28.02.2012, 09:55

Dennis Steimels, Verena Ottmann, Thomas Rau, Michael Schmelzle, Ines Walke-Chomjakov

Hardware-Tipps

Kaufberatung: CPU, Server und WLAN-Router

Auch das Preis/Leistungs-Verhältnis sollte man beim Hardware-Kauf nie aus den Augen verlieren.

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Wir verraten, was Prozessoren, WLAN-Router und Netzwerkspeicher im Alltag leisten müssen und wie viel man dafür ausgeben sollte.
Darauf kommt es beim Prozessor an:
Fürs Wohnzimmer als Medien-Abspielzentrale eignen sich Mini-PCs auf Basis des AMD-Prozessors E-350. Da diese PCs leise und sparsam arbeiten, kommen sie auch als Büro-PC und Surf-Station in Frage. Kostenpunkt: ab 260 Euro. Auch in All-in-One-PCs macht der AMD E-350 eine gute Figur, mit 20-Zoll-Touchscreen (33,8 cm) ab 480 Euro. Wenn Sie einen klassischen Desktop-PC mit mehr Rechenleistung benötigen – etwa für den Videoschnitt – sollten Sie auf ein Modell mit einem Intel-Core-i5-Prozessor setzen, etwa den Intel Core i5-2500K.

Das braucht der Enthusiast
Der absolute High-End-PC kommt mit Sechs-Kern-CPU Intel Core i7, SSD-Raid-0-Verbund und zwei parallel laufenden Doppelchip-Grafikkarten. Derart viel Leistung ist sicherlich beeindruckend, aber in der Praxis völlig überflüssig, da sich selbst hardwareintensive Computerspiele mit weniger Ressourcen begnügen.
Darauf kommt es beim WLAN-Router an:
Alle aktuellen Router arbeiten nach dem WLAN-Standard 802.11n und können Verbindungen mit WPA2 verschlüsseln. Doch beim Datentempo und der Ausstattung gibt es Unterschiede. Am besten sind Sie derzeit mit WLAN-Routern mit Dual-Band-Betrieb bedient: Sie arbeiten entweder auf der 2,4- oder der weniger belegten 5-GHz-Frequenz, schaffen theoretisch 300 MBit/s, besitzen einen Switch mit Gigabit-Tempo und einen USB-Anschluss, um beispielsweise eine Festplatte ins Netzwerk einzubinden. Die Preise liegen bei rund 80 Euro. Nur wenig teurer sind Router, die gleichzeitig auf beiden Frequenzen funken können und so auf 600 MBit/s kommen.
Das braucht der Technik-Fan
Ab rund 100 Euro bekommen Sie einen WLAN-Router, der auf der 5-GHz-Frequenz 450 MBit/s und per 2,4-GHz-Frequenz 300 MBit/s erreicht. Damit sollte in der Praxis auch der Empfang von mehreren HD-Videos möglich sein. WLAN-Router mit eingebautem DSL-Router kosten in jeder Ausstattungsklasse rund 50 bis 80 Euro mehr. Noch mehr fällt bei Routern an, die sich außerdem als Telefonanlage verwenden lassen, wie die Fritzbox Fon WLAN.

Darauf kommt es beim Netzwerkspeicher an:
Netzwerkspeicher gibt es als bessere externe Festplatte, als Mehrschachtgerät, als Leergehäuse sowie als vorkonfiguriertes System. Wichtig sind Gigabit-Ethernet, einfache Bedienung, viele Schnittstellen und Protokolle.
Das braucht der Profi
Unter zwei Festplattenschächten geht schon wegen des RAID-Verbunds nichts. Außerdem sollte der Netzwerkspeicher sowohl für 2,5- als auch 3,5-Zoll-Platten geeignet sein, die sich im Betrieb wechseln lassen. Das System lässt sich per Netzwerk einschalten und auch vom Smartphone aus per App steuern. Vermehrt bieten aktuelle Netzwerkspeicher zusätzlichen Speicherplatz in der Cloud an. Den besten Netzwerkspeicher aus den PC-WELT-Tests finden Sie ständig aktuell in der Bestenliste auf www.pcwelt.de.
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