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Werbeblocker auch für Linux

27.02.2004 | 10:32 Uhr |

Unter Windows schätzen Sie es, dass Sie dank Werbeblocker ohne störende Banner und Pop-up-Fenster surfen können. Diesen Komfort hätten Sie gerne auch unter Linux. Einer der ausgereiftesten Blocker für Linux ist Privoxy. Wir zeigen Ihnen, wie der Blocker funktioniert.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Mittel

Problem:

Unter Windows schätzen Sie es, dass Sie dank Werbeblocker ohne störende Banner und Pop-up-Fenster surfen können. Diesen Komfort hätten Sie gerne auch unter Linux.

Lösung:

Einer der ausgereiftesten Blocker für Linux ist Privoxy . Wie vergleichbare Windows-Produkte arbeitet auch dieses Programm als Proxy-Server. Nach der Installation konfigurieren Sie den Proxy "localhost" sowohl im Browser als auch in den Einstellungen für Ihre Desktop-Umgebung, also etwa im KDE-Kontrollzentrum, auf Port 8118. Tragen Sie hier den Proxy für HTTP- und HTTPS-Verbindungen ein (je nach Programm und Version auch SSL- oder sichere http-Verbindungen genannt).

Wollen Sie die Konfiguration ändern, etwa eine Werbe-URL hinzufügen, die Privoxy nicht selbst erkennt, geht das über den Link "View & change the current configuration" auf der Seite http://p.p.

Klicken Sie hier auf den Button "Edit" in der Zeile "/etc/privoxy/user.action". Suchen Sie den Abschnitt, bei dem unter "Actions" lediglich "+block" steht. Tragen Sie die Domain des Werbe-Servers ein, angeführt von einem Punkt, aber ohne ein eventuelles "http://www". Das Resultat sind Einträge wie ".altfarm.xxx.com" oder ".adserv.xxx.de". Mit "Add" fügen Sie die Werbe-URL hinzu.

Analog tragen Sie Sites unter "-block" ein, wenn sie irrtümlich ausgeblendet werden, zu erkennen an der "Blocked"-Meldung. Hier wird Ihnen auch der Link "go there anyway" angeboten, über den Sie direkt zu blockierten Sites gehen.

Auch in der Zeile "/etc/privoxy/default.action" gibt es einen "Edit"-Button. Davon sollten Sie aber keinen Gebrauch machen: Hier befinden sich die grundlegenden Regeln, nach denen Privoxy filtert. Anders als bei "/etc/privoxy/user.action" werden diese bei einem Update überschrieben.

Grundeinstellungen ändern Sie in der Datei "/etc/privoxy/config". So können Sie etwa den Port von 8118 auf einen unbenutzten anderen, zum Beispiel 8080, verlegen. Die Datei enthält reichlich Kommentare zur Beschreibung der Einstellungen.

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