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Win-X-Menü bearbeiten und erweitern

06.01.2015 | 14:31 Uhr |

Das Admin-Menü von Windows 8 lässt sich standardmäßig nicht erweitern. Mit unserem Tool PC-WELT-Win-X-Menü-Manager beheben Sie den Mangel.

Dieses Programm brauchen Sie: PC-WELT-Win-X-Menü-Manager , gratis, für Windows 8 und 8.1. Windows 8 besitzt ein kleines Administrator-Menü, das Sie über die Tastenkombination Win-X oder über einen rechten Mausklick auf die Startmenü-Schaltfläche aufrufen. Es zeigt einige Einträge für häufig genutzte Systemeinstellungen, beispielsweise „Computerverwaltung“ oder „Ereignisanzeige“. Es wäre praktisch, wenn man in das Menü zusätzliche Einträge einbauen könnte. Microsoft hat das jedoch verhindert. Mit unserem Tool PC-WELT-Win-X-Menü-Manager geht's trotzdem.

Microsoft hat erkannt, dass für Desktop-Nutzer die Kacheln des Startmenüs oft nicht schnell genug zu den häufig verwendeten Programmen führen. Das Win-X-Menü ist hier ein kleines Trostpflaster, das immerhin einige Wege abkürzt. Damit Windows-8-Nutzer Microsofts Kachel-Strategie nicht einfach unterlaufen und das Win-X-Menü zum alternativen Startmenü ausbauen, haben die Entwickler die Menüeinträge jedoch geschützt.

Die Menü-Verknüpfungen befinden sich im Verzeichnis „%localappdata%\Microsoft\Windows\WinX“ (> Kasten „Umgebungsvariablen nutzen“).

Umgebungsvariablen nutzen

In den Tipps der PC-WELT finden Sie häufig Angaben wie „%windir%“ oder „%localappdata%“. Dabei handelt es sich um Umgebungsvariablen, die in Windows standardmäßig festgelegt sind. Die Variablen ersparen Ihnen die unnötige Eingabe langer Pfadbezeichnungen und sie sind eindeutig.

„%localappdata%“ beispielsweise steht unter Windows 7 und 8 für „C:\Users\Benutzername\AppData\Roaming“, wobei Benutzername Ihrem Windows-Anmeldenamen beziehungsweise dem zugehörigen Profilordner entspricht. Sie navigieren zu diesem Pfad, indem Sie %localappdata% in die Adresszeile des Windows-Explorers eintippen und mit Enter bestätigen.

Welche Variablen definiert sind, erfahren Sie in einem Fenster der Eingabeaufforderung (cmd.exe). Tippen Sie das Kommando set ein und bestätigen Sie mit der Enter-Taste. Die Variablen – jeweils umgeben mit „%“ - können Sie nicht nur im Windows-Explorer, sondern auch in der Eingabeaufforderung und in Batch-Dateien verwenden.

Hier gibt es die Ordner Group1, Group2 und Group3 und darin Verknüpfungen zu den jeweiligen Programmen oder Elementen der Systemsteuerung. Die Verknüpfungen sehen nicht ungewöhnlich aus, und man kann sie über den Kontextmenüpunkt „Eigenschaften“ wie üblich bearbeiten.

Wenn man allerdings hinter „Ziel“ den Pfad zum Programm ändert, ist die Verknüpfung nach einem Windows-Neustart verschwunden. Ursache dafür ist ein verborgener Hash-Wert in den Verknüpfungen, der unter anderem aus dem Pfad hinter „Ziel“ und – wenn vorhanden – den Parametern gebildet wird. Wird der Pfad geändert, stimmt der Hash-Wert nicht mehr und Windows ignoriert die Verknüpfung. Neu erstellte Verknüpfungen enthalten keinen Hash-Wert und werden deshalb ebenfalls nicht berücksichtigt.

Win-X-Menü mit PC-WELT-Tool bearbeiten: Mit PC-WELT-Win-X-Menü-Manager bauen Sie neue Eintrage in das Menü ein. Entpacken Sie das Tool und verwenden Sie die zu Ihrem System passende Exe-Datei aus dem Ordner 64-Bit oder 32-Bit.

Beim ersten Start legt das Tool automatisch eine Sicherungskopie von „%localappdata%\Microsoft\Windows\WinX“ im Installations-Verzeichnis an. Aus dieser lassen sich bei Bedarf die Originaldateien per Klick auf „Standard wiederherstellen und Explorer neu starten“ wiederherstellen.

Bevor Sie etwas ändern, klicken Sie auf „Speichern und Explorer-Neustart“. Dadurch werden die Dateien sinnvoller umbenannt, um die Bearbeitung zu erleichtern, denn der tatsächliche Name der Dateien unterscheidet sich von der Anzeige im Windows-Explorer. „Netzwerkverbindungen“ beispielsweise trägt tatsächlich den Dateinamen „04-1 - Network Connections.lnk“. Die Ziffernfolgen am Anfang der Dateinamen sorgen für die Reihenfolge der Einträge im Win-X-Menü. Die höchste Nummer erscheint zuerst, die kleinste zuletzt.

Die Datei Desktop.ini im Ordner Group3 bewirkt mit der Zeile „04-1 - Network Connections.lnk=@%SystemRoot%\system32\shell32.dll,-22049“, dass ein deutschsprachiges Windows die übersetzte Bezeichnung „Netzwerkverbindungen“ anzeigt. PC-WELT-Win-X-Menü-Manager vereinheitlicht die Nummerierung.

Die Steuerung des Programms erfolgt über das Kontextmenü oder die Menü-Schaltfläche unten rechts im Fenster. Mit „Neue Gruppe“ erstellen Sie einen neuen Abschnitt im Win-X-Menü. Über „Hinzufügen > Programm“ oder die Einfg-Taste legen Sie eine neue Anwendungsverknüpfung in der gerade ausgewählten Gruppe an. Wählen Sie die Exe-Datei des gewünschten Programms oder eine bereits vorhandene Verknüpfung aus und klicken Sie auf „Öffnen“. Danach geben Sie eine neue Bezeichnung für die Verknüpfung ein oder Sie übernehmen die Vorgabe. Bestätigen Sie mit „OK“.

Im Menü „Hinzufügen“ finden Sie außerdem die Einträge „Systemsteuerungs-Eintrag“, „Administrative Tools“ und „Vorgaben“. Darüber bauen Sie neue Einträge für häufig verwendete Systemsteuerungs-Elemente oder Programme in das Menü ein.

Über die Pfeil-Schaltflächen am rechten Fensterrand ändern Sie die Position eines Menüeintrags und über den Kontextmenüpunkt „Verschieben in“ bewegen Sie ein Element in eine andere Gruppe. Über das Kontextmenü lassen sich Einträge auch löschen oder umbenennen. Der Kontextmenüpunkt „LNK-Ordner öffnen“ öffnet den zugehörigen Ordner unter „%localappdata%\Microsoft\Windows\WinX“. Bei Bedarf können Sie die LNK-Dateien manuell bearbeiten und beispielsweise einen anderen Pfad hinter „Ziel“ oder einen zusätzlichen Parameter einbauen. Oder Sie erstellen selbst eine neue Verknüpfung im gewünschten Ordner.

Zum Abschluss müssen Sie in jedem Fall auf „Speichern und Explorer-Neustart“ klicken. PC-WELT-Win-X-Menü-Manager erzeugt dann die nötigen Hash-Werte und startet den Windows-Explorer neu. Nur dann erscheinen die neuen oder geänderten Einträge im Win-X-Menü.

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