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Explorer-Kontextmenü aufräumen und erweitern

05.03.2015 | 14:31 Uhr |

Das Kontextmenü im Windows-Explorer zeigt ein Menü mit passenden Einträgen für ein Objekt. Sie können Einträge entfernen oder eigene festlegen.

Diese Programme brauchen Sie: Shellmenuview und Shellexview , gratis, für Windows XP, Vista, 7 und 8; Context MenuTuner , gratis, für Windows 7 und 8.

Der Windows-Explorer zeigt nach einem rechten Mausklick ein Menü, das die zu einem Objekt passenden Einträge anbietet. Was genau im Menü erscheint, hängt von der auf dem PC installierten Software und dem angeklickten Dateityp ab. Ordner, der freie Hintergrund des Windows-Explorers und der Desktop bieten ebenfalls eigene Zusatzeinträge im Kontextmenü. Einige Programme erweitern jedoch das Kontextmenü um mehrere Menüpunkte, so dass es schnell unübersichtlich werden kann. Sie können aber jederzeit überflüssige Einträge daraus entfernen oder eigene Menüpunkt hinzufügen.

Wenn das Kontextmenü sich über die Maßen füllt, führt der erste Weg zu den Einstellungen des zu den Menüeinträgen gehörigen Programms. Meist gibt es hier eine Option, die Explorer-Integration abzuschalten oder wenigstens kaskadierend zu gestalten, so dass nur ein Eintrag im Hauptmenü übrig bleibt. Manchmal registrieren Programme auch Kontextmenü-Handler. Dabei handelt es sich um Erweiterungen für den Windows-Explorer und den Internet Explorer. Nicht immer werden diese bei einer Deinstallation vollständig entfernt.

Unnötige Einträge entfernen: Unerwünschte Kontextmenüeinträge spüren Sie mit Shellexview auf . Nach dem Start untersucht das Tool alle registrierten Shell-Erweiterungen und zeigt sie in einer Liste an. Sortieren Sie die Liste per Klick auf den Spaltenkopf „Typ“ nach dem Erweiterungstyp. Blättern Sie hinunter, bis Sie zum Block „Kontextmenü“ kommen. Erweiterungen, die nicht von Microsoft stammen, sind rosa hervorgehoben. Deaktivieren Sie die unnötigen Einträge über die F7-Taste und bestätigen Sie mit „Ja“.

Kontextmenüeinträge bearbeiten: Ein weiteres Tool, mit dem Sie Kontextmenüeinträge bearbeiten können, ist Shellmenuview. Es zeigt alle Menüeinträge an, die für Dateinamenerweiterungen oder Dateisystemobjekte registriert sind. Sortieren Sie die Liste per Klick auf den Spaltenkopf „Dateierweiterungen“. Scrollen Sie beispielsweise zum Block „Directory“. Hier sehen Sie die Menüeinträge, die der Windows-Explorer beim Rechtsklick auf Ordner anzeigt. Unerwünschte Einträge deaktivieren Sie mit der F7-Taste. Mit F8 lassen sie sich wieder aktivieren.

Neue Einträge einbauen: Über das Tool Context Menu Tuner bauen Sie neue Einträge in das Kontextmenü ein. Das können vordefinierte Windows-Kommandos oder Starter für beliebige Programme sein. Windows-7-Nutzer müssen die .Net-Laufzeitumgebung 4.5 installieren, um das Tool zu nutzen. Bei Windows 8 ist die Laufzeitumgebung in dieser Version standardmäßig installiert. Nach dem Start von Context Menu Tuner klicken Sie zuerst auf „Settings“, stellen als Sprache „German“ ein und klicken auf „Close“. Starten Sie das Programm neu.

Das Tool zeigt auf der linken Seite einige vordefinierte Befehle, beispielsweise „Neuer Ordner“. Klicken Sie diesen an, wählen Sie im rechten Teil des Fensters ein Ziel aus, etwa „Ordner“ oder „Desktop“, und klicken Sie auf „Hinzufügen -> Zu ausgewähltem Eintrag hinzufügen“. Der neue Eintrag erscheint sofort im Kontextmenü. Sie können Menüeinträge auch nur einzelnen Dateitypen zuweisen. Zum Ausprobieren wählen Sie unter Befehle „Windows Permanent Delete“ (nur Windows 8) und klicken auf „Hinzufügen -> Zu diesem Dateityp hinzufügen“. Tippen Sie in das Suchfeld txt ein und setzen Sie ein Häkchen in der Spalte „Auswählen“ bei der Zeile, die unter „Erweiterung“ den Wert „.txt“ anzeigt. Klicken Sie auf „OK“. Im Kontextmenü von Txt-Dateien erscheint jetzt der neue Eintrag „Endgültig löschen“.

Es ist auch möglich, beliebige Programme in das Kontextmenü aufzunehmen. Dazu klicken Sie ganz oben in der Liste unter „Befehle“ auf „<Hinzufügen von benutzerdefiniertem Artikel>“. Wählen Sie das gewünschte Ziel aus, beispielsweise „Alle Dateien“, und klicken Sie auf Hinzufügen -> Zu ausgewähltem Eintrag hinzufügen“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie den Menütitel und das ausführbare Programm eintippen beziehungsweise über „Suchen“ auswählen. Unter „Kommandozeilen-Argumente“ ist bereits der Wert „%1“ eingetragen. Dieser steht für den Datei- oder Ordnernamen, der an das Programm übergeben wird. Hier lassen sich bei Bedarf zusätzlich Parameter konfigurieren. Zum Abschluss klicken Sie auf „Fertigstellen.“

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