Netzteile ohne Lüfter

Power ohne Lärm: Tipps für passive Netzteile

Montag den 22.08.2011 um 10:55 Uhr

von Marvin Tobisch

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© Silverstone
Das Netzteil ist unter Last oft die größte Lautstärkequelle im Rechner. Da ist der Gedanke an ein lüfterloses Netzteil durchaus verlockend. Aber taugen diese überhaupt für den Alltag?
In vielen Rechnern gibt das Netzteil mit den Jahren mehr oder weniger den Geist auf. Sei es durch einen Kurzschluss, sinkende Stromversorgung oder Überhitzung trotz penetranter Kühlerkulisse - irgendwann wird es Zeit für eine Neuanschaffung. Im Gegensatz zu den ersten beiden Alterserscheinungen können Sie dabei zumindest gegen lärmende Lüfter Vorsorge treffen: Sogenannte "Passive Netzteile" verzichten in Ihrem Aufbau auf einen aktiven Lüfter und kühlen stattdessen mit ausgeklügelter Wärmeableitung, die überschüssige Hitze effektiv aus dem kritischen Stromkreisen verbannt.

Zur Auswahl stehen einige lüfterlose Netzteile, die mit 400 und 500 Watt genügend Leistung für Standard-PCs liefern. Beispiele sind das Silentmaxx Fanless II 500 oder das Silverstone Nightjar ST40NF . Im Betrieb werden sie meist nur handwarm und erhöhen somit auch nicht die Gesamthitze im Rechner. Alternativ dazu können leistungshungrigere PCs auch zu semi-passiven Netzteilen wie dem Corsair AX850 Gold greifen, das zwar durchaus einen aktiven Kühler besitzt, diesen aber erst ab ca. 25% Belastung nutzt und erst ab 50% wirklich hörbar in Erscheinung tritt.

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Haben passive Netzteile also überhaupt keine Nachteile?

Doch. Denn erstens gibt es kaum passive Netzteile, die über 500 Watt hinausgehen, da der durch die hohen Wattzahlen entstehende Hitzestau nach dem heutigen Stand der Technik nicht kosteneffizient abgeführt werden kann.

Zweitens wirken sich passive Netzteile durch das Fehlen eines Lüfters negativ auf das Hitzeklima im Rechner aus. Der Lüfter eines aktiven Netzteils kühlt schließlich nicht nur die eigenen Komponenten, sondern zieht auch viel warme Luft der anderen Komponenten nach außen. Fällt das weg, müssen andere Kühler womöglich stärker aufdrehen, was den Nutzen eines passiven Netzteiles stark mindert oder gar komplett aufhebt. Bei der Anschaffung eines passiven Netzteiles sollte also dafür gesorgt sein, dass warme Luft einen anderen Weg aus dem Gehäuse finden kann, beispielsweise durch 12cm-Seitenlüfter in der Gehäusewand.

Fazit: Wenn Sie für eine gesunde Gehäusedurchlüftung gesorgt haben und Ihren PC nicht für leistungsintensive Anwendungen wie Computerspiele nutzen, ist ein passives Netzteil durchaus einen genaueren Blick wert. 

Montag den 22.08.2011 um 10:55 Uhr

von Marvin Tobisch

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