Nachbarn aussperren

WLAN für Nachbarn unsichtbar machen

Mittwoch den 13.07.2011 um 11:16 Uhr

von Heinrich Puju

© AVM
Sie wollen nicht, dass der Name Ihres WLAN-Netzwerkes für alle Nachbarn sichtbar ist? Dann machen Sie Ihn doch einfach unsichtbar! Wir zeigen Schritt für Schritt wie's geht.
Man kennt und grüßt sich, und selbstverständlich weiß der Nachbar, dass Sie ein Funknetzwerk haben. Woher? Schon ein Smartphone mit eingebauter WLAN-Funktion informiert im Treppenhaus oder beim Spaziergang laufend, welche Funknetzwerke gerade empfangbar sind. Wenn Sie es nicht ganz so offensichtlich mögen, aber Ihr eigenes Funknetz dennoch finden wollen, sollten Sie dessen Namen ändern.

Netzwerk-Namen ändern:
Die meisten WLAN-Router haben eine Standardnamen fürs Funknetz. Der Netzwerkname, auf Englisch „Service Set Identifier“ oder gebräuchlicher und kurz „SSID“, bezeichnet nicht nur das Funknetz, sondern macht es auch möglich, dass man sich ins Funknetzwerk einbuchen kann. Daher ist ein individueller Netzwerkname durchaus sinnvoll, um das Netzwerk schnell zu finden, wenn Sie beispielsweise mit Ihrem Notebook darüber eine Internetverbindung nutzen wollen. Den Netzwerknamen können Sie in der Regel im Konfigurationsmenü des WLAN-Routers ändern. Wenn Sie ein DSL-Modem verwenden, finden Sie die Einstellung meist im Menü des Modems.

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Funknetze lassen sich mit dem SSID individuell benennen
und so beim Verbinden leicht identifizieren. Wer Wert darauf legt,
dass der SSID nicht angezeigt wird, deaktiviert die
Standardeinstellung „Name des WLAN-Funknetzes sichtbar“ per
Mausklick.
Vergrößern Funknetze lassen sich mit dem SSID individuell benennen und so beim Verbinden leicht identifizieren. Wer Wert darauf legt, dass der SSID nicht angezeigt wird, deaktiviert die Standardeinstellung „Name des WLAN-Funknetzes sichtbar“ per Mausklick.

Nehmen Sie, wie im Benutzerhandbuch beschrieben, mit Ihrem Internet-Browser Verbindung zum WLAN-Router auf, und geben Sie das Kennwort ein, mit dem das Konfigurationsprogramm geschützt ist. Wechseln Sie dann im WLAN-Menü zum Punkt „SSID“. Dort tragen Sie in das entsprechende Feld einen anderen Namen als die vom Hersteller voreingestellte Bezeichnung ein. Achtung: Zu viel Offenheit ist nicht angesagt. Bei „Pauls Netz“ weiß jeder WLAN-Betreiber in der Funkreichweite, dass es sich um das drahtlose Netz vom Nachbarn Paul handelt. Gleiches gilt bei Straßennamen und Hausnummern. Mit ein wenig Phantasie können Sie Ihr Netz auch ohne Eigennamen kennzeichnen, beispielsweise als „Spinnennetz“, „Kabelsalat“ oder „Funkenflug“.

SSID verstecken – pro und contra:
Damit nicht jeder Passant direkt sieht, dass hier ein Drahtlosnetz funkt, können Sie im WLAN-Router – meist im Menü für die Eingabe der SSID – einstellen, dass der Netzwerkname nicht übertragen wird. Bei der Fritzbox müssen Sie dafür die Einstellung „Name des WLAN-Funknetzes sichtbar“ abschalten, indem sie das Häkchen davor wegklicken. Danach ist Ihr WLAN-Netz zwar unsichtbar, aber keinesfalls unauffindbar. Zum einen kann jeder, der den Netzwerknamen kennt, Kontakt aufnehmen. Und zum anderen gibt es Programme, die auch unsichtbare Netzwerke anzeigen. Das Verstecken des Netzwerknamens bringt also unter Sicherheitsaspekten nicht viel und ist daher eine verzichtbare Maßnahme.

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Außerdem kann ein verborgener SSID sogar unkomfortabel sein. Nämlich dann, wenn Sie das Drahtlos-Netz auch mit Tablet-PCs oder Smartphones nutzen möchten. Denn diese Geräte sind längst nicht immer in der Lage, Kontakt zu verborgenen Netzen herzustellen oder nach einer Unterbrechung automatisch wieder aufzunehmen. Das Mobil-Betriebssystem Windows Phone 7 zum Beispiel ist von Haus aus nicht in der Lage, versteckte Funknetzwerke zu kontaktieren.

Wer sein WLAN-Heimnetzwerk also auch mit dem Tablet-PC nutzen oder für die Handys von Freunden und Bekannten öffnen möchte, sollte besser auf das Verbergen des SSID verzichten. Und selbst für Notebooks kann es mit Bordmitteln recht umständlich sein, Verbindung zu einem WLAN-Netz mit verstecktem SSID aufzunehmen. Zwar ist Windows in seinen neuen Versionen inzwischen darauf ausgerichtet. Viele WLAN-Adapter arbeiten jedoch mit einer eigenen Software.

Mittwoch den 13.07.2011 um 11:16 Uhr

von Heinrich Puju

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