1086326

Netzwerkkarte optimal konfigurieren

08.09.2011 | 10:33 Uhr |

Der Komfort, dass nahezu jedes Gerät unter Windows 7 auf Anhieb funktioniert, hat seinen Preis: Die Gerätetreiber, die Microsoft zum Betriebssystem mitliefert, bieten oft nur einen Teil der möglichen Funktionen.

Dies wird vor allem bei den Netzwerkkarten immer wieder deutlich. Die Windows-7-internen Treiber für Intel-Gigabit-Karten beherrschen weder VLAN- (Virtual Local Area Network) noch QoS-Funktionen (Quality of Service). Ähnliches gilt auch für die Treiber für die weitverbreiteten Realtek-Netzwerkkarten, die bei vielen PC-Hauptplatinen verbaut werden.

Ratgeber Windows Vista, 7: Programme und Befehle direkt im Windows-Startmenü ausführen

Um nach dem optimalen Treiber forschen zu können, müssen Sie zunächst feststellen, welche Netzwerkkarte in Ihrem PC arbeitet. Dazu öffnen Sie den Windows-Explorer, klicken mit der rechten Maustaste auf „Arbeitsplatz“ und wählen im neuen Menü „Verwalten“. Im nächsten Fenster klicken sie in der linken Spalte auf „Gerätemanager“. Danach finden Sie in der Geräte-Aufstellung unter „Netzwerkadapter“ in der Regel die Typenbezeichnung.

Mit dieser Information können Sie sich die passenden Treiber von der Internetseite des jeweiligen Herstellers besorgen. Die Treiber der Intel-Karten finden Sie etwa auf intel.de die der Realtek-Produkte auf realtek.com.tw und die von Via-Karten auf viaarena.com .
Achten Sie darauf, dass der Treiber genau zu Ihrer Karte passt. Installieren Sie ihn dann genau so, wie dies in der meist beiliegenden „Readme“-Datei beschrieben ist.

Test: Tuning-Software Fix-It Utilities 11 Professional im Test

In der Regel warnt Sie das Installationsprogramm, wenn der Chipsatz der Netzwerkkarte nicht mit dem übereinstimmt, den der Treiber erwartet. Damit ist die größte Fehlerquelle direkt ausgeschaltet. Ein falscher Treiber kann nämlich dafür sorgen, dass keine Netzwerkverbindung mehr möglich ist.

Die Umstellung auf Jumbo-Frames ist einfach. Und zudem ohne großes Risiko: Wenn Router oder Switch den Modus nicht beherrschen, setzt man die Einstellung einfach wieder zurück.
Vergrößern Die Umstellung auf Jumbo-Frames ist einfach. Und zudem ohne großes Risiko: Wenn Router oder Switch den Modus nicht beherrschen, setzt man die Einstellung einfach wieder zurück.

Jumbo-Frames-Modus einstellen: Wenn Sie in Ihrem Netzwerk mit Gigabit-Ethernet-Technik arbeiten, sollten Sie die Option „Jumbo-Frames“ aktivieren. Durch diesen Modus lässt sich ein bedeutend höherer Datendurchsatz erzielen. Ethernet und Fast Ethernet beherrschen diesen Modus leider nicht. Und so stellen Sie ihn ein: Öffnen Sie das Windows-Startmenü, und klicken Sie auf „Systemsteuerung ➞ Netzwerk und Internet ➞ Netzwerk- und Freigabecenter ➞ Adaptereinstellungen ändern“. Klicken Sie mit rechts auf Ihre Netzwerkverbindung, und wählen Sie im neuen Menü „Eigenschaften“. Im „Eigenschaften“-Fenster klicken Sie auf „Konfigurieren“.

Ratgeber: Tuning - 6 Registry-Hacks für ein schnelleres Windows

Auf der dann erreichbaren Registerkarte „Erweitert“ (Intel) oder ähnlich (andere Kartenhersteller) finden Sie eine ganze Reihe von aktivierbaren Optionen, darunter auch den „Jumbo-Frames“- oder „Jumbo-Packet“-Modus. Sobald Sie die Einstellung(en) mit „OK“ bestätigen, reißt Ihre Netzwerkverbindung kurz ab, bis die Optionen auch auf der Karte aktiviert sind. Wenn Router oder Switch mit Jumbo-Frames klarkommen, wird der Datenversand und -empfang über das Netzwerk danach deutlich schneller als zuvor funktionieren. Sollten dabei jedoch Probleme auftreten, ist das auch kein Beinbruch: Nehmen Sie dann die Jumbo-Frames-Einstellung einfach zurück.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1086326