Netzwerk

Probleme bedingt durch verschiedene Windows-Versionen lösen

13.11.2012 | 11:09 Uhr | Stephan Mayer

Es gibt Situationen, in denen sich das in der Regel zuverlässig funktionierende Netzwerk von Windows verknotet.

Vor allem beim Mischen von verschiedenen Windows-Versionen und oft auch, wenn Samba-Server unter Mac OS oder Linux ins Spielgeschehen eingreifen, kommt es zum netzwerktechnischen Schluckauf. Davon betroffen sind häufiger Windows Vista und 7, seltener Windows XP und noch weniger ältere 32-Bit-Windows (NT und 2000). Abhilfe ist manchmal einfach, manchmal allerdings auch schwierig bis unmöglich.

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Nichts als Windows 7 zu sehen: Der Netzwerkfehler in
Windows 7 nervt öfter mal. Bislang gibt es noch keinen
zuverlässigen Ausweg, der immer funktioniert.
Vergrößern Nichts als Windows 7 zu sehen: Der Netzwerkfehler in Windows 7 nervt öfter mal. Bislang gibt es noch keinen zuverlässigen Ausweg, der immer funktioniert.

So geht’s: Wenn sich beim Doppelklick auf „Netzwerk“ nach allen hier vorgestellten Tipps ausschließlich Windows-7-Rechner anzeigen lassen, hilft vermutlich lediglich eine Neuinstallation von Windows 7/Vista – weitere Tipps unserer Leser, die uns bislang entgangen sind, nehmen wir jedoch gern entgegen. Sie sollten dabei darauf achten, dass Sie nicht mehr Netzwerkkomponenten installieren, als unbedingt benötigt, also keine unbenutzten WLAN-Karten und keine ungenutzten Onboard-Netzwerkkarten und derlei mehr. Es ist aber auch möglich, auf die Neuinstallation zu verzichten und sich mit der eingeschränkten Funktionalität des Netzwerks zu arrangieren, indem Sie die Server-Namen einfach oben in die Eingabezeile eintippen: \\server1 öffnet den Server und zeigt seine Freigaben.

Das gleiche Netzwerk von Windows XP aus betrachtet:
Sämtliche Server sind zu sehen.
Vergrößern Das gleiche Netzwerk von Windows XP aus betrachtet: Sämtliche Server sind zu sehen.

Zuvor lässt sich allerdings mit einigen häufig funktionierenden Kniffen versuchen, das Windows-Netzwerk wieder flottzubekommen. Der Wichtigste ist: Verlassen Sie die Heimnetzgruppe und legen Sie beide zugehörige Dienste in der Systemverwaltung still: Geben Sie dazu explorer in das Suchfeld über dem Windows-Knopf ein und öffnen Sie den Windows-Explorer. Hier klicken Sie rechts auf „Computer“ und wählen „Verwalten ➞ Dienste und Anwendungen ➞ Dienste“. Dann deaktivieren und beenden Sie die Dienste „Heimnetzgruppen-Anbieter“ sowie „Heimnetzgruppen-Listener“. Diese beiden Dienste müssen Sie wieder reaktivieren, wenn Sie doch einmal eine Heimnetzgruppe benötigen.

Ein Klick auf „Beenden“ stoppt die Windows-Firewall: Bei
der Suche nach der Ursache von Problemen ist diese Aktion sicher
kein Fehler.
Vergrößern Ein Klick auf „Beenden“ stoppt die Windows-Firewall: Bei der Suche nach der Ursache von Problemen ist diese Aktion sicher kein Fehler.

In aller Regel füllt sich die Server-Auswahl kurz nach dem Stilllegen der zwei Dienste um die vermissten Server – manchmal allerdings auch nicht. Eine Regel ist nicht erkennbar. Im gleichen Fenster können Sie auch – zumindest fürs Erste – die Windows-Firewall stilllegen: Nach einem Rechtsklick auf ihren Eintrag klicken Sie auf „Beenden“, um sie abzuschalten. Zu Diagnosezwecken ist diese Maßnahme sicherlich kein Fehler. Und selbst wenn Sie eine zentrale Firewall konfiguriert haben, schützt die Windows-Firewall lediglich vor Dingen, die ohnehin draußen bleiben und keine Gefahr für die eigene Maschine darstellen.

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