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Microsoft-Tool testet Leistung von Platten und Sticks

09.12.2008 | 10:13 Uhr |

Vista beurteilt die Leistung des Systems mit dem Windows Experience Index (WEI). Das Gesamtergebnis mit Note 1 (schlecht) bis 6 (optimal) ist unter „Computer, Eigenschaften“ jederzeit einsehbar. Ob der Benchmark mehr kann, etwa die Leistung eines USB-Sticks oder einer neuen Festplatte prüfen, sagt Microsoft nicht.

Tipp: Hinter dem Vista-Leistungsindex steckt das Benchmark-System „Windows Assessment Tool“. Sie bedienen es am einfachsten über Vistas Kommandozeilen-Programm Winsat.exe. Der Benchmark funktioniert auch unter Windows XP. Damit ist er eine große Ausnahme unter den Vista-Programmen. Offensichtlich wurde Winsat absichtlich abwärtskompatibel gehalten.

Winsat einsetzen: Wenn Sie „winsat -?“ eingeben, teilt das Tool knapp mit, dass es alle wesentlichen Komponenten durchcheckt (cpu, d3d, disk, media, mem). Seine zahlreichen Unteroptionen verrät es nicht. Sie sind aber unter microsoft.com komplett dokumentiert. Wir nennen hier ein paar Beispiele, wie Sie Winsat einsetzen können.

USB-Stick checken: Angenommen, Sie haben zwei USB-Sticks und wollen wissen, welcher schneller ist und sich besser für eine portable Tool-Sammlung eignet:
winsat.exe disk –read –ran -ransize 4096 –drive F
Winsat liest nach dem Zufallsprinzip 4-KB-Blöcke auf Laufwerk F:, also dem Stick. Das Ergebnis wird in MB/s angezeigt.
winsat.exe disk –write –ran -ransize 524288 –drive F
Diese Zeile schreibt 512-KB-Blöcke. Mit beiden Befehlen können Sie auch ermitteln, ob sich ein Stick für Readyboost eignet. Optimal ist beim Lese-Benchmark ein Wert über 5 MB/s, beim Schreiben über 3 MB/s.

Platten und Partitionen einschätzen: Winsat kann Sie auch beim Partitionieren und Einrichten des Systems beraten. Wenn Sie die Wahl haben, sollten Sie das System auf die schnellste Platte installieren. Auch Partitionen ein und desselben Datenträgers erzielen zumindest beim sequentiellen Zugriff („winsat disk -seq“) einen deutlich unterschiedlichen Durchsatz. Die Abbildung zeigt das Ergebnis für die Partitionen C: und E: des Datenträgers 0 mit deutlich besseren Werten für die erste, außen angeordnete – Partition C:.

Anzeige des Aurora-Bildschirmschoners in einem Teilbereich des Desktops
Vergrößern Anzeige des Aurora-Bildschirmschoners in einem Teilbereich des Desktops
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Nicht sehr aufschlussreich, aber unterhaltsam sind Grafik-Benchmarks wie
winsat dwm -normalw 2 -time 120 - width 1000 - height 1000
oder die Anzeige des Aurora-Bildschirmschoners in einem Teilbereich des Desktops (siehe Abbildung links).

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