05.12.2012, 09:09

Stephan Mayer

Heimnetzwerk

Der DHCP-Server für die LAN-Party

Die Freeware DHCP-Server als praktisches Tool für die nächste LAN-Party. ©iStockphoto/pavlinec

DHCP gehört zu den praktischsten und am meisten unterschätzten Diensten im Heimnetzwerk.
Er sorgt dafür, dass jedes Gerät mit Bedarf eine IP-Adresse bekommt – und dass keine IP-Adresse doppelt vergeben wird. Bei LAN-Partys gibt es oft den Wunsch, dass die Rechner das bislang störungsfrei funktionierende Heimnetzwerk nicht unnötig stören. Deshalb schaltet man am besten den DHCP-Server im Router ab und startet einen anderen auf dem eigenen Rechner, den man bequem wieder abschalten kann, wenn die LAN-Party vorbei ist. Hierfür eignet sich das Freeware-Programm DHCP Server von Uwe Ruttkamp.
DHCP-Server aktivieren: Deaktivieren Sie zuerst den DHCP-Server Ihres Routers nach Bedienungsanleitung. In der Fritzbox 7390 funktioniert dies so: Melden Sie sich via fritz.box mit Ihrem Browser auf dem Router an und wählen Sie dann „Heimnetz/Netzwerk“ und hier den Reiter „Netzwerk-Einstellungen“. Klicken Sie den Button „IPv4-Adressen“ an und entfernen Sie dort den Haken im Kästchen vor „DHCP-Server aktivieren“. Bestätigen Sie die Änderung mit „OK“, und der Router-eigene IPv4-DHCP-Server ist stillgelegt.
Entpacken Sie nun den DHCP-Server in ein beliebiges Verzeichnis auf Ihrem Rechner und starten Sie hier per Doppelklick das Programm „dhcpwiz.exe“, mit dem Sie die Konfiguration des Servers festlegen: Den Willkommensbildschirm werden Sie mit „Weiter“ los, danach wählen Sie die Netzwerkverbindung(en), auf der/denen der DHCP-Server aktiv sein soll, und klicken nun wieder auf „Weiter“.
Die nächste Seite bietet die Gelegenheit, zusätzliche Dienste zu aktivieren, wenn das gewünscht ist (http, TFTPD, DNS) – sollten Ihnen diese Kürzel nichts sagen, lassen Sie sie am besten deaktiviert. Nach einem erneuten Klick auf „Weiter“ gelangen Sie zur eigentlichen Konfiguration des DHCP-Servers: Wichtig ist vor allem die Konfiguration des IP-Pools, also der IP-Adressen, die der DHCP-Server vergeben darf. Sinnvollerweise lassen Sie die ersten 20 IP-Adressen frei, damit Sie hier Fileserver, Ihren eigenen PC mit dem DHCP-Server und weitere Geräte mit Bedarf an statischen IP-Adressen unterbringen können. Eventuell können auch mehr als 20 Adressen sinnvoll sein, das hängt von Ihrer LAN-Konfiguration ab. Die Lease Time (gemeint ist damit die Zeit, für die der DHCP-Server eine IP-Adresse für eine bestimmte MAC-Adresse reserviert) ist mit dem voreingestellten Wert „1 Tag“ praxisgerecht vorgegeben.
Unter „Advanced“ können Sie noch DNS-Server, Gateway und WINS-Server angeben, falls dies für Ihre Zwecke sinnvoll ist. Das nächste „Weiter“ bringt Sie zum Abschluss der Konfiguration. Klicken Sie hier auf „Write INI file“, um die Konfiguration zu speichern. Ein letztes „Weiter“ bringt Sie danach zum Start des DHCP-Servers, dazu müssen Sie nur noch auf „Admin“ klicken und – unter Vista und 7 – die UAE-Abfrage bestätigen. Als Nächstes klicken Sie noch auf „Configure“ unter „Firewall-Exceptions“. Soll der Server ohne Ihr Zutun laufen, können Sie auch auf „Install“ unter Service klicken und ihn als Dienst automatisch starten.
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