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Was tun, wenn der Grafiktreiber häufig abstürzt?

17.06.2016 | 09:45 Uhr |

Wenn Windows meldet, dass der Grafikkartentreiber nicht mehr reagiert, ist ein Treiber-Update notwendig. Oder Sie lösen das Problem mit einem Registry-Hack.

Bei Spielen, Online-Videos oder selbst beim Surfen kann es zu einem kurzen Einfrieren des Bildschirms kommen. Anschließend flackert das Bild auf dem Monitor kurz und das System reagiert anschließend wieder: Das Programm, das Sie gestartet hatten, hat Windows aber möglicherweise geschlossen. Der einzige Hinweis auf die Ursache der kurzen Störung ist eine Fehlermeldung unten rechts: „Der Anzeigentreiber reagiert nicht mehr und wurde wiederhergestellt.“

Die einfachste Lösung für dieses Problem ist ein Update des Grafikkartentreibers. Denn das Bild auf dem Monitor wirkt eingefroren, weil die Grafikkarte überlastet ist und das Display nicht mit neuen Bildinformationen versorgen kann. Seit Windows Vista kann das Betriebssystem über die DirectX-Schnittstelle erkennen, das die Grafikkarte feststeckt. Daraufhin wird der Grafikkartentreiber neu gestartet und der Grafikspeicher teilweise gelöscht, weswegen die Grafikkarte das Monitorbild neu zeichnen muss: Diese Aktion löst das sichtbare Flackern aus. Diese Funktion heißt Timeout Detection and Recovery (TDR).

Volles Tempo! Mehr Leistung für die Grafikkarte

Tauchen die Grafiktreiber-Abstürze trotz eines Updates weiterhin auf, können Sie in der Registry Hand anlegen, um das Problem zu lösen. Dort lässt sich nämlich über einen neuen Eintrag die Wartezeit verlängern, die Windows der Grafikkarte zubilligt, um eine Aktion durchzuführen: In den Standardeinstellungen greift das Betriebssystem nach zwei Sekunden ein. Wenn Sie durch den Registry-Hack der Grafikkarte mehr Zeit geben, kann sie den anstehenden Auftrag erledigen, bevor Windows eingreift und Sie bekommen kein Bildschirm-Flackern und keine Fehlermeldung zu sehen.

Um die Registry zu bearbeiten, geben Sie Regedit ins Windows-suchfeld ein und klicken auf das Ergebnis. Der Registry-Editor, der nun startet, verlangt Adminrechte. Suchen Sie anschließend im Verzeichnispfad auf der linken Seite folgenden Registryschlüssel:

 HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\GraphicsDrivers.

Nun wählen Sie im Menü Bearbeiten -> Neu. Es klappt ein Menüfenster auf, aus dem Sie den nächsten Befehl abhängig von Ihrer Betriebssystem-Version auswählen müssen: Haben Sie ein 32-Bit-Windows ist es DWORD-Wert (32-Bit). Bei einem 64-Bit-Windows wählen Sie QWORD-Wert (64-Bit). Als Namen für den neuen Wert tragen Sie TdrDelay ein und bestätigen mit der Enter-Taste. Doppelklicken Sie auf den neuen Eintrag und tragen Sie bei Wert die Zahl 8 ein. Schließen Sie den Registrierungseditor und starten Sie Windows neu. Tritt der Fehler weiterhin auf, können Sie mit höheren Werten experimentieren, etwa 10 oder 12. Eine höhere Wartezeit sollten Sie nicht einräumen, um dadurch nicht andere Grafikfehler auszulösen.

Neue Grafikkarte: Das gilt es beim Tausch zu beachten

Zeigt der Registry-Hack keine Wirkung, bleibt Ihnen nichts Anderes übrig, als tatsächlich auf einen aktualisierten Grafiktreiber zu warten.

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