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Bitlocker und Truecrypt

16.04.2009 | 10:25 Uhr |

Das nächste Windows verspricht interessante Funktionen: Die interne Laufwerksverschlüsselung wird zusehends universal. Ab Windows 7 funktioniert sie auch auf externen USB-Laufwerken und -Sticks ("Bitlocker to go"). Sie müssen aber nicht auf Microsoft warten. Rüsten Sie sie schon heute in Ihrem XP oder Vista nach.

Schnell, stabil, schön, benutzerfreundlich - so präsentiert sich der Vista-Nachfolger. Die aktuelle Betaversion von Windows 7 verdiente sich in unserem Test gute Noten. Windows 7 wird trotzdem kein Feuerwerk an Überraschungen zünden. Viele interessante Funktionen hat die Freeware-Szene nach dem Vorbild von Win 7 bereits nachgebaut. Was bislang noch fehlte, war eine Alternative zu den praktischen "Libraries", die thematisch ähnliche Dateiordner in einem virtuellen Meta-Ordner zusammenfassen. Hierfür bieten wir eine eigene Lösung an: Unser Tool pcwVirtualLibraries arbeitet mit der Windows Search 4.0 zusammen.

Das kann Windows 7: Die interne Laufwerksverschlüsselung wird zusehends universal. Ab Windows 7 funktioniert sie auch auf externen USB-Laufwerken und -Sticks ("Bitlocker to go"). Über den Menüpunkt "Turn on Bitlocker" aus dem Laufwerkskontext im Explorer lässt sie sich denkbar einfach einsetzen. Verschlüsselte Daten gibt Windows 7 erst frei, wenn der Anwender das korrekte Kennwort eingegeben hat. Ohne Bitlocker und Kennwort sieht der Anwender nur Datensalat. Nach ersten Aussagen Microsofts wird Bitlocker wie bei Vista nur in die Versionen Enterprise und Ultimate eingebaut.

((Truecrypt.png))Windows XP und Vista mit Truecrypt: Die Freeware steht Bitlocker funktional kaum nach, integriert sich aber nicht so gut in die Oberfläche
Vergrößern ((Truecrypt.png))Windows XP und Vista mit Truecrypt: Die Freeware steht Bitlocker funktional kaum nach, integriert sich aber nicht so gut in die Oberfläche
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XP, Vista & Win 7 Home nachrüsten: Truecrypt verschlüsselt nicht nur Dateien in Containern, sondern auch komplette Laufwerke. Dafür bietet das Tool erweiterte Optionen. Ein Assistent hilft Ihnen bei der Arbeit. Im einfachsten Fall wählen Sie nach "Volumes, Neues Volume erstellen" die mittlere Option zum Erzeugen eines verschlüsselten Laufwerks. Sie definieren es als sichtbar ("Standard TrueCrypt volume") und geben das gewünschte Laufwerk an. Im weiteren Verlauf des Assistenten legen Sie das Kennwort fest und entscheiden, ob Sie das Volume später automatisch (per Schlüsseldatei) oder durch Eingabe eines Kennworts öffnen wollen. Zum Laden verwenden Sie "Volumes, Datenträger oder Partition auswählen".

Der einzige Nachteil gegenüber Bitlocker zeigt sich bei Datenträgern mit FAT(32)-Dateisystem: Truecrypt kann sie nicht "In Place" verschlüsseln, die Daten darauf würden beim Verschlüsseln verloren gehen. Hier müssen Sie diese also erst mit Truecrypt formatieren, anschließend mit Daten befüllen.

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