren Willen rückgängig macht.

Schritt 2: Um eine Aktion der Systemüberwachung rückgängig machen, starten Sie zunächst "msconfig" über "Start, Ausführen" und deaktivieren auf der Registerkarte "Autostart" die Kontrollkästchen vor "PCHealth" und "*StateMgr". Starten Sie dann den Rechner neu - damit schalten Sie die Systemüberwachung aus.

Schritt 3: Erstellen Sie eine Sicherungskopie von "%windir%\system\restore\Filelist.xml", also der Liste der zu überwachenden Dateien. Öffnen Sie dann die Originaldatei mit einem Editor, und suchen Sie die Zeile mit dem Eintrag "FILELIST.XML". Löschen Sie die ganze Zeile, um den Selbstschutz der Datei auszuhebeln. Nun suchen Sie nacheinander alle notierten Dateinamen und löschen auch da jeweils die ganze Zeile. Speichern Sie die Datei anschließend ab.

Schritt 4: Starten Sie Regedit, und öffnen Sie den Schlüssel "Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet \Services\VxD\VxDMon\". Setzen Sie den Wert der Zeichenfolge "FirstRun" von "N" auf "Y", und aktivieren Sie die Systemüberwachung wieder (über MSCONFIG.EXE), indem Sie umgekehrt vorgehen, wie in Schritt 2 beschrieben. Nach einem Neustart leistet Windows ME gegen die Änderung der Dateien keinen Widerstand mehr.

Unter Windows 2000 können Sie die Überwachung der Systemdateien mit einem einfachen Eintrag in der Registry deaktivieren. Starten Sie dazu Regedit, und öffnen Sie den Schlüssel "Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft \Windows NT\CurrentVersion\WinLogon". Ändern Sie nun im rechten Fenster den Wert des DWORD-Eintrags "SFCDisable" von "0" auf "ffffff9d" (ohne Anführungszeichen), und starten Sie den Rechner neu. Um die Überwachung wieder zu aktivieren, ersetzen Sie den oben genannten Wert durch "0" (ohne Anführungszeichen).

Das direkte Ausschließen einzelner Dateien funktioniert unter Win 2000 nicht über eine Dateiliste. Sie nehmen den Systemeingriff oder Ihre Installation bei ausgeschalteter Systemüberwachung vor und überschreiben die zu ändernden Systemdateien zusätzlich manuell im Verzeichnis "\winnt\system32\dllcache". Aus diesem Verzeichnis bedient sich die Systemüberwachung, wenn sie Dateien wiederherstellt. Anschließend können Sie die Systemüberwachung wieder einschalten.

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