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Schärfer fernsehen - das bedeutet das neue UHD-Logo

26.10.2015 | 17:00 Uhr |

Das UHD-Logo soll Orientierung für den Verbraucher bringen. Der Tipp beschreibt, was die Zertifizierung eigentlich umfasst.

Die Auswahl an Fernsehern, die Ultra High Definition (UHD) unterstützen, wächst rapide ( Die besten Ultra-HD-Fernseher im Test ). Allerdings bringen nicht alle Geräte automatisch die Voraussetzungen mit, um UHD-Material auch in der bestmöglichen Qualität genießen zu können. Orientierung soll das neue UHD-Logo schaffen, auf das sich der Herstellerverband Digital Europe geeinigt hat. Es legt Mindestfaktoren fest, die ein UHD-TV derzeit erfüllen muss. Und das sind die Details:

Display: Um das UHD-Logo tragen zu dürfen, muss das Panel des TV-Geräts die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln beherrschen und ein Seitenverhältnis von 16:9 mitbringen. Außerdem muss mindestens ein Signalweg vorhanden sein, über den sich UHD-Inhalte transportieren lassen, ohne sie in der Bildwiederholrate oder in der Auflösung zu verringern. Damit erhalten Displays kein UHD-Logo, die das UHD-Signal nach dem Empfang beispielsweise auf HD-Auflösung reduzieren, um es intern verarbeiten zu können. Das gilt auch dann, wenn sie am Ende wieder auf UHD hochskalieren, bevor sie das Signal am Schirm ausliefern.

Schnittstellen: Für das UHD-Logo muss das Display nativen UHD-Input per HDMI unterstützen und den Kopierschutz HDCP 2.2 entschlüsseln können. UHD-fähige Anschlüsse am Bildschirm müssen Videosignale mit der vollen Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln bei Bildwiederholraten von 24, 25, 30, 50 und 60 Bildern pro Sekunde verarbeiten können. Die minimale Farbtiefe liegt bei 8 Bit.

Ausblick: Das aktuelle UHD-Logo beschreibt derzeit nur die Grundvoraussetzungen, die ein zertifizierter Fernseher mindestens erfüllen muss. Deshalb beziehen sich die aktuellen Parameter im Wesentlichen auf das Panel und die Anschlüsse. Weitere Ausstattungsmerkmale sollen folgen.

Ein Beispiel ist die Wiedergabe von HDR-Material (High Dynamic Range). Das Hochkontrastbild-Verfahren verstärkt Details in sehr hellen sowie sehr dunklen Bildbereichen. Das kommt der Bildqualität von UHD-TVs zugute. Allerdings sind nach Ansicht des Herstellerverbands Fragen zu Anschlüssen, Übermittlung oder Verarbeitung von HDR nicht endgültig geklärt und so vom aktuellen UHD-Logo im Moment nicht abgedeckt.

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