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Windows-Explorer: Mehrere Ordner-Ansichten speichern

Windows XP soll sich die Explorer-Ansicht der Ordner merken - dazu dient die Einstellung "Ansichtoptionen für jeden Ordner speichern" unter "Extras, Ordneroptionen, Ansicht". Nachdem Windows XP ein paar Wochen läuft, setzt der Explorer aber die Ansichtsoptionen für einige Verzeichnisse zurück. Die Ordnerinhalte erscheinen wieder in der Standardansicht. PC-WELT verrät Ihnen, wieso es zu diesem Problem kommt und wie Sie es lösen können.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Windows XP soll sich die Explorer-Ansicht der Ordner merken - dazu dient die Einstellung "Ansichtoptionen für jeden Ordner speichern" unter "Extras, Ordneroptionen, Ansicht". Nachdem Windows XP ein paar Wochen läuft, setzt der Explorer aber die Ansichtsoptionen für einige Verzeichnisse zurück. Die Ordnerinhalte erscheinen wieder in der Standardansicht.

Lösung:

Wenn die Option "Ansichtoptionen für jeden Ordner speichern" aktiviert ist, sichert Windows XP die Ordneroptionen in der Registry. Wenn Sie einen Ordner wieder öffnen, bezieht der Explorer die zuvor gesicherten Einstellungen aus der Struktur der Registry-Schlüssel unter

"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\ShellNoRoam\BagMRU"

und

"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\ShellNoRoam\Bags".

Bei Windows XP Home und Professional nimmt diese Schlüsselstruktur Einträge für etwa 400 Ordner auf. Bei jedem weiteren Ordner, zu dem der Explorer die Ansicht in der Registry speichert, überschreibt er eine der als Erstes gesicherten Ansichtsoptionen.

Die Zahl 400 mag ausreichend erscheinen, wer aber täglich mit dem Explorer arbeitet, hat dieses Limit nach ein paar Wochen mühelos erreicht. Bei den vorherigen Windows-Versionen ist keine solche Einschränkung bekannt. Wenn Sie die Schlüssel "BagMRU" und "Bags" komplett löschen, kann Windows zwar wieder 400 neue Ordneroptionen speichern, verliert aber auch alle bisher gespeicherten Ordneransichten.

Ein undokumentierter, aber vom Microsoft-Support telefonisch weitergegebener Registry-Wert erhöht die maximale Anzahl für gespeicherte Ordner-Ansichten: Der Eintrag "BagMRU Size" legt fest, wie viele Ansichten Windows speichert. Die Analyse mit einem Registry-Monitor zeigt, dass der Windows-Explorer beim Öffnen eines Ordners zwar stets nach einem Wert "BagMRU Size" sucht, diesen aber nicht findet. Sie müssen den Eintrag manuell hinzufügen.

Starten Sie dazu Regedit, und gehen Sie zum Schlüssel "Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\ShellNoRoam".

Erstellen Sie hier den neuen DWORD-Wert "BagMRU Size", und weisen Sie ihm per Doppelklick einen großzügig bemessenen Wert zu, beispielsweise "fff" hexadezimal - das ist 4095 im Dezimalsystem.

Die Änderungen sind sofort wirksam. Windows XP verwirft keine Ordneransichten mehr - das Limit von 4095 sollte ausreichen. Lassen Sie den neuen Wert aber keinesfalls auf "0" stehen, denn das bringt den Windows-Explorer zum Absturz.

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