08.08.2012, 13:09

Heinrich Puju

Windows Tipps & Tricks

Rechner auf Knopfdruck anhalten statt abschalten

Rechner auf Knopfdruck anhalten statt abschalten ©istockphoto.com/imagefactory-studio

Die meisten PC-Benutzer fahren Windows nach der Beendigung der Arbeit herunter und schalten den Computer womöglich noch ganz ab, um ihn vom Stromnetz zu trennen.
Das hat aber einen Nachteil: Am nächsten Morgen müssen zunächst alle Anwendungen neu gestartet und die Dateien zur weiteren Bearbeitung wieder geöffnet werden. Schneller ginge es, könnte man sofort nach dem Einschalten da weiterarbeiten, wo man aufgehört hat. Diesen Komfort bietet der „Ruhezustand“ von Windows: Bei ihm wird der Stand der Arbeit auf der Festplatte gespeichert, bevor der PC zum Energiesparen schlafen geschickt wird. Praktisch: Diese Funktion lässt sich direkt auf den Ausschaltknopf legen.
Ruhezustand verwenden: Öffnen Sie im Startmenü mit einem Mausklick die Systemsteuerung. Klicken Sie bei Windows 7 dann auf „System und Sicherheit“ oder bei Windows Vista auf „System und Wartung“ und dann bei beiden Windows-Versionen unter „Energieoptionen“ auf „Netzschalterverhalten ändern“. Bei Windows XP klicken Sie in der Systemsteuerung auf „Leistung und Wartung ➞ Energieoptionen ➞ Erweitert“.
Im Eigenschaften-Fenster der Energieoptionen klicken Sie ins Feld „Beim Drücken des Netzschalters“ und wählen aus der Liste „Ruhezustand“ und danach „Änderungen speichern“. Bei Windows XP lautet die Einstellung „In den Ruhezustand wechseln“ und wird mit „OK“ bestätigt. Achtung: Falls der Eintrag „Ruhezustand“ fehlt, müssen Sie die Funktion erst einschalten. Wie dies geht, erfahren Sie im Folgenden.
Wenn Sie danach den Netzschalter betätigen, schalten Sie Windows nicht einfach aus. Vielmehr fährt der PC herunter, wobei der aktuellen Stand komplett gespeichert wird. Anschließend können Sie den PC sorglos stromlos schalten, beispielsweise über eine Steckerleiste mit Stromschalter. Beim nächsten Einschalten startet Windows genau mit der Arbeitssituation, bei der Sie vorher aufgehört haben.
Ruhezustand als Ausschaltoption in Windows aktivieren
Wenn der „Ruhezustand“ in den Energieoptionen bei Windows nicht zu finden ist, so liegt dies bisweilen einfach daran, dass diese Ausschaltoption nicht aktiviert wurde. Mitunter aber steht der „Ruhezustand“ als Alternative zum herkömmlichen „Herunterfahren“ auch nicht zur Verfügung, da der PC dafür nicht geeignet ist. Über die Windows-Eingabeaufforderung können Sie kontrollieren, ob der Ruhezustand zur Verfügung steht, und ihn gegebenenfalls einschalten.
Um die Funktion auf dem PC zu überprüfen, starten Sie bei Windows 7 und Vista die Eingabeaufforderung im Administratormodus. Dazu geben Sie am besten ins Suchfeld des Windows-Startmenüs cmd ein, klicken dann die Fundstelle mit der rechten Maustaste an und wählen Sie im neuen Menü „Als Administrator ausführen“. Die folgende Abfrage der Benutzerkontensteuerung bestätigen Sie per Klick auf „Ja“ oder bei Vista auf „Fortsetzen“. Bei Windows XP klicken Sie im Startmenü auf „Ausführen“, geben ins Feld cmd ein und klicken auf „OK“.
Bei allen drei Windows-Versionen geben Sie danach im Fenster der Eingabeaufforderung den Befehl powercfg /a ein und drücken die Enter-Taste. Anschließend sehen Sie den Status aller möglichen „Standbymodusfunktionen“, darunter auch den des Ruhezustands. Aufgelistet werden die verfügbaren Optionen ebenso wie die Modi, die der PC nicht bereitstellt. Ist der Ruhezutand zwar verfügbar, aber inaktiv, lässt er sich direkt in der Eingabeaufforderung einschalten: Tippen Sie dazu den Befehl powercfg /hibernate on ins Fenster, und drücken Sie wieder die Enter-Taste.
Da es keine Erfolgsmeldung für diese Aktion gibt, sollten Sie mit dem Befehl powercfg /a wie oben beschrieben kontrollieren, ob die Aktivierung erfolgt ist. Abschließend müssen Sie den PC beziehungsweise Windows noch neu starten. Danach sollte der „Ruhezustand“ als Einstellmöglichkeit in den Energieoptionen der Systemsteuerung zur Verfügung stehen. Dort können Sie ihn dann – wie zuvor beschrieben – als Aktion dem Ausschaltknopf des PCs zuweisen.
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