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Wem gehört die Domain?

31.10.2001 | 09:11 Uhr |

Alle Domains sind auf den Namen des Inhabers eingetragen. Sie möchten detaillierte Informationen. Die PC-WELT hilft Ihnen weiter.

Anforderung

Fortgeschrittener

Zeitaufwand

Gering, Mittel, Hoch

Alle Domains sind auf den Namen des Inhabers eingetragen. Sie möchten detaillierte Informationen.

Wer eine eigene Domain für Web-Seiten oder andere Dienste beantragt, wendet sich an die zuständigen Domain-Registratoren. Hier werden Domain-Namen in einer Datenbank registriert und Personendaten verwaltet. Wer alle Informationen über eine registrierte Domain herausfinden möchte, kann die Datenbank nach dem Domain-Namen abfragen. Der entsprechende Dienst heißt "Whois" (wer ist) und wird von den Domain-Registratoren zur Verfügung gestellt.

Genau genommen ist "Whois" ein Adressverzeichnis, über das Sie Ansprechpartner und weiterführende Informationen zu einer Domain herausfinden. Der übliche Weg zu Domain-Daten führt über die Web-Seite des zu-ständigen Registrators. Die Registratoren sind meist als gemeinnützige Gesellschaften organisiert und auf bestimmte Domains spezialisiert. Wenn Sie etwa den Inhaber einer "de"-Domain erfahren möchten, müssen Sie die Datenbank der Denic befragen (Deutsches Network Information Center).

Für internationale Top-Level-Domains wie "com", "net" oder "org" kommt der Whois-Dienst von Network Solutions unter www.networksolutions.com in Frage. Die Abfrage von Domain-Daten bezeichnet man als Whois-Query. Ein Whois-Query über die Web-Seiten aller Registratoren hinweg ist jedoch umständlich. Komfortabler geht das mit einem Script, das automatisch auf die Whois-Datenbanken zugreift und die gefundenen Daten benutzerfreundlich präsentiert. Unter Windows sind Whois-Clients auf Scriptbasis bislang Mangelware. Wir haben deshalb eine Whois-Abfrage mit VB-Script realisiert.

Um das Whois-Werkzeug der PC-WELT einsetzen zu können, benötigen Sie den Internet Explorer ab Version 4. Außerdem müssen Sie den Windows Scripting Host installiert haben. Das ist ab Windows 98 standardmäßig der Fall. Wenn Sie Windows 95 oder NT 4 einsetzen, bekommen Sie die aktuelle Version von Microsoft Windows Script, die den Windows Scripting Host enthält, kostenlos unter www.microsoft.com/scripting (750 KB). Sie erhalten den Scripting Host auch durch die Installation des Internet Explorer 5.5.

Kopieren Sie die Datei WHOIS.VBS in ein beliebiges Verzeichnis. Mit diesem Script kommen Sie an die Daten zu den europäischen und zu länderübergreifenden Domains, etwa "com", "edu", "org" oder "net". Eine Installation ist nicht notwenig, das Script ist sofort einsatzbereit, sobald Sie eine Internet-Verbindung hergestellt haben.

Nach dem Start geben Sie in das Feld den Domain-Namen ein, den Sie abfragen möchten. WHOIS.VBS wertet Ihre Eingabe aus und sendet Ihre Anfrage selbständig an die zu-ständige Whois-Datenbank. Für europäische Domains befragt es den Server von Ripe für internationale Top-Level-Domains die Datenbank von Network Solutions Die gefundenen Informationen präsentiert das Script dann zur Weiterbearbeitung im Windows-Editor Notepad.

WHOIS.VBS können Sie auch auf der Befehlszeile verwenden. Kopieren Sie dazu neben WHOIS.VBS auch die Datei WHOIS.BAT ins Windows-Verzeichnis. Geben Sie einfach whois <domainnamegt; ein, die Daten werden dann im DOS-Fenster ausgegeben. Der Schalter /? zeigt weitere Informationen über die Verwendung des Scripts an.

Wichtig: Bei einer Whois-Abfrage können Sie nicht einfach eine vollständige Internet-Adresse angeben. Unter "www.pcwelt.de" etwa werden Sie keine Daten finden. Der Anfangsteil "www." gehört nicht zum Domain-Namen, sondern bezeichnet nur einen einzelnen Computer innerhalb einer Domain - in unserem Beispiel den Webserver der PC-WELT.

Die eigentliche Domain besteht üblicherweise nur aus zwei Teilen: Der letzte Teil bezeichnet die Top-Level-Domain (TLD), "de" steht etwa für Deutschland. Der Teil davor bildet mit der Top-Level-Domain den tatsächlichen Domain-Namen. Ihre Suche wird nur für diesen um die Serverbezeichnung "www." gekürzten Namen erfolgreich sein, in unserem Beispiel also "pcwelt.de".

Die meisten Whois-Server haben aus Datenschutzgründen eine Begrenzung für Abfragen eingebaut. Ab 50 Whois-Abfragen wird Ihre IP-Nummer einen Tag lang für weitere Abfragen gesperrt. Grund: In den gespeicherten Daten sind in jedem Fall die Mailadressen der Administratoren genannt. So könnten Spammer eine Massenabfrage nutzen, um mit wenig Aufwand Tausende Mailadressen zu "ernten". Für den privaten Gebrauch sollten die erlaubten 50 Anfragen pro Tag aber allemal ausreichen.

Download von WHOIS.VBS

Download von WHOIS.BAT

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