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Backups ohne Junction-Ordner

20.07.2009 | 10:15 Uhr |

Junctions sind eine besondere Variante, um Ordner an anderer Stelle zu verlinken. Im Unterschied zu einer einfachen LNK-Verknüpfung verhält sich eine Junction im Explorer wie ein normaler Ordner. Bei der Datensicherung können die praktischen Junctions aber zur Bremse werden und den Umfang unvorhersehbar und exorbitant erhöhen.

TIPP Wenn ein Kopier-Tool wie Xcopy oder Robocopy auf einen Junction-Ordner trifft, kopiert es dessen Inhalt komplett mit – also nicht nur den Ordnerlink. Genau so reagiert der Explorer von XP (siehe unten „Technische Anmerkungen“). In den meisten Fällen ist das nicht erwünscht: Im Extremfall wollen Sie einen Ordner mit einigen hundert MB kopieren, aber durch die enthaltenen Junctions kopiert das Tool weitere 100 GB aus anderer Quelle.
Auf dieses Problem scheint nur das Programm Robocopy vorbereitet, das zu Vista gehört, aber auch unter XP läuft. Hier gibt es einen Extra-Schalter, der das Verfolgen von Junctions abschaltet:
robocopy <Quelle><Ziel> /xj
Verwenden Sie die zusätzliche Option /XJ („Exclude Junctions“) am besten immer dort, wo Sie nicht ganz sicher sind, dass Ihre Quelle frei von Junctions ist.
Technische Anmerkungen: Schon unter XP beherrscht das NTFS-Dateisystem die Verlinkung mit Junctions, richtig etabliert haben sich diese aber erst mit Vista. Vor allem in den Vista-Benutzerkonten wimmelt es von Junctions. Unter Vista bietet die Kommandozeile den Befehl Mklink, um auch dem Anwender Junctions zu gestatten. Bei XP sind dazu externe Hilfsmittel notwendig, – etwa das Sysinternals-Tool Junction oder der Kommandointerpreter TCC , beide gratis. Der Explorer von XP kopiert wie andere Kopier-Tools den kompletten Inhalt von Junctions mit. Der Vista-Explorer erstellt leere Ordner, wenn er beim Kopieren auf Junctions trifft. -ha

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