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Systemverwaltung aus einer Hand

13.08.2009 | 09:22 Uhr |

Das kostenlose Webmin ermöglicht die komplette Systemverwaltung unter einer gemeinsamen sehr übersichtlichen und intuitiven Oberfläche. Ob Webserver, Datenbank, Routing-Tabellen, DNS, Netzwerk, Festplattenverwaltung - alles lässt sich vergleichsweise schnell und ohne Kommandozeilen-Wust erledigen.

Mit diesem in Perl programmierten Open-Source-Tool können die verschiedenen Einstellmöglichkeiten und Tools eines Linux-Serversystems zentral administriert werden. Webmin wird auf dem Server installiert, danach kann man von jedem Rechner aus via Browser auf Webmin zugreifen. Der Zugriff auf dem eigenen Rechner erfolgt über http://127.0.0.1:10000. Gegebenenfalls müssen Sie in Ihrer Firewall den Port 10000 freigeben.

Webmin bietet übersichtlich den Zugriff auf verschiedene typische Module eines Linux-Servers, beispielsweise auf die Anwenderverwaltung, auf Samba, Apache und MySQL sowie Firewall. Aber auch Cronjobs und die Hardwarekonfiguration können damit ebenso leicht verwaltet werden wie das Bootverhalten des Linuxsystems und dessen Dämonen. System-Backups können ebenfalls über Webmin eingestellt werden.

Die Menüs sind übersichtlich, meist selbsterklärend und ersetzen in vielen Fällen den Einsatz der gerade für Linux-Einsteiger weniger intuitiven Kommandozeile. Hilfe-Popups liefern schnelle Informationen. Webmin lässt sich bis ins kleinste Detail konfigurieren. Gerade für Linux-Einsteiger, die mit der Kommandozeile noch wenig vertraut sind, verliert die Einrichtung und Verwaltung eines Apache-Webservers oder eine MySQL-Datenbank dank Webmin etwas von ihrem Schrecken.

Wichtig: Sie sollten die Zugriffsrechte für Webmin restriktiv festlegen, da Sie mit diesem Tool eine potenzielle Sicherheitslücke schaffen. Im Modul „IP Access Control“ können Sie die IP-Adressen festlegen, von denen aus ein Zugriff auf Webmin erlaubt sein soll. Hier sollten Sie restriktiv vorgehen und nur wirklich denjenigen PCs den Zugang erlauben, an denen Sie auch wirklich arbeiten. Zudem sollten Sie sich für Webmin einen eigenen Zugangsnamen zulegen und danach nicht mehr als Root anmelden. Außerdem sollten Sie Webmin nur via https-Zugriff und damit via SSL-Verschlüsselung nutzen, da Ihr Root-Passwort zum Server übermittelt werden muss, wenn Sie sich einloggen.

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